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Erfolgreiches Fitnessprogramm für Baumaschinen

75. Rebuild: Caterpillar zeichnet Zeppelin für das etablierte Instandsetzungsprogramm aus

Bis eine Baumaschine für alle Zeiten ausrangiert wird, vergehen viele Jahrzehnte. Bagger & Co. haben mehr als nur ein Leben. Dies gilt erst recht, wenn sie von Grund auf überholt und wieder fit gemacht werden. Mittels Rebuild, so der offizielle Name für das zertifizierte Instandsetzungsprogramm bei Caterpillar, können die Maschinen für eine weitere Einsatzdauer gerüstet werden. Einer, der auf diesem Gebiet zu Hause ist, ist Zeppelin. Der Vertriebs- und Servicepartner von Caterpillar hat zum 75. Mal eine Baumaschine einem Rebuild unterzogen und wurde für diese Leistung von seinem Exklusivpartner, dem weltweit größten Baumaschinen- und Motorenhersteller, ausgezeichnet. Konkret geht es um einen Cat Rohrverleger und einen Cat Scraper (Schürfzug), die zeitgleich in der Niederlassung Köln von den Servicemitarbeitern auf Vordermann gebracht wurden. Das nahm Zeppelin zum Anlass, Kunden zu einem Tag der Technik in die Kölner Werkstatt einzuladen, um ihnen hautnah das Ergebnis vorzustellen und ihnen die Vorteile der Instandsetzung am gelben und blauen Eisen näherzubringen.

2003 haben Caterpillar und Zeppelin das Rebuild-Programm in Deutschland auf den Weg gebracht. Das war der Beginn einer Erfolgsgeschichte, denn daraufhin startete Zeppelin als erster europäischer Händler mit den Generalüberholungen dreier Großgeräte bei der Wismut, Europas größtem, inzwischen abgeschlossenen Renaturierungsprojekt. Inzwischen sollten noch viele Maschinen dem Rebuild folgen. Bislang wurden schon zahlreiche Kettendozer, große Radlader, Motorgrader, Schürfzüge, Müllverdichter und Muldenkipper einem Rebuild unterzogen.

Grundsätzlich werden zwei Arten der Instandsetzung angeboten: Die eine umfasst die komplette Maschine, die andere den Antriebsstrang, das heißt Motor, Getriebe, Wandler, Kühler, Achsen und Bremsen. Warum das Rebuild-Programm bislang so eingeschlagen hat, hat nicht zuletzt damit zu tun, dass es finanzielle Vorteile bringt. Der Kunde muss im Vergleich zu einer Neumaschine nicht so tief in die Tasche greifen, bekommt dafür aber ein praktisch neuwertiges Gerät mit entsprechender Garantie.

„Der 75. Rebuild ist ein Meilenstein – der Dank gebührt besonders den Kunden, die Caterpillar und Zeppelin das Vertrauen geschenkt haben. Danken wollen wir auch Zeppelin für die gute Zusammenarbeit. Denn ohne unseren Servicepartner könnte Caterpillar nicht die Kundennähe und die Schnelligkeit im Service gewährleisten, wie sie an dem überholten Scraper und Rohrverleger deutlich wurden“, so Markus Gebauer, Caterpillar Gebietsverantwortlicher für Deutschland, Österreich und die Schweiz, der Zeppelin für die geleistete Arbeit auszeichnete.

„Wären wir ein Baumaschinenhersteller, würden wir unsere Fertigungstiefe präsentieren, so zeigen wir unsere Instandhaltungstiefe und unsere Leistungsfähigkeit, bezogen auf den Kundendienst und Service“, machte der Kölner Niederlassungsleiter Stefan Lanio in seiner Begrüßung den Kunden deutlich. Nur mit entsprechendem Know-how gelingt es, einer Baumaschine ein zweites oder drittes Maschinenleben einzuhauchen, damit Kunden wieder wie gewohnt mit dem Gerät arbeiten können. Zeppelin wollte sich jedoch nicht allein als Lieferant von Cat Baumaschinen präsentieren, sondern den Worten von Kay-Achim Ziemann, Vertriebsdirektor für den Wirtschaftsraum Nordrhein-Westfalen, zufolge, als ein Unternehmen, das nicht nur in Köln, sondern auch an den anderen Standorten in der Lage ist, eine Baumaschine erfolgreich instand zusetzen und alle relevanten Dienstleistungen rund um das Cat Produkt durchzuführen.

Das beste Beispiel dafür sind die Hartsteinwerke Schicker. Fünf Cat Muldenkipper wurden von der Zeppelin Niederlassung Erlangen für ein weiteres Maschinenleben vorbereitet – der sechste Muldenkipper wartet bereits auf seine Generalüberholung. „Typisch für einen Rebuild: Viele Kunden sind „Wiederholungstäter“. Nach einer Instandsetzung folgt meist eine weitere“, erklärte Wilhelm Hentschel, Bereichsleiter Service.

Dass selbst sie nicht zum ersten Mal Zeppelin mit einem Rebuild beauftragten, traf auch auf die Unternehmen der Maschinen zu, die beim Tag der Technik im Mittelpunkt standen und die in der Werkstatt aufgebaut waren. Der Cat Rohrverleger 578 wird bei RWE im Braunkohletagebau Inden zum Versetzen der Förderbänder eingesetzt. Für das Unternehmen war der Rebuild die einzige Möglichkeit, die Baumaschine weiter zu nutzen. RWE weiß, was Zeppelin bei einem Rebuild bewerkstelligen kann. In den letzten Jahren wurden bereits zwei Rohrverleger vom Typ 589 in der Kölner Werkstatt flottgemacht. Die guten Erfahrungen waren ausschlaggebend, erneut einen Rohrverleger, mit dem Baujahr 1993, in die bewährten Hände der Servicemitarbeiter zu geben.

Ähnlich war es auch bei Breuer & Wasel. Das Unternehmen übernimmt für RWE im Tagebau anspruchsvolle Transportaufgaben mit Cat Scraper-Zugköpfen. In den letzten Jahren wurde zweimal das Modell 631D einem Rebuild und somit einer Verjüngungskur unterzogen – diesmal war es ein 651, Baujahr 1991, der von der Kölner Servicemannschaft für eine weitere Einsatzdauer gestärkt wurde. Die Maschine fungiert als eine Art Tieflader innerhalb des Tagebaus.

Um für diese Aufgabe gerüstet zu sein, wurde der Zugkopf des Scrapers samt Verbindung von Zugkopf und Tiefladerbett komplett in Einzelteile zerlegt, überarbeitet, von Grund auf erneuert und wieder zusammengesetzt. Zwei Teams mit je drei Mann knöpften sich die beiden Maschinen vor. Während sich an dem Rohrverleger die beiden Servicemitarbeiter Pascal Berzbach und Michael von St. Vith sowie Azubi Dominik Wiegand zu schaffen machten, schraubten die Servicemitarbeiter Jan Fuchs und Michael Assenmacher sowie Azubi Maik Hofstatt am Scraper. „Für Azubis gibt es nichts besseres, wenn sie während eines Rebuilds eine Baumaschine komplett in ihre Einzelteile zerlegen und ihr so auf den Grund gehen können. Außerdem spricht es für die hohe Qualität unseres Services. Wir legen größten Wert auf qualifizierte Mitarbeiter und investieren viel in die Aus- und Weiterbildung. Denn nur mit einem motivierten und gut ausgebildeten Personal lässt sich überhaupt eine so anspruchsvolle Maschinen-Instandsetzung realisieren“, meinte Wilhelm Hentschel, als er die Servicemannschaft vorstellte. Unter der Regie von Werkstattleiter Klaus Pick und dem Leiter des Servicezentrums Thomas Daniels haben die Servicemitarbeiter bis zuletzt an den beiden Rebuild-Maschinen gearbeitet, damit Scraper und Rohrverleger pünktlich wieder in den Einsatz gehen können.

Für beide Rebuild-Maßnahmen gilt: Bis die Maschinen zusammengebaut werden, fließen alle technischen Neuerungen ein, die zwischenzeitlich Eingang in die Serienproduktion gefunden haben. Sämtliche Bauteile, ob Motor, Wasserkühler, Getriebe, Achsen oder Drehmomentwandler haben die Servicemitarbeiter instand gesetzt. Alle Komponenten der Baumaschinen wurden exakt nach den strengen Vorgaben überprüft, die der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar für einen zertifizierten Rebuild vorgibt. Insgesamt wurden rund 7 000 Bauteile gemäß den Richtlinien von Cat erneuert. Somit erhielten RWE und Breuer & Wasel wieder einen Rohrverleger sowie Scraper, der mit einer Neumaschine vergleichbar ist.

Drastischer hätten die Gegensätze nicht sein können, die den Kunden in Köln vorgeführt wurden: Während die ausgestellten Rebuild-Maschinen neu lackiert um die Wette glänzten, stand in der Werkstatt bereits das nächste Rebuild-Projekt in den Startlöchern: Eine Cat Bodenfräse, die völlig ausgebrannt war, soll nun in den nächsten Wochen von den Kölner Servicemitarbeitern auf Vordermann gebracht werden. So konnten die Kunden anhand des Vorher-Nachher-Vergleichs sehen, wie viel Arbeit in einem Rebuild steckt.

„Ihre Aufgabe wird es sein, die hundertste Rebuild-Maschine fertig zu stellen“, wandte sich Wilhelm Hentschel, der sich Ende November in den Ruhestand verabschiedet, an seinen Nachfolger Thomas Weber. Der neue Zeppelin Geschäftsführer, verantwortlich für den Service, lud die Kunden ein: „Nutzen Sie den Tag der Technik, um sich von unseren Dienstleistungen zu überzeugen. Die beiden Rebuild-Maschinen sind zwei Beispiele von vielen Serviceleistungen, die Sie bei Zeppelin abrufen können.“

Kunden sollten darum in Köln einen Eindruck davon bekommen, welche verschiedenen Fachabteilungen Hand in Hand zusammenarbeiten. Während einer Führung durch die Werkstatt konnten sie die Schweißerei, Hydraulikspezialisierung, Kettenpresse, Motor- und Getriebeinstandsetzung sowie Lackiererei in Augenschein nehmen und sich intensiv über die Möglichkeiten einer Generalüberholung informieren. Umfassende Informationen zu der neuen Motorentechnologie der Stufe IIIB, wie sie etwa in der K-Serie der Radlader verbaut ist, rundeten den Tag der Technik ab.

www.zeppelin-cat.de

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