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Fendt und BayWa seit 75 Jahren erfolgreiches Gespann

Marktoberdorfer Traktorenhersteller vertreibt 35 Prozent seiner Dieselrösser über den bayerischen Handelskonzern

Im Mai 1935 lieferte Fendt das erste Dieselross an die BayWa (Bayerische Warenvermittlung) aus. Gut 75 Jahre später besteht die Geschäftsbeziehung noch immer - und zwar höchst erfolgreich. Grund genug für den heute unter dem Dach des US-Landtechnikkonzerns AGCO fahrenden Marktoberdorfer Traktorenherstellers, der längst zum internationalen Konzern gewachsenen BayWa für diese Zusammenarbeit zu danken. Nach einer 50000-Euro-Spende an die BayWa-Stiftung Ende 2010 lud Fendt nun 500 Service-, Verkaufs- und Vertriebsmitarbeiter von BayWa ins Festspielhaus am Forggensee ein. Zwar wurde dort auch Kultur serviert, primär aber ging es ums Geschäft mit Traktoren und anderer Landtechnik. Denn die BayWa setzt seit kurzem exklusiv auf Traktoren und andere Landmaschinen von Fendt und AGCO.

667733 Traktoren hat Fendt in den vergangenen 75 Jahren produziert. Davon nahmen 234329 Fahrzeuge den Weg über die BayWa zu Kunden in Bayern und seit geraumer Zeit auch in Württemberg und Sachsen. Mit diesen Zahlen untermauerte Peter J. Paffen, Sprecher der Fendt-Spitze, seinen Dank an den «wichtigsten und liebsten Partner». Er sprach von einer «tollen Partnerschaft», die nicht etwa auf Verträgen, sondern auf einem Händedruck unter Partnern basiere. AGCO-Präsident Martin Richenhagen betonte, BayWa sei für den Konzern weltweit der größte Vertriebspartner. Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der BayWa AG, lobte die erfolgreiche Zusammenarbeit als weltweit einzigartig in der Branche.

Immer mehr Erntetechnik

Um die Ernährung der stetig wachsenden Weltbevölkerung sicherzustellen, bedarf es professioneller Landwirtschaft. Hier sieht sich AGCO/Fendt auf dem richtigen Weg. Seit einigen Jahren stellt Fendt nicht nur Traktoren her, sondern auch - an verschiedenen Produktionsorten - Mähdrescher (überwiegend in Italien), Quaderballenpressen (in den USA unter der Marke Fendt), Rundballenpressen (im Auftrag von Fendt in Skandinavien) und neuerdings auch Häcksler (in einem von AGCO aufgekauften Werk in Sachsen-Anhalt). Zudem sollen künftig Mähwerke, Heuwender und Schwader aus einem ebenfalls von AGCO gekauften Betrieb in Franken das Portfolio ergänzen.

BayWa setzt nun ganz auf Fendt

Zum einen um die nun schon 75 Jahre dauernde Partnerschaft, zum anderen um das Erntetechnik-Angebot ging es in einer Diskussionsrunde. Seit kurzem vertreibt die BayWa unter ihrem Landmaschinen-Dach ausschließlich Fendt- beziehungsweise AGCO-Produkte. BayWa-Vorstandsmitglied Roland Schuler appellierte an die Fendt-Spitze, den Bereich Erntetechnik weiter zu stärken. Besonders wichtig sei, den neuen Häcksler in ausreichender Zahl dem Vertrieb zur Verfügung zu stellen, mahnte Siegfried Mayer, Technik-Direktor bei BayWa. AGCO-Präsident Richenhagen räumte ein, dass Fendt «noch etwas fehlt» zum Erntetechnik-Vollsortimenter. Man werde jedoch das Programm ausweiten, versicherte er und verwies auf mögliche «Kompetenz»-Zukäufe, um das ohnehin schon große Angebot zu ergänzen. «Wir sind eindeutig der beste Hersteller von Traktoren und Erntetechnik», lobte Andreas Loewel, Geschäftsführer von AGCO Deutschland, die Fendt-Produkte.

Dafür brauche man freilich auch das starke Vertriebsnetz der BayWa.

Schafroth und die Fendt-Fahrer

Eine Ausstellung über 75 Jahre Fendt und BayWa sowie ein Ausblick auf neue technische Highlights komplettierten den informativen Teil der von der Sulzberger KAD Kongress Agentur organisierten Veranstaltung. Ein kabarettistisches Highlight erwartete die Gäste mit dem Auftritt von Maxi Schafroth und Markus Schalk (Gitarre). Der Unterallgäuer Schafroth sorgte für Lachsalven mit seinem Blick auf die Gewohnheiten eines Allgäuer Bauern und Dieselrossfahrers.

Quelle: all-in.de

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