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Jochen Welz setzt beim richtigen Schnitt auf Heckenprofis von Dabekausen

Effizienzsteigerung steht bei Anschaffung im Fokus

Von: Michael Loskarn

Zwei John Deere Traktoren im typischen Grün rollen um die Ecke. Beide mit Mähauslegern im Frontanbau. Auf dem Buckel tragen die Fahrzeuge große Auffangbehälter, die über mächtige Saugschläuche mit dem Mähkopf verbunden sind. Der Fahrer des ersten Traktors stellt das Schneidwerkzeug hochkant, um der Hecke am Sportplatz den richtigen Schnitt zu verpassen, denn sie ragt bereits einen guten halben Meter in den Fußweg. Im Abstand von wenigen Metern folgt die zweite Mäheinheit – ein exaktes Pendant der ersten – und sorgt mit waagrecht stehendem Mähkopf für die passende Höhe des Gewächses. Alles geht äußerst flugs, immerhin rücken die Fahrer der Müller Forst- & Landschaftspflege GmbH der Hecke mit zwei Heckenprofis von Dabekausen bzw. McConnel auf den Pelz. Durch die Absaugung gelangt das Schnittgut direkt in den Auffangbehälter. Im Gegensatz zur früheren Arbeitstechnik mit dem Doppelmesser entfallen somit die kompletten Aufräumarbeiten des Schnittguts, was eine extreme Zeitersparnis und Arbeitserleichterung bedeuten.

„Vor mehr als vier Jahren stand für mich fest: Unsere Schneidarbeiten bei Zierhecken müssen effizienter werden“, schildert Jochen Welz, Geschäftsführer ebenjener Müller GmbH. Zwar komme der Einsatz von zwei Maschinen bei einem Kunden eher selten vor, es sei denn der Kunde habe ein größeres Projekt bzw. wünsche eine schnelle Durchführung der Arbeiten, ergänzt Welz. Über Ausstellungen und gründliche Internet-Recherche stößt der 38-Jährige auf den Heckenprofi von Dabekausen. „Ich war auf der Suche nach einer Maschine, die uns einerseits die Arbeit erleichtern, andererseits natürlich auch zur Effizienzsteigerung beitragen sollte“, erinnert sich der zweifache Familienvater. Will heißen: In kürzerer Zeit sollte mehr Arbeit erledigt werden – mit weniger Personal. Letztlich schien der Heckenprofi dieser Herkulesaufgabe am ehesten gerecht zu werden. Ein Telefonat und kurze Zeit später stand die erste Maschine auf dem Firmengelände der Müller GmbH in Eppingen-Elsenz – rund 30 Kilometer von Heilbronn entfernt. „Einen Tag haben wir das Gerät getestet, dann entschied ich schnell“, sagt der Chef. Und das, obwohl damals noch unklar war, „ob der rotierende Schnitt bei unseren Kunden“ überhaupt gefragt ist.

„Mir war wichtig, die neueste Generation zu haben“

Drei Jahre lieferte die Maschine treue Dienste. Aber, Welz war eine nicht genug. Um dem Arbeitsaufkommen entsprechend nachkommen zu können, und um auf dem neusten Stand der Technik zu sein, hatte er Mitte vergangenen Jahres die Gebrauchtmaschine den Niederländern, die seit etwa drei Jahrzehnten als Generalimporteur für McConnel-Maschinen tätig sind, einfach zurückgegeben. Ende des Jahres kaufte er eine zweite dazu: Zwei baugleiche Heckenprofis mit Absaugvorrichtung und Auffangbehälter an bzw. auf je einem John Deere 4066R stehen nun zum Einsatz bereit. „Mir war wichtig, die neueste Gerätegeneration zu haben – auch was die Ersatzteilthematik betrifft. Außerdem sollten die Kunden nicht sagen können: Ich will die Neue“, erläutert der Vater zweier Söhne. „Ich wollte mit der zweiten Maschine Ausfällen vorbeugen bzw. Spitzen brechen.“ Denn, Jochen Welz hat lieber mehr Kapazität als zu wenig. Immerhin sind zwischenzeitlich im Zeitraum von Mitte Juni bis Ende September zwei Mann hinter den Steuerrädern der Heckenprofis zu nahezu 80 Prozent ausgelastet.


„Es hat alles gut geklappt. Klar, ein paar Ersatzteile haben wir gebraucht – aber, 90 Prozent der Reparaturen erledigen wir selbst“, zeigt sich der gelernte Land- und Baumaschinenmechanikermeister zufrieden. Bei den aktuellen Geräten laufe bisher auch alles recht problemlos, zwar seien „ein paar Sachen nachgeschweißt“, hier und da mal „Nachbesserungen“ erledigt sowie „Kleinigkeiten“ repariert worden. Allein, „nach der Saison kommen die Heckenprofis ins Werk und werden entsprechend nachgebessert, das ist für mich in Ordnung“. Schließlich dürfe man nicht aus den Augen verlieren, dass unter Grenzbelastungen der Maschine gearbeitet werde. „Alles ist fein und klein gebaut, um Gewicht zu sparen. Übrigens ein Grund, weshalb ich mich auch gegen den schwereren Fendt 200V als Trägerfahrzeug entschieden habe.“

Sechs Festangestellte sowie Senior-Chef Karl-Heinz Müller und weitere zehn Aushilfen sind bei der Müller GmbH in Lohn und Brot. Wichtig für Welz in Zusammenhang mit dem Heckenprofi: „Du brauchst gute Fahrer, die mitdenken und wissen, was die Maschine leisten kann.“ Zumal die Heckenprofis laut Welz im Dauereinsatz sein sollten, um die Investition zu refinanzieren. Grundkenntnisse seien zwar in zwei Tagen vermittelt, bis ein Fahrer jedoch die Maschine „richtig bedienen“ könne, dauere es zwei bis drei Wochen, ist sich der Schwabe sicher. Und, weil sich Welz gegenüber der Konkurrenz über Leistung abheben will, hat er in den vergangenen Jahren in verlässlich-funktionierende Maschinen und gut ausgebildetes Personal investiert. Kein Wunder, dass die beiden Müller-Fahrer schneller die riesige Hecke um den Sportplatz zurechtgestutzt haben, als Geschäftsführer Welz und der bauhof-online-Chronist über Technik im harten Arbeitsalltag sprechen können.

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