Grün-/Flächenpflege

Giardina Zürich: Festival der geschlossenen Räume

Ganz schön zugeknöpft ging es auf der Giardina 2011 in den Zürcher Messehallen in Oerlikon zu.

Zu Besuch in einen Blumenkasten lud der JardinSuisse das Giardina-Publikum in Zürich. - (c)
Zu Besuch in einen Blumenkasten lud der JardinSuisse das Giardina-Publikum in Zürich. - (c)

Viele der dieses Jahr gezeigten Showgärten und Sonderpräsentationen arbeiteten mit mehr oder minder geschlossenen Räumen. Allen voran der schweizerische Verband JardinSuisse, der die Besucher in einen „Boîte aux fleurs“ (Kasten mit Blumen) entführte. Das Spiegelkabinett mit tausenden blühenden Tulpen konnte von den Besuchern von zwei Ebenen aus betrachtet werden. Dafür gabe es den Award in Gold im Bereich „Sonderschauen „Garten“. Auch bei den Showgärten gewannen Räume; südlich gestaltete Räume. Platz 1, also Gold, holte wie im Vorjahr die zingg gartengestaltung ag aus Domat/Ems mit „Wenn der Wind mich berührt“. Der poetische Titel beschrieb ein mediterran-arabisches Gartenzimmer mit Feigen und Trockenmauerwerk, in dem klare Formen vorherrschten.

Auch Antoine Berger hatte sich von den Revolutionen im arabischen Raum inspirieren lassen und bot den Besuchern orientialisch inspirierte Gartenkunst. Sein „Marrakesh House“, ebenfalls ein über Rampen erschlossener Raum, bekam den SilberAward. Mit einem spannenden Konzept wartete das Planungsteam um Patrick Schöni von Gartenideen aus Horgen aus auf. Es projezierten ein real existierendes Gartenprojekt, aus Kilchberg am Zürichsee in die Messehallen. Trotz großartiger Pflanzenverwendung ging der Showgarten „Wunder der Wandlung“ bei der Prämierung leer aus. „Silberlicht“, der von Winkler & Richard aus Wängi diesmal eher offen gestaltete Beitrag, bekam bei den Sonderschauen immerhin noch Bronze.

Neben geschlossenen Gartenräumen dominierten dieses Jahr architektonische Formen, edle Materialien und reduzierte Pflanzenverwendung. Bei schummrigem Messehallenlicht und dezenter Gartenbeleuchtung kamen das Edle und Mystische noch besser zur Geltung.
Weshalb dieses Jahr 4000 Besucher weniger nach Oerlikon kamen, ließ sich nicht nachvollziehen; weder die Gärten noch das Produktangebot hatten gegenüber dem Vorjahr an Niveau verloren. )

(c) DEGA GALABAU/campos online, 21.03.2011

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