Dem Kauf stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu. Dass früher oder später ein Ersatz für das etatmäßige Allradfahrzeug der Gemeinde besorgt werden muss, war schon seit geraumer Zeit klar. Immer wieder hatte Rottenbuchs Bürgermeister Andreas Keller in den letzten Monaten darauf hingewiesen, dass der „Boki“ in die Jahre gekommen sei. Fast 20 Jahre hat der kleine Transporter, der Sommer wie Winter im Einsatz ist, bereits auf dem Buckel.
Nun machten die Rottenbucher Nägel mit Köpfen: Es gibt einen jüngeren Nachfolger für das Fahrzeug. Die Entscheidung dafür war unstrittig, im Ausschuss wurde lediglich diskutiert, ob es ein nagelneues oder gebrauchtes Modell werden soll. Ergebnis: Die Kommune kauft sich einen Neuwagen.
Der Gemeinderat folgte nun einmütig dem Vorschlag. Wobei: Bestellt ist das gute Stück des Dorfener Herstellers „Kiefer“ bereits, der Gemeinderat segnete die Kaufentscheidung laut Geschäftsleiter Hannes Scheifele lediglich nachträglich ab. Ein Gebrauchter „lohnt sich nicht“, machte Scheifele auf SN-<wbr>Nachfrage die Rechnung auf. „Was hat man davon, wenn das Ding früher kaputt geht?“
Für das orangefarbene Arbeitstier „Bokimobil HY 1251“, das maximal Tempo 60 bringt und 2,5 Tonnen Gewicht laden kann, muss die Gemeinde jedoch tief in die Tasche greifen. Die Kosten gibt Scheifele mit etwa 75 000 Euro an. Was bei immer noch rund 2,4 Millionen Euro Schulden und klammer Kasse keine leichte Sache ist.
Eingesetzt wird der Kommunaltransporter das ganze Jahr über vom Bauhof. „Wir kaufen nicht Neues dazu“, macht Scheifele klar - die alten Anbaugeräte wie Schneepflug und Streumaschine werden weiter genutzt. Was geschieht mit dem alten Fahrzeug? Das wollen die Rottenbucher nicht in Zahlung geben, sondern „selber verhökern“, wie Scheifele sagt. Gesucht: Ein Interessent zum Ausschlachten des Kommunalveterans.
Quelle: www.merkur-online.de