Kommunen

Mönchengladbach: Pflegefall Grünpflege

Auf der Stadt Mönchengladbach lastet ein Schuldenberg von 1,2 Milliarden Euro, der in Teilen in den kommenden Jahren durch drastische Einsparungen abgetragen werden soll. Am deutlichsten zu sehen werden diese Einsparungen bei den städtischen Garten- und Parkanlagen.

Der Bauausschuss hat über die Einsparungen der Stadt bei der Unterhaltung der städtischen Parks und Gärten beraten. Im Ergebnis sollen durch „Reduzierung von Standards bei Unterhaltungs- und Pflegemaßnahmen bei Grün“ viele kleinere Flächen sich selbst überlassen werden. Zwar liegt der Anteil der Sachkosten des städtischen Haushalts bei nur 20 Prozent, bei etwa 70 Prozent Personalkosten. Stellen sollen jedoch nicht abgebaut werden. Stattdessen sollen von den 1,9 Millionen Euro Mittel für die Bewirtschaftung des öffentlichen Grüns, die für die Unterhaltung aufgewendeten 584 000 Euro eingespart werden. Diese Einsparungen sollen derart erfolgen, dass die Pflegeklassen vieler Grünanlagen um eine Klasse herabgesetzt werden. Dadurch werden die meisten Grünflächen nur noch bei Bedarf gereinigt, um „Verkehrssicherungsmaßnahmen“ durchzuführen.

Damit wird ein hoher Anteil der bislang regelmäßig geschnittenen Rasenflächen in Wiesen umgewandelt, Wege werden „verkrauten“, eine Entschlammung aller Wasserflächen kann nicht mehr erfolgen und Treppen, Brücken, Stege und Mauern werden nur noch dann ersetzt, wenn diese zur Gefahr werden. Damit werden Aufenthaltsqualität und Bespielbarkeit der meisten Anlagen und Flächen gravierend sinken. Die Pflege des Grüns auf Kirchenflächen soll an die jeweilige Gemeinde übertragen werden, damit können zusätzlich etwa 70 000 Euro eingespart werden.

Quelle: Rheinische Post, 17.05.2011

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