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INTERFORST 2022 Digitalisierung in der Forst- und Holzindustrie

Pressemitteilung | Lesedauer: min | Bildquelle: Interforst

Besser planen, reagieren, kommunizieren, vermarkten: Mit digitalen Geländemodellen, simulierten Wachstumsprozessen, Sensortechnik für die Waldzustandsmessung und dem Vernetzen von Teilnehmern in der Wertschöpfungskette wird Digitalisierung zu einem Teil der Geschäftsstrategie rund um Wald und Holz. Die Aussteller auf der INTERFORST (17. bis 20. Juli) in München haben Lösungen rund um IT und Digitalisierung für die Forstwirtschaft im Portfolio.

Denn das Entwicklungspotenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft: So zeigt eine jüngst veröffentlichte Studie der Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V., dass die digitale Wertschöpfungskette in vielen Details noch in der Umsetzungsphase steckt. Das Bewusstsein ist bei vielen Akteuren in der Forst- und Holzbranche vorhanden: So geben 94 Prozent der Befragten an, der Digitalisierung aufgeschlossen gegenüberzustehen. Vorteile werden insbesondere im papierlosen Datenmanagement, in der Transportkosten-Optimierung, einem Just-in-Time-Warenfluss und in einer verbesserten Maschinenauslastung gesehen.

Oft sind insbesondere bei der Holzernte die digitalen Tools außerhalb der Maschinen noch nicht verbreitet, was einer unzureichenden Mobilfunknetz-Abdeckung sowie fehlenden Standards in der Forst-Holz-Kommunikation geschuldet ist. Doch insgesamt ist die Digitalisierung – auch in der traditionsbewussten Branche Forst und Holz – bei der Gestaltung der eigenen Prozesse bereits in der Umsetzungsphase: 31 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass Digitalisierung fester Bestandteil der Geschäftsstrategie ist und 61 Prozent verfolgen einzelne digitale Projekte.


Mit Daten in die Forstwirtschaft der Zukunft

Bei der Auswahl einer passenden digitalen Lösung oder bei der Planung zukünftiger Investitionen in digitale Technik haben Besucher der Messe die Möglichkeit, ihre eigenen Schwerpunkte zu setzen. Im Waldmonitoring können mit optimierten Sensoren und verbesserter Vernetzung die Datenpunkte als Grundlage für fundierte Entscheidungen herangezogen werden. Drohnen-gestützte Systeme mit LiDAR-Daten (Light detection and ranging) liefern hochgenaue Punktdaten für digitale Geländemodelle, die alle realen Bedingungen im Forst abbilden und Veränderungen deutlich machen.

Wird diese Sensorauswertung mit aktuellen Wetterdaten kombiniert, ergibt sie eine umfassende Datenbasis für die digitale Waldbeobachtung. Für den zielgerichteten Waldumbau können so beispielsweise zusätzliche Informationen zum Waldzustand gewonnen und standortbezogen optimierte Pflanzstrategien verfolgt werden. Maschinenbezogene Anwendungen wie etwa die Steuersysteme für Harvester und Forwarder sind im Angebotsportfolio der Maschinenhersteller verfügbar und bieten mit neuen Funktionalitäten optimierte Arbeitsbedingungen in der Holzernte. Ebenfalls mit Optimierungen warten die Anbieter von 3D-Vermessungs- und Erfassungssoftware auf, die mit App-Technik noch bessere Handhabbarkeit und weitere Funktionen anbieten. Wichtig sind hier auch Cloud-Lösungen, die für den schnellen Austausch mit dem Auftragsmanagement in der Holzlogistik sorgen.

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