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Kraftfahrzeugtechnik zum Anfassen: Trecker, Crashs und Versuchsfahrzeuge

Am Sonntag, den 17.06.2007, wird im Rahmen der "Ideenküche Braunschweig - Stadt der Wissenschaft 2007" von vier Instituten der Technischen Universität Braunschweig das "Menü für Kraftfahrzeugtechnik" veranstaltet.

Das Institut für Fahrzeugtechnik (IfF) wird zwei Crash-Versuche (um 11:00 sowie 15:30 Uhr) vorführen, wonach die freiwillige Feuerwehr Rüningen anschließend die Rettung des Dummys übernehmen wird. Die Versuche werden mit zwei Hochgeschwindigkeitskameras aufgezeichnet und die entsprechenden Filmaufnahmen werden anschließend vorgeführt. Zudem werden ein Experimentalfahrzeug für Fahrerassistenzsysteme, unterschiedliche Versuchs- und Prüfstände sowie ein Ausblick in die Zukunft von Fahrerassistenzsystemen vorgestellt. So wird es möglich sein, ein Versuchsfahrzeug mittels eines Joysticks zu steuern, zukünftige Sensorsysteme und ihre Funktionsweise kennen zu lernen als auch unterschiedliche Prüfstände zur Schaltkomfortoptimierung, Fahrwerk- und Dämpferabstimmung, sowie das große Schallmesshaus des IfF zu betrachten.

Die Demonstration moderner Hightech bei mobilen Arbeitsmaschinen führt an diesem Tag das Institut für Landmaschinen und Fluidtechnik (ILF) durch. Im Rahmen des alljährlichen Tags der mobilen Arbeitsmaschine, welcher dieses Jahr mit dem Tag der Verkehrssicherheit zusammen gelegt wurde, werden mit einem selbsfahrenden Großmähwerk, einem Feldhäcksler sowie einem Telehandler und verschiedenen Traktoren Maschinen aus dem landwirtschaftlichen Bereich vorgestellt. Besonders hervorzuheben ist der Umfang an modernster Technik auf den Maschinen, wie Touch-screen-Bedienung, GPS-Navigation, Autopilot und vollständige computergesteuerte Prozessüberwachung. Die Maschinen sind nicht nur "zum Anfassen" sondern zum Teil auch zum selber bedienen.

Ab 14:00h wird die Präsentation der Maschinen durch Fachvorträge hochrangiger Industrievertreter begleitet. Es werden Dr. Gabers (Vorstand Claas AG) über Trends in der Traktorenentwickung sowie Dr. Scheufler (Amazone Werke) über technologische Schritte in der Pflanzenproduktion berichten und Prof. Seiffert (Fa. WiTech) über Forschung und Ausbildung in Zusammenarbeit zwischen Industrie und Universität referieren.

Vom Institut für Verkehrssicherheit und Automatisierungstechnik (iVA) und seinen engen Partnern aus Forschung und Industrie werden aktuelle Forschungsvorhaben und Projekte vorgestellt. Hier ist neben dem Straßenverkehr auch der Schienenverkehr vertreten. Im Bereich des Straßenverkehrs werden das autonom fahrende Versuchsfahrzeug CarLa sowie das Projekt Gemini ("Genauigkeit satellitengestützter Bewegungsmesssysteme und Entwicklung einer Messplattform für Landfahrzeuge") präsentiert. Des Weiteren zeigt GAUSS die Konzeption zur Realisierung hochverfügbarer satellitenbasierter Ortungssysteme für sicherheitskritische Anwendungen des kommenden Galileo-Systems. Das DLR-Institut ("Institut für Verkehrsführung und Fahrzeugsteuerung") ist mit seinem ViewCar vertreten, welches es ermöglicht, das Fahrerverhalten während der Fahrt zu analysieren. Im Bereich des Schienenverkehrs wird das EU-Projekt "Selcat" der Öffentlichkeit vorgestellt werden: Es behandelt die generische Auslegung von hochsicheren Eisenbahnübergängen. Die Optimierung der Pünktlichkeit der Bahn ist daneben auch zentrales Anliegen des iVA: hierzu wird ein Konzept basierend auf genetischen Algorithmen an einem wirklichkeitsgetreuen Leitstand vorgestellt.

Für Studieninteressierte findet sich ein Informationsstand zum neuen Studiengang Mobilität und Verkehr (MoVe), der die Forschungsgebiete des iVA exzellent integriert.

Um 16:30 Uhr wird Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Eckehard Schnieder einen Vortrag über Verkehrssicherheit halten.

Neben den eigenen Exponaten beteiligen sich auch dieses Jahr wieder externe, öffentliche Verkehrssicherheitsinstitutionen und -verbände. So ist der TÜV-Nord mit einem Fahrsimulator und einem Informationsbus vertreten. Der ADAC präsentiert sein eCALL-Fahrzeug, das nach einem kritischen Unfall selbsttätig den Rettungsdienst benachrichtigt. In diesem Sinne stellt die Johanniter Unfallhilfe ein hochaktuelles Rettungsfahrzeug vom Typ Mercedes Benz Sprinter mit WAS-Aufbau vor. Die Verkehrswacht bringt seinen Rettungssimulator und Gurtschlitten mit. An diesen Exponaten kann das Publikum direkt die Auswirkungen eines Überschlages oder eines Auffahrunfalls am eigenen Körper spüren. Die Wirkung des Genusses von großen Mengen an Alkohol kann im nüchternen Zustand mittels Rauschbrillen in einem Parcours am Stand der Polizei Niedersachsen ausprobiert werden.

Das Institut für Konstruktionstechnik (IK) zeigt Crashsimulationen sowie neue Ansätze beim Karosseriebau.

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