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Ganzheitliches Flottenmanagement verbessert Maschineneinsatz

Gemeinsames Forschungsprojekt von VDBUM und TU München zur Nutzung von Telematik-Daten

Der Arbeitskreis Telematik des VDBUM arbeitet in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Lehrstuhl für Fördertechnik, Materialfluss, Logistik (fml) der Technischen Universität München zusammen. Unter dem Namen „BauFlott“ will man praktisch aufzeigen, wie Telematik-Daten herstellerübergreifend erfasst und in einem Flottenmanagementsystem logistisch nutzbar gemacht werden können. Das Vorhaben im Auftrag der Bundesvereinigung für Logistik BVL wird als ein Forschungsprojekt der industriellen Gemeinschaftsforschung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Das Projekt startet im April 2014 und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Mit einem ganzheitlichen Flottenmanagementsystem für Baumaschinen (BauFlott) lässt sich der Maschineneinsatz besser planen, steuern und überwachen. So könnte die Produktivität in den Bauunternehmen steigen, gleichzeitig ließen sich betriebsbedingte unproduktive Zeiten und Kosten senken. Zentrale Zielsetzung ist daher in diesem Forschungsvorhaben, erforderliche Kennwerte für unterschiedlichste Baumaschinentypen (Klein-, Beistell- und Leistungsgeräte) abzuleiten und sensorisch umzusetzen, um damit unter logistischen Gesichtspunkten ein baumaschinenübergreifendes Flottenmanagementsystem zu realisieren.

Neben dem Lehrstuhl fml der TU München, der sich im Projekt schwerpunktmäßig den Logistikansprüchen der Baumaschinenbetreiber annehmen wird, ist weiterhin der Lehrstuhl für Automatisierung und Informationssysteme AIS der TU München beteiligt. AIS ist auf die Informationsverarbeitung im Maschinenbau, vor allem bei dezentralen Systemen, spezialisiert.

Seit geraumer Zeit setzt sich der VDBUM in seinem Arbeitskreis Telematik für eine stärkere Nutzung von Maschinen- und Einsatzdaten mittels Telematik ein und fordert dazu die Vereinheitlichung von Daten und Schnittstellen auf Seiten der Hersteller und Anwender. Die seit längerem bestehenden Kontakte zu Verbänden wie dem AEMP (Association of Equipment Management Professional) und dem AEM (Association of Equipment Manufacturers) in den USA führten gerade zu gemeinsamen Datenstandards für Baumaschinen. Jetzt heißt es, diese Standards auch bei den europäischen Herstellern einzufordern.

„An dieser Stelle bedankt sich der VDBUM bei der Geschäftsführung der BVL, die dieses Forschungsprojekt ermöglicht und als besonders branchenrelevantes Projekt unterstützt“, sagt Udo Kiesewalter, der das Projekt auf Seiten des VDBUM betreut. Beim nächsten VDBUM-Großseminar 2015 sollen erste Ergebnisse vorgestellt werden.

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