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Fachtagung anlässlich 10-Jahre Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung ASA

Ihr zehnjähriges Jubiläum feierte Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung (ASA e.V.) am 30. August 2007 mit einer Fachtagung und Jubiläumsfeier in Potsdam. Etwa 150 MBA-Freunde und Mitglieder und Gäste sowie eine Reihe hochrangige Referenten und Experten aus der Abfallwirtschaft und Politik fanden den Wege nach Potsdam. Die in der ASA organisierten MBA-Anlagen setzten sich seit der Gründung im Jahre 1997 für eine stoffstromspezifische Abfallbehandlung mittels mechanisch-biologischer Vorbehandlung MBA ein.  

In seiner Eröffnungsrede zur Fachtagung betonte der ASA Vorsitzende Thomas Grundmann den Stellenwert der mechanisch-biologische Abfallbehandlung in Deutschland. Für Brandenburg stehen laut Bernhard Remde vom brandenburgischen Umweltministerium derzeit Aktivitäten zum Ausbau der Verwertungskapazitäten der hochkalorischen Fraktion im Vordergrund. Das Ministerium sieht darüber hinaus Handlungsbedarf in der Weiterentwicklung der MBA Technik und Anlagen. Hier vor allem in der Stabilisierung der Anlagenbetriebes, der Vermeidung der Emissionen und einer besseren Ressourcen- und Energieeffizienz. Die MBA Situation in Niedersachsen fasste Dr. Christian Eberl, Staatssekretär im Niedersächsischen Umweltministerium, zusammen. Dort ist die Restabfallbehandlung beinahe flächendeckend vertreten, was ihren hohen Stellenwert unterstreicht. Für die Zukunft seht das Ministerium Bedarf im schon angelaufenen Bau von Anlagen zur Verwertung der Ersatzbrennstoffen. 

Den Zeitraum 1997 bis 2007 betrachtete Professor Dr. Heiko Doedens aus dem Blickwinkel des Insiders und erläuterte die einzelnen Meilensteine der zehnjährigen Entwicklung. Er hob dabei darauf ab, dass die, auf Grund vereinzelt aufgetretener Betriebsschwierigkeiten, eine des Öfteren festzustellende Pauschalkritik an der MBA als abfallwirtschaftliche Maßnahme nicht gerechtfertig ist. Angekommen in der Gegenwart resümierte er in seinem Bericht "Die MBA-Technik hat ihre Bewährungsprobe bestanden". Diese Aussage bestätigt eine aktuelle MBA-Studie des Umweltbundesamtes aus 2007. Künftige Perspektiven der MBA-Technologie war das Thema des Vortrages von Dr. Ketel Ketelsen, Ingenieurbüro iba, Hannover. Potentiale führte der Referent in erste Linie bei der Betriebsoptimierung in Richtung Metallabscheidung, Durchsatzerhöhung und besserer Ausnutzung der Biostufe an. Auch die Abluftkonzepte bieten noch Verbesserungspotentiale. 

Den übergeordneten abfallpolitischen Rahmen für die Veranstaltung spannte Dr. Helge Wendenburg vom Bundesumweltministerium. Gleich in seinem Eingangstatement hob er auf den engen Zusammenhang zwischen Abfallwirtschaft und Klimaschutz ab, der nicht nur in Deutschland sondern auch bei der EU gesehen wird. Er hob in seinem Vortrag besonders auf die in anstehende Überarbeitung der EU Abfallrahmenrichtlinie und die Auswirkungen auf die Abfallwirtschaft ab. 

Den Abschluss der Fachtagung bildeten die Referate der Präsidenten des VKS im VKU Dr. Rüdiger Sichau und Peter Hoffmeyer vom BDE mit ihren Statements zur MBA Technik. Beide gingen auf die vergangene Periode an Schwierigkeiten ein, auf den bestehenden Optimierungsbedarf insbesondere im Bereich der Abluftbehandlung RTO und auf die Notwendigkeit, die Verwertungswege der heizwertreichen Fraktion sicherzustellen. Trotz alle dem zogen beide ein positives Fazit und bezeichnen das Zusammenspiel Mechanisch-Biologische Abfallbehandlung und Müllverbrennung als kommunaler und privater Sicht als Eckpfeiler der modernen Siedlungsabfallentsorgung.  

Historisch ging es auch auf der Abendveranstaltung im Krongut Bornstedt in Potsdam zu. In gemütlicher Runde beim Abendessen kam in der Ansprache Dr. Dietmar Woitke (Umweltministerium Brandenburg) zum Ausdruck, dass der Beginn der stoffstromspezifischen Abfallbehandlung auf den Anfang des Jahrhunderts zurück reicht. Aufbauend auf dem geschichtsträchtigen Beginn führte Dr. Woitke als Gastredners des Abends den Bogen in die Neuzeit und lies noch einmal die Entwicklung der MBA/MBS in Brandenburg mit dem bundesdeutschen Kontext Revue passieren. 

Die Jubiläumsfeier klang am nächsten Tag aus mit der Mitgliederversammlung der ASA, einer Besichtigung der MBA Vorketzin und einer Schifffahrt der Mitglieder und Gäste auf der Havel. 

Weitere Informationen

ASA e.V.
Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung
Geschäftsstelle
Daniel Rohring
Westring 10
59320 Ennigerloh
Tel.: 02524-930718 - Fax 02524-930712
Email: Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailinfo(at)asa-ev.de
Net: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.asa-ev.de

Die Vorträge der Fachtagung können von der ASA Internetseite heruntergeladen werden.

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