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Klimaschutz: Die Techniken sind da!

Eine beeindruckende Vielfalt von ausgereiften Umweltprojekten aus ganz Österreich wurde beim „Energy Globe Award 2007“ in Wels präsentiert. 

Gesamtsieger ENERGY GLOBE AUSTRIA 2007 – Laudator Umweltminister DI Josef Pröll mit Gewinner Ing. Klaus Fronius und Dr. Ewald Wahlmüller. / Foto: Energie Globe Austria

Die Techniken sind da! Umweltschutz ist nicht mehr länger eine Frage des Könnens, sondern des Wollens und der Umsetzung.“ Mit diesen Worten brachte es Andrea Dober von der Firma „Solution Solartechnik“ bei der Verleihung des „Energy Globe Award 2007“ in Wels auf den Punkt.
Die Firma hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Solarenergie nicht nur zum Heizen oder für warmes Wasser, sondern auch zum Kühlen eingesetzt werden kann. Angesichts des Stromverbrauchs, der bei jeder Hitzwelle die Netze bis an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringt, ist das eine Zukunftstechnik. Hundertfach wird sie mittlerweile in ganz Europa erfolgreich angewandt.

Von solarer Kühltechnik bis zur Teppichreinigung

Die solare Kühltechnik war in Wels nur ein Beispiel unter den zahlreichen für den „Energy Globe“ nominierten Projekten aus ganz Österreich. Nominiert waren etwa vorbildliche Niedrigenergie-Lösungen im sozialen Wohnbau, bei Schulneubauten oder bei Schulsanierungen. Studenten der Technischen Universität Graz entwickelten ein einfaches, sieben Jahre wartungsfreies Gerät zur Gewinnung von Trinkwasser aus Luft, besonders praktisch anwendbar in Wüsten. Ein Wiener Teppichreiniger entwickelte ein absolut schadstofffreies, natürliches Verfahren zur Reinigung von Teppichen und Polstermöbeln. Das dabei entstehende Abwasser tut mit seinen natürlichen Reinigungsbakterien der Kanalisation sogar gut. Im Tiroler Unterinntal schafften es die Techniker einer großen Kläranlage mehr Strom aus den Faulgasen zu gewinnen, als die Anlage selbst verbraucht. In Kärnten wurde ein Wirbelkraftwerk entwickelt, das auch mit kleinen Wassermengen und geringen Fallhöhen Strom erzeugen kann. Gleichzeitig wird damit die Wasserqualität verbessert. Eine burgenländische Gemeinde beeindruckte mit einem ökologischen Gesamtkonzept, das von der Wasserversorgung der Schule bis zur Strom sparenden Straßenbeleuchtung reicht.

Pongauer Biomasse mit dabei

Aus Salzburg war die „Bio Energie Pongau“ nominiert. Die Bischofshofener sind eine der größten Fernwärme-Erzeuger aus Biomasse in Österreich. Sie versorgen mittlerweile 465 Kunden, darunter große Abnehmer wie die Firma Liebherr, Wohnsiedlungen, Krankenhaus oder Kaserne mit Fernwärme aus heimischem Holz. Gute Technik garantiert dabei geringen Schadstoffausstoß und ermöglicht auch noch die zusätzliche Gewinnung von Ökostrom mittels Wärmerückgewinnung.
Österreichischer Gesamtsieger des „Energy Globe“ 2007 wurde die oberösterreichische Firma Fronius. Der Hersteller von Schweißsystemen und Solarelektronik realisierte in seinem neuen Werk in Sattledt eine betriebsinterne Transportlogistik auf Basis von Wasserstoff und Brennstoffzelle. Der Wasserstoff wird mit Strom aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage gewonnen. Diese versorgt zusätzlich das Werk mit 37.000 Quadratmetern Nutzfläche gemeinsam mit einer Biomasse-Anlage zu 90 Prozent mit der benötigten Energie. Fronius wird Österreich im nächsten Jahr beim internationalen Energy Globe Award in Brüssel vertreten.
Der „Energy Globe Award“ ist die Idee des Gmundner Unternehmers Wolfgang Neumann. Seine private Initiative ist in den letzten acht Jahren zu einem der bedeutendsten Umweltpreise weltweit geworden. Verleihungen fanden unter anderem in Japan, in Kanada und im Plenarsaal des Europaparlaments in Brüssel statt.

Quelle: salzburger fenster

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