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Neuer Schwung für Grünpfeil-Kampagne

Partner stellen 350 Anträge für grüne Pfeile

 

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Der ZDK will der Grünpfeil-Kampagne neuen Schwung geben. Gemeinsam mit den beiden Partnern Dekra und Automobil-Club Verkehr (ACV) hat das Deutsche Kfz-Gewerbe 350 Anträge auf die Installation neuer grüner Pfeile gestellt. Mehr als ein Drittel der Anträge stellten die drei Partner in den neuen Bundesländern, knapp 100 Anträge in Nordrhein-Westfalen.

ZDK-Präsident Robert Rademacher hofft, in rund zwei Drittel aller Fälle ein Positives Feedback aus den Ämtern zu erhalten. Dies blieb in der jüngeren Vergangenheit ab und an aus. „Es ist ein mühsames Geschäft“, sagte Rademacher auf einer Presseveranstaltung in Düsseldorf. Zudem sind trotz aller positiven Bescheide viele Grünpfeile wieder verschwunden.

Als Verbündeten des grünen Pfeils, der an einer roten Ampel das Abbiegen nach rechts erlaubt, sieht der ZDK-Präsident die Umwelt. Laut Verband werden jährlich in Deutschland über 600 Millionen Liter Kraftstoff unnötig verbraucht, weil Rechtsabbieger bei Rot Bahn warten müssen. Grundlage der Berechnung sind 50 Prozent der Berufspendler, auf deren Weg zur Arbeit zehn Ampelkreuzungen liegen.

CO2-Emissionen können stark verringert werden


Entsprechend hoch sind die möglichen Kohlendioxid-Einsparungen: Sie würden bei jährlich rund 1,4 Millionen Tonnen CO2 liegen, so Rademacher. „Wenn man den CO2-Ausstoß reduzieren will, darf man an solchen Zahlen nicht vorbeigehen.“

Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen belegt laut Verband die positiven Auswirkungen. Demnach würde sich an 60 Prozent der Grünpfeil-Kreuzungen die Wartezeit für Rechtsabbieger verringern. Negative Folgen für die Verkehrssicherheit sieht die Studie nicht.

Voraussetzung ist das Einhalten bestimmter Regeln. „Es gelten schlicht die Regeln des Stoppschildes: Vor dem Abbiegen bei Rot erst an der Haltlinie, dann an der Sichtlinie stoppen“, erläuterte Dekra-Geschäftsführer Gerd Neumann. „Fußgänger, Radfahrer und Querverkehr haben immer Vorrang.“

ACV: Grünpfeil kommt bei Autofahrern gut an

Bei den Autofahrern kommt der grüne Pfeil gut an. Laut Jochen Dobring, Präsident des Automobil-Clubs Verkehr (ACV), hat der Verband eine Vielzahl von Schreiben bekommen, die sich nahezu alle positiv über den grünen Pfeil ausgesprochen haben. „Von Seiten der Autofahrer ist das Interesse riesig“, so Dobring. „Wir haben etliche 100 Vorschläge bekommen.“

Durch das gemeinsame Engagement hoffen die drei Partner auf einen neuen Schub für die Grünpfeil-Kampagne, bei der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die Schirmherrschaft innehat.

Quelle: www.kfz-betrieb.de

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