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Lehnhoff Variolock und Anbaugeräte im Gleisbaueinsatz

Schnell und sicher arbeiten auf engstem Raum

Bei Gleisbaueinsätzen während laufendem Zugbetrieb kommt es ganz besonders auf Schnelligkeit und absolute Zuverlässigkeit des eingesetzten Gleisbauteams und der verwendeten Maschinen samt Anbaugeräten an. Wenn unter Zeitdruck mehrere Anbaugeräte gewechselt werden müssen, greift das Team des Gleisbauspezialisten Feger seit Jahren auf Lehnhoff-Schnellwechselsysteme und Lehnhoff-Anbaugeräte zurück.  

Entlang der Zugstrecke in der Nähe des badischen Appenweier ist das dreiköpfige Team der Feger GmbH mit Juniorchef Steffen Feger, seinem Onkel Ralf Feger und einem weiteren Mitarbeiter für den Gleisbauspezialisten ITG als Subunternehmer mit zwei Zweiwegebaggern im Einsatz, um eine komplette Gleisbett-Sanierung der insgesamt zwölf Schienenkilometer vorzunehmen.

Einer der Bagger, ein Atlas 1604 KZW, ist mit dem vollhydraulischen Variolock VL 100 ausgerüstet, der zweite Bagger mit einem mechanischen Schnellwechsler MS10. Auf dieser aktuellen Baustelle hat das Unternehmen Feger nun den ersten Gleisbagger mit einem Variolock inklusive einiger Modifikationen ausgestattet.

Juniorchef Steffen Feger zeigt seine Freude über diese Baustelle mit ihren speziellen Anforderungen: „Das hier ist eine optimale Baustelle für uns, weil wir uns auf Zwei-Wege-Technik für Gleisbau spezialisiert haben und die Baustelle mehr oder weniger direkt vor unserer Haustür liegt“. Dass er und das gesamte Team von Feger dafür das nötige Know-How mitbringen, hat das Unternehmen Feger schon in zahlreichen Gleisbauaufträgen für die Deutsche Bahn bewiesen. 

6 Wochen Zeit für 12 Schienenkilometer

Zunächst mussten die Gleise und Schwellen vom Gleisbauzug entfernt werden, anschließend fährt eine Reinigungs- und Planiermaschine RPM über das Gleisbett und reinigt den Untergrund mit dem Kiesmaterial. Danach wird der gereinigte Schotter wieder eingebaut und das Gleis wieder abgelegt. Nach diesen Vorarbeiten kommt das Feger-Team zum Einsatz. Der überflüssige Schotter wird mit einem Variolock-2-Schalen-Greifer aufgenommen, bevor die Arbeiten zur Tiefenentwässerung beginnen. Dafür wechselt Baggerführer Ralf Feger im nächsten Schritt dann auf einen schmalen Tieflöffel, um den Entwässerungsschacht auf insgesamt 80 cm Tiefe auszubaggern, lädt den Aushub in eine Mulde und verfüllt den Schacht abschließend mit Filterkies.

Der Tieflöffel hängt unter einem Variolock-Rototilt, das als eigenständiges Variolock-Anbaugerät beliebig eingewechselt werden kann. Die erweiterte Beweglichkeit, mit einem Handgelenk am Baggerstiel zu vergleichen, ermöglicht paralleles Arbeiten neben dem Gleis und ist ideal, um an den Masten für die Oberleitung an der Strecke herum zu manövrieren. Ist schließlich dann genügend Aushub vorhanden, wechselt Ralf Feger binnen Sekunden auf einen Lehnhoff-Universallöffel und verlädt den Aushub auf den bereitstehenden LKW.

Ein bis zwei Stunden Zeitersparnis pro Arbeitstag

Sichtlich zufrieden und zügig wechselt Ralf Feger zwischen den verschiedenen Anbaugeräten hin und her und kommentiert: „Durch den Einsatz von Variolock, Rototilt und anderen Schnellwechslern sparen wir jedesmal wertvolle Minuten ein. Auf den ganzen Arbeitstag und mindestens 30 Wechselvorgänge gerechnet kommen da schon mal ein bis zwei Stunden Zeitersparnis zusammen“.

Aufgrund des schnellen und unkomplizierten Wechselvorgangs aus der Baggerkabine heraus nutzt das Team von Feger das Potenzial des Variolock voll aus. So ist sichergestellt, dass auch jederzeit das richtige Anbaugerät für den jeweiligen Einsatz am Bagger montiert ist. Zwischen dem Wechsel vom schmalen Tieflöffel für Entwässerungsgräben und dem Universallöffel zum Auf- und Abladen liegen nur wenige Sekunden. Das schont einerseits die Anbaugeräte vor Verschleiß und dient auch der Produktivitätssteigerung.

Eine zusätzliche Herausforderung ist die über den Gleisen verlaufende Oberleitung, daher muss bei den verwendeten Baggern stets sowohl eine Schwenk- als auch eine Hubbegrenzung installiert und aktiviert sein, um die Sicherheit zur Seite als auch nach oben zu gewährleisten. 

Zur Sicherung der Gleisbauarbeiten bei laufendem Zugbetrieb dient eine optische und akustische Warnanlage, die jedes Mal unüberhörbar und gut sichtbar vor herannahenden Zügen warnt.

Voller Einsatz trotz laufendem Zugbetrieb

Auf dieser Strecke fährt neben Regionalzügen unter anderem auch der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV auf seinem Weg nach Paris, daher gilt beim Ertönen der Warnsignale allerhöchste Vorsicht auf der Baustelle. Während der Durchfahrt der Züge auf dem Parallelgleis ruhen die Arbeiten, direkt danach setzt Baggerführer Ralf Feger den Zweiwegebagger wieder in Betrieb.

„Wenn die Züge auf dem Parallelgleis vorbeirauschen, müssen wir nur kurz pausieren – allerdings müssen wir drei- bis viermal pro Tag auch unser zu bearbeitendes Gleis verlassen, das kostet natürlich immer Zeit“, erklärt Steffen Feger, seines Zeichens Industriemeister Gleisbau und Triebfahrführer.

Und Zeit ist speziell auf dieser Baustelle ein besonders kostbares Gut: „Wir arbeiten hier für den Bauträger ITG rund um die Uhr, aufgeteilt in zwei 12-Stunden-Schichten. Innerhalb von sechs Wochen müssen die zwölf Kilometer fertiggestellt sein, also kommt es auf jede Minute Zeitersparnis an“, erklärt Steffen Feger. 

Baggerführer, Gleisbauspezialist und Lokführer

Da sowohl Steffen Feger als auch sein Onkel Ralf, der im Wechsel mit seinem Neffen den Zweiwegebagger fährt, als Gleisbauspezialisten auch Lokführer sind, sind die beiden auf der Baustelle voll in ihrem Element. Und durch den klugen Einsatz der Lehnhoff-Schnellwechselsysteme, ob mechanische, hydraulisch oder vollhydraulisch, greift ein Arbeitsschritt in den nächsten.

Der Juniorchef fasst zusammen: „Unser Betrieb arbeitet seit gut 20 Jahren problemlos mit Lehnhoff zusammen. Auf unsere Wünsche und Anforderungen reagiert das Lehnhoff-Team immer schnell und lösungsorientiert, auch bei individueller Anpassung der Anbaugeräte“.

Durch Modifikationen zusätzliche Flexibilität

Die ursprüngliche Hydraulik-Verrohrung am Bagger blieb erhalten und wurde nur dahingehend modifiziert, dass sowohl Variolock-Anbaugeräte als auch vorhandene hydraulische Geräte mit MS-Adapter angeschlossen werden können, daher ist eine volle Flexibilität garantiert.

Künftig sollen für den Maschinenpark bei Feger noch weitere Gleisbau-Anbaugeräte umgerüstet werden. Lehnhoff liefert und montiert dafür spezielle Variolock-Adapter, so dass auch Schienenschere, Stopfaggregat, Schwellenwechsler, Saugbox sowie Abbruchhammer mit dem Variolopck-Schnellwechsler aufgenommen werden können.

Auch Lehnhoff-Marketingleiter Rainer Matz steht mit dem Feger-Team im direkten Austausch und informiert sich vor Ort auf der Baustelle über den reibungslosen Arbeitsablauf mit den Lehnhoff-Schnellwechslern und Lehnhoff-Anbaugeräten: „Hier im Live-Einsatz bekommen wir ungeheuer wichtige Impulse für unsere Produktentwicklung, daher schätzen wir den unmittelbaren Austausch sehr. Und wenn wir dann sehen, dass unsere Anbaugeräte und Schnellwechsel-Systeme sich im Einsatz bewähren, bestärkt uns das natürlich“. 

FIRMENINFO

Lehnhoff Hartstahl GmbH

Rungsstr. 10-15
76534 Baden-Baden

Telefon: +49 (0)7223 / 966 0
Telefax: +49 (0)7223 / 966 10

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