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Jubiläumsmaschine krönt Jubiläumsjahr: 60 000. Cat Minibagger ausgeliefert

Einen symbolischen Rekord zum 60-jährigen Jubiläum ihrer Zusammenarbeit gab es für Caterpillar und Zeppelin. Pünktlich zur Feier ihrer Partnerschaft, die 1954 eingeläutet wurde, rollte der 60 000. Cat Minibagger im englischen Caterpillar Werk Leicester vom Band und machte sich auf in Richtung Deutschland. Sein Ziel: die Bundeshauptstadt Berlin. Dort übernimmt er im Betrieb von Dogan Tief- und Straßenbauarbeiten und soll etwa beim Verlegen von Kabeln und Rohrleitungen mitwirken. Die Jubiläumsbaumaschine ist Teil eines Pakets zehn neuer Cat Minibagger 301.7D, welche die Zeppelin Niederlassung Berlin und ihr leitender Verkaufsrepräsentant Bernd Neumann liefern durften.

Mit Minibaggern von Cat wird seit 2007 gearbeitet, konkret mit den Modellen 301.6 und 301.8. Sukzessive wurde die Zusammenarbeit bei Dogan mit Zeppelin intensiviert. „Erst mussten die Fahrer Vertrauen in die Technik entwickeln und ihre eigenen Erfahrungen sammeln. Dabei hat sich gezeigt: Was wir versprochen haben, hat sich hinterher auch eingestellt“, verdeutlicht Bernd Neumann. So kam der neue Folgeauftrag zustande. Bei Dogan steht nach rund 3 000 Betriebsstunden im Schnitt ein Geräteaustausch an. „Größere und weitere Aufträge führten dazu, dass sich unser Betrieb bei seiner jüngsten Investition für eine Flotte an zehn Minibaggern vom Typ 301.7D entschieden hat“, so Tayfun Turan, Bauleiter, zuständig vom technischen Einkauf und Schwiegersohn des Firmengründers Cem Dogan. Zu jedem Minibagger kommt ein Pritschenwagen dazu, um die Geräte schnell zum nächsten Einsatzort befördern zu können.

Die Investitionen in die Minibagger-Maschinentechnik bringen Verbesserungen mit sich. So zeichnen sich die Geräte durch einen längeren Stiel aus, was die sich auf die Reichweite und Grabkräfte auswirkt. Und die neuen Minibagger sprechen direkter an als ihre Vorgänger. „Die Geräte reagieren schneller beim Schwenken und Greifen“, haben die Fahrer schon nach kurzer Zeit festgestellt. Das Unternehmen analysiert nicht nur regelmäßig die Leistung, Taktung oder Arbeitszeit, sondern auch den Spritverbrauch und legt den Einsatzradius der Maschinen fest, was dem Diebstahlschutz dient.

1998 machte Caterpillar mit dem Einstieg in das Minibagger-Geschäft Nägel mit Köpfen. Dass 2014 der 60 000. Minibagger unter gelb-schwarzer Flagge in Produktion gehen und somit Erfolgsgeschichte schreiben würde, hätte man Mitte der 1990er-Jahre nicht erwartet, als der weltweit größte Baumaschinenhersteller mit der Entwicklung der Kompaktgeräte begann. „Die Gerüchteküche brodelte schon monatelang. Mit großer Aufmerksamkeit wurde der Einstieg von Caterpillar in den Markt der Mini- und Kompaktmaschinen verfolgt. Zur bauma 1998 stellte das US-Unternehmen die 1,7- und 2,7-Tonnen-Minibagger 301.5 und 302.5 als erste Vertreter einer gänzlich neuen Baureihe vor“, schrieb Fachbuchautor Heinz-Herbert Cohrs unter dem Titel: „Cat & Zeppelin - ein halbes Jahrhundert in Deutschland“. Hintergrund der Entwicklung: Kompaktmaschinen erlangten für die Baumaschinenhersteller seit den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Denn große Bauvorhaben, wie sie in Zeiten des Deutschen Wirtschaftswunders gang und gäbe waren, sind seltener geworden. Dafür dominieren immer mehr innerstädtische Baumaßnahmen, die nach kleinen und wendigen Helfern auf der Baustelle verlangen.  

 
Ein Trend, den auch das Unternehmen Dogan bestätigt: „Im innerstädtischen Bereich sind Minibagger nicht mehr wegzudenken. Wir arbeiten viel entlang von Gehsteigen und müssen mit extrem wenig Platz auskommen. Ein Mobilbagger wäre für unsere Arbeiten einfach zu groß.“ Diese Aussage bezieht sich nicht nur auf einen Geräteeinsatz in der Bundeshauptstadt, sondern das Unternehmen ist deutschlandweit tätig. Mit den großen Energieversorgern des Landes bestehen Jahresverträge. „Unsere Auftraggeber legen Wert auf neueste Technik. Nun können wir ihnen mit der neuen Gerätetechnik demonstrieren, dass wir noch flexibler arbeiten können“, verdeutlicht Tayfun Turan. Ein Aspekt der insbesondere dann zählt, wenn Störungen zu beheben sind. Denn der Störungsdienst rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr gehört zu einen der Stärken, die Dogan ausmacht. Wie schnell das Unternehmen tatsächlich agieren kann, zeigte sich 2011: Der Deutsche Bundestag war wegen eines Kabelschadens vom Strom abgeschnitten. Auch das Bundeskanzleramt war kurzzeitig betroffen. Das Straßen- und Tiefbauunternehmen stellte sicher, dass kurze Zeit später wieder Strom fließen konnte.

Damit man selbst bei seinen Arbeiten Leitungsschäden vermeidet, erhielten die neuen Minibagger Tieflöffel mit Schneide statt Zähnen. „Damit können Baggerfahrer das Material besser abziehen. Außerdem wollen wir so Leitungsschäden umgehen“, erklärt der Bauleiter, der die verschiedenen Funktionen der Kompaktgeräte selbst ausprobiert hat.  Gerade den Berliner Untergrund durchziehen Unmengen an Versorgungsleitungen – um sie nicht zu beschädigen, wenn Arbeiten im Untergrund ausgeführt werden, hat sich die Schneide bewährt.

„Bei den Baumaschinen zeigt sich die Qualität bei der Betreuung und Flexibilität“, so Tayfun Turan. Das bezieht er auf die Möglichkeit, Spitzen durch Mietgeräte auszugleichen. „Deutschlandweit stehen uns alle Zeppelin Niederlassungen und Mietstationen zur Verfügung, die unseren Mitarbeitern bei Fragen oder im Fall von Reparaturen weiterhelfen. Überall können wir uns auf eine Kundennummer beziehen. Das erleichtert die Abwicklung, Rechnungsstellung und Verwaltung ungemein.  Und deswegen macht sich die Zusammenarbeit für uns bezahlt, weil es so einfach ist“, fasst der Bauleiter die Vorteile zusammen.

Das gilt nicht nur für Dogan, sondern auch für  die D.T.B. GmbH, ein weiteres Unternehmen des Firmengründers, der in Summe 120 Mitarbeiter beschäftigt. Auf den Baustellen arbeiteten Kolonnen mit bis zu drei Mitarbeitern – der Kolonnenführer übernimmt die Aufgabe des Baggerfahrers und ist für die Baustelle zuständig. Derzeit sind 30 Kolonnen in Deutschland im Einsatz.

Auch wenn die Wurzeln in Deutschland liegen, ist das Unternehmen multikulturell aufgestellt, was sich nicht nur an der internationalen Belegschaft zeigt, sondern am Firmengründer, der aus der Türkei stammt und dem es gelang, hier Fuß zu fassen und eine Existenz aufzubauen. „Seit der Gründung von D.T.B und Dogan haben wir sehr hart gearbeitet, um Vertrauen herzustellen und durch Leistung zu überzeugen. So ist es gelungen, direkte Aufträge an Land zu ziehen und dadurch konnten wir wachsen und in zehn neue Kompaktmaschinen investieren“, berichtet Tayfun Turan. Dass ausgerechnet der 60 000. Minibagger dazu gehört, war dann für ihn und die Mitarbeiter eine große Überraschung.  

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