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IPAF Datenbank verzeichnet im ersten Halbjahr 2013 weltweit 28 tödliche Unfälle mit Hubarbeitsbühnen

Im ersten Halbjahr 2013 ereigneten sich nach Auswertung der IPAF Unfalldatenbank weltweit 28 tödliche Unfälle mit Hubarbeitsbühnen.

Die Hauptunfallursachen waren: Umkippen (10), Sturz aus dem Arbeitskorb (9), Einklemmen (5), Stromschlag (3) und Kollision mit Hubarbeitsbühne (1).

Dreizehn der tödlichen Unfälle ereigneten sich mit Teleskop-Hubarbeitsbühnen (Booms - 3b), zehn mit Scherenarbeitsbühnen (3a) und drei mit LKW-Arbeitsbühnen (1b). In zwei Fällen ist der Arbeitsbühnentyp nicht bekannt.

Dreizehn der Unfälle ereigneten sich in den USA, jeweils zwei in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden und jeweils einer in Armenien, Irland, Kanada, Malaysia, Norwegen, Spanien und den VAE.

Mit der Bekanntgabe dieser Zahlen hat IPAF auch die vorläufigen Ergebnisse für 2012 aktualisiert, nachdem ein zuvor nicht erfasster Unfall gemeldet wurde, der sich im Oktober 2012 in Kanada ereignete. Damit steigt die Anzahl der tödlichen Unfälle für 2012 von 31 auf 32.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012, für das 17 Unfälle mit Todesfolge gemeldet wurden, stieg die Anzahl der in der ersten Hälfte 2013 erfassten tödlichen Unfälle um rund 65 %. IPAF vermutet jedoch, dass für diesen Anstieg eine bessere Erfassung der Unfälle in der Unfalldatenbank verantwortlich ist, statt tatsächlich gestiegene Unfallzahlen.

Während die Hauptunfallursachen im ersten Halbjahr 2012 recht gleichmäßig verteilt waren, steigt im Vergleichszeitraum 2013 die Anzahl der tödlichen Unfälle durch Umkippen der Arbeitsbühne und durch Stürze aus dem Arbeitskorb. An den Unfällen im ersten Halbjahr 2012 waren mehr Teleskop-Hubarbeitsbühnen (Booms - 3b) und LKW-Arbeitsbühnen beteiligt. Im ersten Halbjahr 2013 waren indes mehr Teleskop-Hubarbeitsbühnen (Booms - 3b) und Scherenbühnen (3a) beteiligt.

„Aufgrund der IPAF-Konjunkturberichte für den Mietmarkt schätzen wir, dass weltweit über eine Millionen Hubarbeitsbühnen im Einsatz sind“, sagt IPAF-Geschäftsführer Tim Whiteman. „Jeder Unfall ist ein Unfall zu viel, aber diese Zahlen zeigen, dass Hubarbeitsbühnen nach wie vor eine sicheres Zugangsmittel für zeitlich begrenzte Höhenarbeiten darstellen.“

„Die Genauigkeit der Daten beruht darauf, dass Benutzer von Hubarbeitsbühnen und andere Personen alle ihnen bekannten Unfälle mit Todesfolge auf Opens external link in new windowwww.ipaf.org/accident oder direkt an einen IPAF-Mitarbeiter melden“, sagt IPAFs Technischer Referent Chris Wraith. „Die Vollständigkeit der Daten kann nicht gewährleistet werden, aber wo immer nötig werden die Angaben überprüft. Die Daten werden nach Eingang neuer relevanter Informationen aktualisiert.“

IPAFs Unfalldaten beruhen auf Informationen, die aus unterschiedlichen Quellen stammen: Direkt an die IPAF-Unfalldatenbank auf Opens external link in new windowwww.ipaf.org/accident gemeldete Unfälle, Informationen von IPAF-Mitarbeitern auf der ganzen Welt und Informationen aus Pressemitteilungen und Nachrichten.

Alle Hersteller, Verleihfirmen, Bauunternehmer und Anwender sind aufgefordert, jeden bekannten tödlichen und schweren Unfall mit Hubarbeitsbühnen und Mastkletterbühnen weltweit an die IPAF-Unfalldatenbank zu melden. Das Projekt steht IPAF-Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern offen, auf Wunsch können Unfälle auch anonym gemeldet werden.

Sämtliche Daten werden streng vertraulich behandelt und es werden keine näheren Informationen zu den Unfällen an Dritte oder an Behörden weitergegeben, wenn dies nicht gesetzlich verlangt wird. Die einzige Ausnahme besteht darin, dass der Hersteller einer an einem tödlichen Unfall beteiligten Arbeitsbühne Grundinformationen über den betreffenden Unfall erhält.

Anmeldung und Melden von Unfällen mit Hubarbeitsbühnen oder Mastkletterbühnen auf Opens external link in new windowwww.ipaf.org/accident

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