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Kärcher Sicherheitssauger – Eichenprozessionsspinner effektiv und umweltschonend bekämpfen

Seit einigen Jahren ist er dank Klimawandel und fehlender natürlicher Feinde auf dem Vormarsch: der Eichenprozessionsspinner. Dort, wo Menschen leben, kann er zum Gesundheitsrisiko werden – Ausschlag, Atemnot oder Schockreaktionen können die feinen Brennhaare auslösen. Chemische oder biologische Gegenmaßnahmen sind zwar realisierbar, doch werden dadurch häufig auch andere Arten geschädigt. Ein befallener Baum an einer KiTa oder im Stadtpark muss definitiv auf andere Art und Weise von den Schädlingen befreit werden. Eine mechanische, umwelt- und anwenderfreundliche Methode ist das Aufnehmen von Insekten und Nestern mit geprüften und zertifizierten Sicherheitssaugern der Staubklasse H. Sicherheitsfiltersets ermöglichen die gefahrlose Entsorgung bis zur Verbrennungsanlage und machen das Problem für Kommunen ohne großen Aufwand lösbar.

Fakten rund um den Eichenprozessionsspinner
Im Gegensatz zu anderen Schädlingen ist der Eichenprozessionsspinner eine einheimische Art, die lange Zeit nicht groß aufgefallen ist und höchstens lokal für Probleme sorgte. Seit einigen Jahren jedoch hat sich das Gefahrenpotenzial durch Massenvermehrung erhöht, sowohl in den Niederlanden, Belgien und Frankreich als auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Gründe dafür sind unter anderem die zunehmende Anpflanzung von Eichen an Straßen und damit in der Nähe von Wohngebieten, der fehlende Unterwuchs bei diesen Pflanzungen, das milde Klima sowie die hohe Anpassungsfähigkeit des Insekts. Die Populationen der natürlichen Feinde hingegen sind nicht im gleichen Maße gewachsen, sodass eine zunehmende Ausbreitung zu beobachten ist.

Der Eichenprozessionsspinner ist die Larve eines unauffälligen Nachtfalters, der zwischen Juli und September schlüpft. Zwar legen viele Weibchen danach ihre Eier in unmittelbarer Nähe der Stelle ab, wo sie geschlüpft sind, doch der Radius erweitert sich pro Jahr im Schnitt um 7,5 Kilometer. Die Weibchen legen die Eier zur Befruchtung häufig auf die Zweige junger Eichen, auch Bodennester am Fuß der Eichenstämme sind möglich.

Beim Schlüpfen sind die Raupen orange, später ändert sich die Farbe in graugrün, mit einem helleren Bereich an den Seiten. Danach entstehen, in Bürsten angeordnet, die sogenannten Brennhaare, die leicht abbrechen und für die gesundheitlichen Probleme verantwortlich sind. Diese treten vor allem in den Monaten Mai und Juni auf, wenn die Haare entwickelt werden, sowie im September und Oktober, wenn sich die abgefallenen Haare aus den Nestern weiterverbreiten. Bei massenhafter Ausbreitung betrifft die Gefahr nicht nur Menschen und Nutztiere, auch ein Kahlfraß an den betroffenen Eichen ist die Folge.


Risikoanalyse, Beobachtung & Co.
Da die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners in den Niederlanden bereits sehr früh in den 1990er Jahren begonnen hat, wurden dort Pläne zur Eindämmung sowie Leitlinien entwickelt, die für Kommunen in Deutschland durchaus als Vorbild dienen können. Zunächst wird eine Risikoanalyse empfohlen, um zu ermitteln, wo im Verwaltungsgebiet ein Befall auftreten kann. Hinzu kommt die Frage, ob in möglicherweise betroffenen Gebieten Menschen oder Nutztiere leben. Dort sollte eine Beobachtung bzw. Registrierung stattfinden, um festzustellen, ob größere Populationen bestehen oder zu befürchten sind. Pheromon- oder Lichtfallen können beispielsweise dazu eingesetzt werden, weibliche Falter zu fangen und somit eine realistische Einschätzung zu vorhandenen Eipaketen und Nestern zu treffen. Wurde ermittelt, wo akut Gesundheitsgefahr besteht, lässt sich entscheiden, welche Bekämpfungsmethoden infrage kommen.

Ist ein flächendeckend starker Befall zu befürchten, kann lokal mit biologischen oder chemischen Mitteln gearbeitet werden. Dies allerdings nur dann, wenn es sich um von Menschen weniger stark frequentierte Gebiete handelt und keine Schädigung geschützter Arten zu befürchten ist. In allen anderen Fällen empfiehlt sich die manuelle Bekämpfung durch Einsaugen und Einaschen, die von Experten durchgeführt werden sollte.

Starke Sauger: passende Technik hilft bei Bekämpfung
Noch gibt es in Deutschland keine rechtlichen Vorgaben zum Vorgehen bei Eichenprozessionsspinnerbefall. Empfohlen werden allerdings Sicherheitssauger der Staubklasse H – inklusive Sicherheitsfilterset zur gefahrlosen Entsorgung. Diese Modelle sind häufig auch für Asbestsanierung (in diesem Fall gekennzeichnet mit der TRGS 519-Zertifizierung) und viele weitere gesundheitsgefährdende Anwendungen zugelassen.

Unerwünschte Partikel – auch die feinen Brennhaare – werden meist in einem Sicherheitsfilterbeutel aus Vlies aufgenommen, der zusätzlich in einem Transportbeutel aus Kunststoff gesichert wird. Manche Hersteller bieten alternativ die Möglichkeit, einen PE-Entsorgungsbeutel ohne innenliegende Vliesfiltertüte zu verwenden. Die Kosten für Verbrauchsmaterialien liegen dabei im Vergleich zu klassischen Sicherheitsfiltersets deutlich niedriger. In dicht verschließbaren Behältern werden die Beutel mit den eingesaugten Raupen und Brennhaaren gelagert und nach Abstimmung und Anmeldung in einer Müllverbrennungsanlage verbrannt.

Ein zusätzlicher Vorteil bei H-Saugern mit PE-Entsorgungsbeuteln besteht darin, dass die Filterabreinigung nach dem sogenannten Gegenstromprinzip weiterhin genutzt werden kann. Immer dann, wenn der Filter mit Schmutz zugesetzt ist, wird er in Gegenrichtung mit Außenluft durchgespült. So lässt sich dauerhaft eine hohe Filtrations- und Saugleistung sicherstellen.

Wählt man Modelle mit Edelstahlsaugrohren und elektrisch leitendem Zubehör, besteht für Anwender keine Gefahr durch statische Entladung. Kleine Sauger mit einem Behältervolumen von 30 Litern lassen sich für den mobilen Einsatz auch auf kleinen Hebebühnen problemlos nutzen. Ein Betrieb mit handelsüblichen Stromgeneratoren bei 220 bis 240 V und 50/60 Herz sollte beim ausgewählten Sauger ebenso möglich sein wie die Stromversorgung über ein Verlängerungskabel in der Nähe von Gebäuden.

Schutzausrüstung: Keine Gefahr für Anwender
Auch professionelle Anwender, wie Mitarbeiter der örtlichen Feuerwehr oder Schädlingsbekämpfer, sind vor den Brennhaaren der Eichenprozessionsspinner nicht gefeit. Insofern ist die Einhaltung aller Vorschriften zur Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) besonders wichtig, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Dazu zählen Schutzanzug, Handschuhe sowie Atemschutzmasken.

Allergische Reaktion: Tipps für Bürger
Nach Berührung mit den Brennhaaren oder den Raupen selbst sollte man auf keinen Fall an der betroffenen Hautpartie kratzen oder reiben. Haut und/oder Augen sind gründlich zu spülen, betroffene Kleidungsstücke sollten mit mindestens 60°C gewaschen werden. Leichte Beschwerden lassen sich durch Cremes mit Menthol oder Aloe Vera lindern und klingen nach etwa zwei Wochen ab. Bei starken Beschwerden sollte ein Hautarzt aufgesucht werden; außerdem ist es empfehlenswert, die Probleme dem zuständigen Förster, der Gemeinde oder dem Gesundheitsamt zu melden.

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