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Indien gibt Daimler grünes Licht für Joint-Venture

Der weltgrößte Nutzfahrzeugbauer Daimler darf ab sofort in Indien kostengünstige Lkw produzieren und verschafft sich damit ein Standbein auf dem schnell wachsenden Markt. Die Behörden hätten der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der indischen Hero Group zugestimmt, teilte der Stuttgarter Konzern mit.

Daimler steckt umgerechnet 260 Millionen Euro in die Daimler Hero Motors und hält daran mit 60 Prozent die Mehrheit. Die Verträge mit dem indischen Mischkonzern, der unter anderem mit Honda Motorräder für den indischen Markt produziert, sollen bis Ende April unter Dach und Fach sein.

Mit dem Gemeinschaftsunternehmen verschafft sich Daimler eigenen Angaben zufolge auf einen Schlag einen Marktzugang, eine kostengünstige Produktionsbasis und die Möglichkeit zum Export in andere Schwellenländer. Bislang importiert Daimler komplette Lkw und Bausätze nach Indien. Diese auf dem Weltmarkt für durchschnittlich 120.000 Dollar verkauften Lastwagen sind für die meisten Inder aber zu teuer. Gefragt sind dort nach Angaben von Daimler Nutzfahrzeuge für 25.000 Dollar.

Daimler hatte lange nach einem Partner für den Bau von Lastwagen in Indien gesucht. Gemeinsam mit Hero will Daimler zunächst leichte bis schwere Lkw für den lokalen Markt bauen, später sollen die Fahrzeuge auch in andere asiatische Länder exportiert werden. Das wirtschaftlich an Stärke gewinnende Indien zählt zu den weltweit fünf größten Absatzmärkten für Nutzfahrzeuge. Dem Pkw-Markt sagen Branchenkenner ebenfalls ein kräftiges Wachstum voraus. Neben den europäischen Autobauern drängen auch chinesische Hersteller auf den bevölkerungsreichen Markt.

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