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Gefahrlos über Stock und Stein: Funkferngesteuerte Maschinen im Fokus

Überall da, wo das Arbeiten auf einer Maschine für den Anwender unangenehm oder sogar gefährlich wird, kommen funkferngesteuerte Geräteträger und Mähraupen zum Einsatz. Eine Auswahl an aktuellen Modellen finden sich in unserer Marktübersicht.

Von: Jessica Gsell

Zugegeben: Wenn sie zum Einsatz kommen, fühlt man sich sofort in die eigene Kindheit zurückversetzt. In die Zeit, in der man – mit der Fernsteuerung in der Hand – Autos über unebenes Gelände manövriert hat. Doch die „großen Brüder“ unserer ferngesteuerten Fahrzeuge von damals sind schon allein was ihr Gewicht und ihre Leistung angehen von einem ganz anderen Kaliber. Schließlich werden die funkferngesteuerten Maschinen, auf die wir hier unseren Fokus gelegt haben, nicht einfach zum Spaß bewegt. Diese „Arbeitstiere“ kommen dann zum Einsatz, wenn das zu bearbeitende Gelände zu ungemütlich, wenn nicht sogar zu gefährlich ist, als das der Anwender dabei selbst auf der Maschine sitzen sollte. Vor allem Straßen- und Autobahnmeistereien setzen immer häufiger auf diese Technik.

In unserer Marktübersicht, die sich nur um solche Maschinen dreht, die einzig und allein über eine Funkfernsteuerung bedient werden können, haben wir zwei Gruppen berücksichtigt: zum einen die Mähraupen, zum anderen die Geräteträger. Die Gruppe der funkferngesteuerten Mähraupen, zu denen beispielsweise die Modelle der Agria-Werke, die neue HYCUT von Kersten, die auf der demopark Premiere feiert, oder auch die Spider-Modelle von Rumsauer zählen, zeichnet sich dadurch aus, dass die Maschinen ausschließlich zur Grünflächenpflege gedacht sind und dafür ein integriertes Mähwerk besitzen. Bei den funkferngesteuerten Geräteträgern dagegen lassen sich – wie der Name bereits verrät – verschiedene Anbaugeräte befestigen. Dadurch vergrößern sich auch die Einsatzmöglichkeiten dieser Maschinen. Neben dem Mähen und Mulchen können sie zudem unter anderem für den Winterdienst, im Forst oder auch für Reinigungsarbeiten eingesetzt werden. Die Auswahl an Anbaugeräten, die die Hersteller anbieten, ist mitunter riesig. Während die meisten funkferngesteuerten Geräteträger mit einem Anbauraum an der Front auskommen, haben andere gleich zwei Möglichkeiten: z.B. beim TWIN von Irus – hier finden sich die Anbauräume vorne und hinten – oder bei der Forstraupe Moritz von Pfanzelt, bei der auf einer Seite für den Anbau unterschiedlicher Arbeitsgeräte eine Dreipunktaufnahme zur Verfügung steht, während auf der gegenüberliegenden Seite die eigenen Anbaugeräte von Pfanzelt betrieben werden können. Den Rekord hält aber der auf der GaLaBau 2018 erstmals vorgestellte Metron von Reform, mit insgesamt drei Anbauräumen: vorne, hinten und oben.

Verschiedene Fahrzeugvarianten: Diesel, Benzin, Elektro und Hybrid

Wie bei anderen kommunalen Fahrzeugen gibt es auch die funkferngesteuerten Maschinen als Benzin- oder Dieselvariante. Und da die Mähraupen und Geräteträger ebenfalls in sensiblen, innerstädtischen Bereichen eingesetzt werden, befinden sich auch bereits Elektromodelle und Hybriden unter ihnen. Die nachfolgende Marktübersicht (ohne Gewähr auf Vollständigkeit) soll einen ersten Überblick über die verschiedenen Hersteller sowie eine Auswahl ihrer Modelle für den kommunalen Gebrauch geben – so umfasst das Portfolio von Vogt, Irus, Energreen, Dabekausen (McConnel), Rumsauer sowie den Agria-Werke noch mehr Modelle, die hier, zugunsten der Übersichtlichkeit, nicht aufgeführt werden. Um zudem jede Arbeit und Einsatzfläche abdecken zu können, bewegen sich die Maschinen zwischen Leistungen von 10,2 und 75 PS.

Bilder: Hersteller

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