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MOBA Firmengründer Paul G. Harms verstorben

Paul G. Harms, Gründer und langjähriger Geschäftsführer der MOBA ist am 24. Februar im Alter von 82 Jahren überraschend verstorben. Mehr als 30 Jahre leitete und prägte Paul G. Harms die MOBA, die sich seit der Gründung 1972 zu einem international führenden Unternehmen in der mobilen Automation entwickelte. Die MOBA beschäftigt heute weltweit 453 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 285 in Deutschland.

Paul G. Harms wurde 1931 in Osnabrück geboren. Nach seinem Mittelschulabschluss absolvierte er zunächst eine Lehre zum Instrumentenmechaniker und arbeitete anschließend als Wärmetechniker in der Georgsmarienhütte AG. Parallel besuchte Paul G. Harms die technische Abendschule und studierte anschließend in den USA Maschinenbau. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete Paul Harms 17 Jahre lang bei der Firma Honeywell, zuletzt als Produkt Marketing Manager für Industrieprodukte in der Europazentrale des Konzerns in Brüssel. 1972 gründete Paul G. Harms die MOBA in der Garage seines Wohnhauses in Steinbach. Die MOBA startete mit dem Vertrieb und Service von Höhen- und Neigungssensoren für Baumaschinen.
 
„Innovation schafft Vorsprung“
Das war der Leitgedanke, gemäß dem Paul G. Harms die MOBA führte und immer wieder neue Entwicklungen und Lösungen anstieß. Schon 1979 entwickelte und fertigte die MOBA eigene Höhen- und Neigungssensoren für Maschinen der Bau- und Landwirtschaft. Weitere innovative Lösungen im Bereich der Mess- Steuer- und Regeltechnik folgten. Ein Meilenstein in der Produktgeschichte der MOBA war die MOBA-matic, das bis heute führende Nivelliersystem für Asphaltfertiger. Das Unternehmen wuchs durch den Erfolg am Markt schnell. 1985 zog die MOBA mit bereits mehr als 50 Beschäftigten und einer eigenen Entwicklungsabteilung nach Elz.
 
Erschließung neuer und internationaler Märkte
Mit der Gründung von acht Tochtergesellschaften seit 1985 sowie der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern weltweit baute Paul G. Harms die internationale Geschäftstätigkeit aus. Lag der Fokus der Entwicklung und Herstellung in den ersten Jahren in der Automation von Baumaschinen und landwirtschaftlichen Geräten, folgte in den 1990er Jahren mit der Gründung von Niederlassungen in Dresden und Langenlonsheim die Erweiterung um das Geschäftsfeld der Entsorgungstechnologien. Die MOBA bietet in diesem Bereich seit mehr als 20 Jahren neben Identifikationssystemen auch Wägesysteme und Software für kommunale und gewerbliche Entsorger an. Im Bereich der sicherheitsrelevanten Technologien ist die MOBA seit über zehn Jahren mit Systemen für Hubarbeitsbühnen und Mobilkrane im Markt. 2002 wurden die einzelnen Geschäftsbereiche zur MOBA Mobile Automation AG zusammengeschlossen. Die MOBA verfügt heute über eine breite Palette eigener Produkte und Systeme für ein weit gefächertes Spektrum an Baumaschinen, Sondermaschinen und für den Entsorgungsbereich.

Der Region verbunden
2004 zog die MOBA an den heutigen Hauptsitz in Limburg-Offheim. Die Leitung der MOBA übergab Paul G. Harms im selben Jahr an seinen Sohn Volker. Paul G. Harms wechselte in den Vorsitz des Aufsichtsrates der MOBA Mobile Automation AG, dem er bis zuletzt als Ehrenvorsitzender angehörte. Paul G. Harms war der MOBA bis zuletzt eng verbunden. Im September 2012 feierte er gemeinsam mit der MOBA das 40. Unternehmensjubiläum.
Paul G. Harms legte immer großen Wert darauf, jungen Menschen mit einer fundierten Ausbildung eine Lebensgrundlage zu bieten. Dies verwirklichte er sowohl im Unternehmen (heute beschäftigt die MOBA 22 Auszubildende und Studierende) als auch in seinem privaten Engagement, zum Beispiel bei der Don Bosco Stiftung, wo er sich insbesondere für die Schaffung von Ausbildungsplätzen für Jugendliche auf den Philippinen engagierte und eine Gewerbeschule in Tansania unterstützte.

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