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Mehrheit der Nutzfahrzeuge ohne Partikelfilter

Neue Pkw mit Dieselmotor sind in Deutschland mittlerweile fast alle mit einem geschlossenen Rußpartikelfiltersystem ausgerüstet. Für 80 Prozent der älteren Fahrzeuge ist eine Nachrüstlösung im Angebot. Völlig anders sieht es bei Nutzfahrzeugen aus, die laut der Deutschen Umwelthilfe (DUH) für rund die Hälfte aller feinstaubbedingten Belastungen verantwortlich sind. Dennoch verfügt nur ein kleiner Teil der Neufahrzeuge über ein Filtersystem. Und die behördliche Zulassung von Nachrüstlösungen ist noch nicht abgeschlossen.

Ein Grund für die schlechte Ausrüstquote sind die fehlenden finanziellen Anreize, wie es sie bei Pkw gibt. Deshalb fordern nun die DUH und der Verkehrsclub Deutschland (VCD), dass auch die Filternachrüstung bei Nutzfahrzeugen gefördert werden soll. Bereits seit 2006 kassieren die Bundesländer Steuergelder von Dieselhaltern ohne Filter. Bis Ende 2009 sollen sich die Einnahmen abzüglich der Ausgaben für die Nachrüstung von Pkw auf 600 Millionen Euro belaufen. Dieses Geld könnte in die Förderung fließen, erklären die Umweltschützer.

Ein weiterer Punkt des von den beiden Verbänden vorgestellten Plans - der sogenannten "Roadmap für saubere Nutzfahrzeuge" - sieht die Ausweitung der Lkw-Maut auf Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen vor. Bislang trifft sie nur Fahrzeuge ab zwölf Tonnen. Auch eine Vorverlegung der Schadstoffnorm Euro VI von 2014 auf 2011 soll bei der Bewältigung des Feinstaubproblems helfen.

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