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Nilfisk-Vertriebsleiter Guido Wilfer im Interview: „Bei der Entwicklung erfolgreicher Innovationsstrategien kommt es vor allem auf das Team an“

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Die autonome Reinigung war bereits vor der Corona-Pandemie eines der Innovationsthemen der Branche. Denn selbstagierende Maschinen ermöglichen einen „No-Human-Touch“-Ansatz, der sowohl technologisch als auch betriebswirtschaftlich Vorteile bietet und darüber hinaus beim Arbeits- und Gesundheitsschutz nachhaltig überzeugt. Nilfisk-Lösungen wie die Scheuersaugmaschinen Liberty SC50 sowie die jüngste Neuheit SC60 erfreuen sich deshalb branchenübergreifend einer großen Nachfrage. Das unternehmerische Streben nach Innovation ist ohne die Digitalisierungsdisziplinen „Automatisierung“ und „Datenmanagement“ undenkbar. Dieses ungeschriebene Gesetz gilt auch für die Entwicklungslabore der Reinigungsbranche: Moderne Methoden der Datensammlung und -auswertung sowie die daraus resultierende Steuerung und Anpassung von Prozessen und Entscheidungen sind der Motor autonomer Reinigungskonzepte.

Der nachhaltige Erfolg bei der Positionierung der technologisch hochkomplexen Maschinen liegt jedoch nicht nur in der attraktiv verpackten Symbiose aus innovativer Maschinen- und Sensortechnologie mit intelligentem Daten-Management. Ebenso entscheidend ist der Fokus auf das Human Capital. Für den Reinigungsgerätehersteller Nilfisk gilt die Devise: Innovation wird nur durch ein starkes Team lebendig und erfolgreich. Mitarbeiterbegeisterung, abteilungsübergreifendes Denken und Handeln sowie der gemeinsame Fokus auf den Kunden – dieses Wertegerüst macht das Unternehmen erfolgreich, heute wie morgen. Neue Anforderungen, die sich etwa aus den Folgen der Corona-Pandemie ergeben, stellen diese Struktur beinahe täglich auf den Prüfstand. Im Gespräch mit Guido Wilfer, Vertriebsleiter autonome Reinigungssysteme, Europe Central bei Nilfisk, hat Bauhof-online.de die Erfolgsformel für den international nachhaltigen Marktausbau der Nilfisk-Lösung erfahren. Soviel sei gesagt: Das Geheimnis liegt nicht nur in der innovativen Technik allein, sondern auch in den Menschen, die hinter den Produkten stehen.

Herr Wilfer, welches Alleinstellungsmerkmal haben die Nilfisk-Lösungen ihren Marktbegleitern voraus?

Guido Wilfer: Unsere Scheuersaugmaschinen sind sicher in Aspekten der Sensor- und Mapping-Technologie, aber auch in den internationalen Sicherheitszertifikaten führend. Doch wenn wir ehrlich sind, machen viele Hersteller in Sachen Technik sowie Functions & Features einen guten Job. Was aber oftmals fehlt ist das, was nach dem Produktionsstart kommt: Menschen, die sich mit den Prozessen und Herausforderungen der verschiedenen Kundenbranchen auskennen. Menschen, die komplexe Sachverhalte in klaren betriebswirtschaftlichen Nutzen übersetzen können und aus Technologie Lösungen gestalten. Menschen, die flächendeckend sofort handlungsfähig sind, wenn beim Kunden ein Servicefall auftritt. Menschen, die flexibel auf neue Gegebenheiten reagieren können. Und genau auf diese Dinge konzentrieren wir uns bei Nilfisk. Wir sind ein eingeschworenes Team, das entlang der gesamten Wertschöpfung eng verzahnt zusammenarbeitet und gemeinsam an der besten Lösung für jeden einzelnen Kunden arbeitet. Unternehmen, die in Zeiten explodierender Digitalisierung den Faktor Mensch aus der betriebswirtschaftlichen Erfolgsgleichung streichen, haben noch vor dem Produktlaunch verloren – davon sind wir überzeugt.

Wie stellt sich das Digital-Team von Nilfisk für den Kunden auf?

Wilfer: Die Größe und Zusammensetzung unserer Mannschaft zeigt, dass wir Technologieführerschaft und hohe Lösungskompetenz in jedem Schritt der Customer Journey bündeln. Das zehnköpfige Berater-Team aus dem Vertrieb kennzeichnet sich nicht nur durch ein hervorragendes technisches Können, sondern vor allem durch jahrzehntelange Prozessexpertise in den Bereichen Gebäudereinigung, Pflege und Bildung sowie Hotellerie-Gastronomie und Handel aber auch Industriethemen wie Warehouse und Logistics. Diese qualitative und quantitative Mannschaftsstärke verschafft uns auch in der aktuellen Corona-Pandemie einen entscheidenden Vorteil: Jenseits marktvergleichbarer Maschinenaspekte können wir tief in die Prozesse der Kunden eintauchen und selbst für sich kurzfristig ändernde Prozesse passgenaue Lösungen erarbeiten. Während andere Hersteller sich als Produktlieferanten positionieren, gehört Nilfisk zu den wenigen ganzheitlichen Lösungsanbietern in diesem Segment. Dieser Anspruch wird durch einen flächendeckenden Service unterstrichen. Für hochagile Betriebs- und Wartungskonzepte, die sich vollständig an den Prioritäten der Kunden ausrichten, zeichnet Heiko Großmann als Service Director Central Europe verantwortlich. Ein speziell geschultes Team aus erfahrenen Service-Technikern stellt national wie international den reibungslosen Betrieb der autonomen Lösungen sicher. Hinzu kommen Spezialisten im technischen Support, welche die Servicemannschaft in komplexen Fragestellungen und individuellen Kundenanforderungen effizient unterstützen. Dieser geschlossene Kreislauf aus vertrieblicher, technischer und operativer Kompetenz bietet ein Alleinstellungsmerkmal, das in der Kaufentscheidung des Kunden großes Gewicht hat: weniger Technik, mehr Lösung. Weniger Funktionen, mehr Qualitäts- und Service-Aspekte. Das gilt auch für die gesamte logistische Kette.

Führt sich der integrierte Gedanke auch in der Einbindung von Entwicklung und Kundenfeedback fort?

Wilfer: Auf jeden Fall. In Zusammenarbeit mit unserem internationalen Autonomous Technology-Spezialisten Team wird die Entwicklung der Lösungen konsequent vorangetrieben. Dieses Wissen um zukünftige Reinigungsaspekte, neue Geschäftsmodelle und Einsatzkonzepte wird durch das Business Development in einem kontinuierlichen Wissenstransfer und umfassenden Schulungskonzepten an das gesamte Team vermittelt. Doch damit nicht genug. Die Nilfisk Außendienst- und Service-Mannschaft ist unser direktes Ohr am Markt. Die Kollegen liefern detaillierte Einblicke in die Bedürfnisse und Anforderungen des Kunden und sind somit wichtiger Input-Geber für unseren Kontinuierlichen Verbesserungs- und Innovations-Prozess. Dank dieser intensiven Kundennähe geraten die Innovationen von Nilfisk nie zum Selbstzweck, sondern sind immer daran ausgerichtet, unsere Anwender bestens für die Aufgaben der Zukunft zu rüsten. Unsere autonomen Reinigungslösungen haben daran einen großen Anteil.


Blicken wir auf die Markteinführung der SC50 im Jahr 2019 zurück, was waren die Meilensteine auf dem Weg zur heutigen Marktstärke von Nilfisk?

Wilfer: Mit über 110 Jahren Erfahrung in allen Belangen der professionellen Reinigung gehört Nilfisk zu den wenigen Komplettanbietern, die Prozess-, Produkt- und Branchenkompetenz mit IT-getriebenem Technologie-Know-how verbinden können. Diese Symbiose macht die SC50 nicht nur zu einem innovativen Produkt, sondern vor allem zu einem ganzheitlichen Lösungsansatz für die autonome Reinigung, der von allen Kundensegmenten aktiv nachgefragt wird. Wir stehen erst am Anfang. Durch ein umfangreiches Update wird die SC50 künftig auch in engen Bereichen erfolgreich zum Einsatz kommen können, was einen Quantensprung bedeutet – sowohl in der technologischen Entwicklung als auch in der Investitionsrendite unserer Kunden. Hinzu kommt natürlich die Markteinführung der neuen SC60 für größere Areale in 2021. Mit dieser Aufsitz-Scheuersaugmaschine gehen wir unseren Innovationsweg konsequent weiter und bauen unser Portfolio an autonomen Lösungen für weitere Anwendungsbereiche und Leistungsklassen kontinuierlich aus.

Was dürfen Kunden in Sachen Innovation von Nilfisk erwarten? Wohin geht die Reise in den nächsten Jahren?

Wilfer: Im Bereich der Neuentwicklungen haben wir am 15. September im Rahmen unseres globalen Autonomy Launch Event die neue Aufsitz-Scheuersaugmaschine SC60 aus der Taufe gehoben. Weitere Innovationsbereiche liegen in den Segmenten Sauger und Software-Services. Hier dürfen sich Nilfisk Kunden über weitere spannende Neuheiten freuen – etwa eine neue App, die es erlaubt, Prozess-, Produkt- und Performancedaten der Reinigungsflotte in Echtzeit zu überwachen und zu steuern.

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