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Krumbach Sonnig - Die Priorität entscheidet

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Krumbach Sonnig-goldene Oktobertage und ein milder November-Anfang können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Schnee kommt: Will heißen: Die öffentlichen Dienste müssen sich genauso wie Bürger und Verkehrsteilnehmer auf den Winter einstimmen. Lokale Straßenverwaltungen und die mit dem kommunalen Winterdienst befassten Stellen haben jüngst ihre Einsatzpläne abgesprochen. In der Stadt Krumbach teilen sich Stadtbaumeister Björn Nübel und dessen Stellvertreterin Ulrike Kühner sowie Bauhof-Leiter Günter Strobel die organisatorische und technische Abwicklung des kommunalen Winterdienstes.

Sicherheit und Umweltschutz sollen gewährleistet sein

Die diversen Arbeiten orientieren sich dabei an einem „differenzierten Winterdienst“ mit dem Ziel, einen Kompromiss zwischen Verkehrssicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Nicht auf allen Straßen und bei jeder Wetterlage wird dabei die gleiche Strategie angewendet, vielmehr richten sich die Maßnahmen nach der Verkehrsbedeutung. Günter Strobel: „Allgemein gilt es, dort einzusparen und im Winterdienst zurückzufahren, wo dies sinnvoll und machbar ist.“ Konkret bedeutet das: Streumittel und Salzverbrauch werden auf das zur Sicherheit notwendige Maß reduziert, und es können nicht alle Wünsche und Ansprüche in Sachen Räum- und Streudienst bis zum Optimum befriedigt werden.

Innerhalb des Stadtbereichs sind die Verkehrsverbindungen in verschiedene Streukategorien („Prioritätenliste“) unterteilt. Verkehrswichtige und gefährliche Stellen - etwa Gefällstrecken, scharfe Kurven - werden sinnvollerweise vorrangig bedient. Dann gibt es weitere Verbindungsstraßen wie Wohnsammelstraßen oder etwa reine Wohn- oder Nebenstraßen. Nach dieser Klassifizierung richtet sich auch der Einsatz von Räum- und Streufahrzeugen. Die Konsequenz wird sein, dass Bereiche höherer Priorität zuerst geräumt, gestreut und mit Salz versehen werden - Straßen mit geringerer Gefahrenstufe und Verkehrsbedeutung später geräumt werden.

Die Mannschaft des städtischen <link _top internal-link internal link in current>Bauhofs ist darauf eingestellt, den Räum- und Streudienst im Falle des Schneefalls oder wegen entstandener Eisglätte frühestmöglich am Morgen zu erledigen. Dies setzt voraus, dass in aller Früh die Einsatzleitung nach ersten nächtlichen Wettererkundungen die Order ausgibt, „was wann und wo gemacht wird“. Zum Einsatz kommt dann die Fahrer-Mannschaft mit den Räum- und Streufahrzeugen und auch der Räumdienst per Hand begibt sich auf Tour.

Kälte und weiße Pracht bringt freilich auch für den Bürger Pflichten mit sich: Insbesondere die Aufgabe, die Gehwege rund um Haus und Hof von Schnee zu räumen, von Eis zu befreien und sicher begehbar zu halten.

Die Herausforderung hat einen Namen: Räumpflicht! Und die bezieht sich auf den Hausbesitzer wie auch den Mieter, auf Anlieger an Straßen ebenso, wie es sogenannte Hinterlieger mit einbezieht.

Quelle: augsburger-allgemeine.de

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