Dazu fanden auf höchster Verwaltungsebene unter der Leitung der Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr und Guido Rahn erste Abstimmungsgespräche statt, an denen Hauptamtsleiter Walter Lassek und Bauamtsleiter Eric Schaecher (beide Bad Vilbel) sowie Verwaltungsleiter Hans-Jürgen Schenk (Karben) teilnahmen.
Ziel ist es, Aufgabenstellungen und Arbeitsbereiche zu finden, die man gemeinsam erledigen kann. Mit der interkommunalen Zusammenarbeit sollen Synergieeffekte und finanzielle Einsparungspotentiale genutzt werden.
Als erste mögliche Themen wurden erörtert:
- Für die Kanaluntersuchung und Kanalspülung besitzt die Stadt Bad Vilbel einen eigenen Spülwagen. Die Stadt Karben dagegen vergibt hierzu Aufträge an Fremdfirmen. Zukünftig kann der Spülwagen auch in der <link _top internal-link internal link in current>Stadt Karben eingesetzt werden. Die Auslastung des Fahrzeugs ist besser, die Stadt Karben muss keine Aufträge vergeben, spart Geld und zahlt geringere Leihgebühren an Bad Vilbel, die dafür nun Einnahmen verbuchen kann.
- Angedacht wird auch eine engere Zusammenarbeit beider <link _top internal-link internal link in current>Bauhöfe, die im übrigen nur wenige Kilometer von einander entfernt liegen. Bad Vilbel führt bei Schnee ein Nassstreuen durch. Dazu wird eine besondere Lauge versprüht, die den Schnee zum schmelzen bringt. Das Nassstreuen ist effektiver als Splitt. Die Stadt Karben könnte Füllungen aus dem Tank des Bauhofes Bad Vilbel erhalten und müsste sich dafür keinen eigenen Tank bauen.
- Außerdem streben beide <link _top internal-link internal link in current>Städte einen gemeinsamen Personalpool von Bürgerarbeitern an. Bürgerarbeiter/innen werden im vom Bundesfamilienministerium geförderten Projekt "Eltern zurück in den Beruf" eingesetzt. Für den Wetteraukreis stehen hier 400 bewilligte Plätze von Bürgerarbeiter/innen zur Verfügung, die über die JobKomm vermittelt werden. Karben will hier so viele Bürgerarbeiter/innen wie möglich einsetzen, die auch für gemeinnützige Vereine tätig werden können. Da die Personen wie städtische Mitarbeiter verwaltet werden müssen, wollen Karben und Bad Vilbel diese Aufgabe gemeinsam bewältigen.
- Gleichfalls wird überlegt, ob eine Zusammenarbeit im Bereich Freiwilliges ökologisches bzw. soziales Jahr möglich ist, so dass hier nur eine Verwaltung als Dienststelle fungiert.
- Bei den Baumkontrollen vergibt die <link _top internal-link internal link in current>Stadt Bad Vilbel Aufträge an private Gutachter, während Karben qualifizierte Baumkontrolleure in der Stadtverwaltung beschäftigt hat, die in Bad Vilbel zukünftig die Baumkontrollen mit übernehmen können. Natürlich gegen Abrechnung.
- Zur Überwachung des fließenden Verkehrs können beide Städte gemeinsam entsprechende digitale Geräte anschaffen und zusammen nutzen. So braucht nicht jede einzelne Stadt sich separate Gerätschaften anschaffen. Hiermit können Investitionsmittel eingespart werden.
- Des weiteren wird über eine gemeinsame Materialbeschaffung nachgedacht. Größere Menge können kostengünstiger beschafft werden. Hierzu bedarf es jedoch zunächst weiterer, organisatorischer Überlegungen.
Für diese Aufgabenfelder soll nun in weiteren Arbeitsschritten die Kooperation geprüft und vorbereitet werden. Darüber hinaus werden in weiteren Gesprächsrunden noch zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten überlegt.
Denn die beiden Bürgermeister Dr. Stöhr und Rahn sind sich einig, dass durch die gemeinsame Zusammenarbeit der Städte viel Geld eingespart werden kann und dies bei gleichbleibender Leistung für die Bürger !
Quelle: bad-vilbel-online.de