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Entsorgungswirtschaft: Geringere Unfallgefahr auf Müllwagen durch zusätzliche Videosysteme

 

Bis zu 20 Meter Sicht hinter dem Fahrzeug: Robustes, IP 68-zertifiziertes Kamerasystem eignet sich sowohl für Heck- als auch für Seitenlader

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) fordert in § 9, Absatz 5, dass eine Gefährdung von Personen beim Rückwärtsfahren von LKW ausgeschlossen werden muss und zu diesem Zweck im öffentlichen Verkehr ein Einweiser einzusetzen ist. Die Führer von Müllautos müssen besonders vorsichtig sein, da sie die meiste Zeit in Wohngebieten unterwegs sind und trotz eines Beifahrers, der als Einweiser fungiert, einen weiten Bereich hinter dem Fahrzeug nicht sehen können. Die Niederschlesische Entsorgungsgesellschaft (NEG) setzt daher bei ihren Wagen zusätzlich das Rückfahrsystem CM-PRFSN1 von Carlights.de ein, das bis zu 20 Meter uneingeschränkte Sicht hinter dem Fahrzeug ermöglicht und so die Arbeitssicherheit deutlich erhöht. Aufgrund seiner äußerst stabilen Bauweise ist es besonders robust und kann auch als Lifterkamerasystem für Seitenlader eingesetzt werden.

„Neun Fahrzeuge sind in unserem Unternehmen derzeit mit Rückfahr- und Lifterkamerasystemen ausgestattet. Wir nutzen derartige Geräte seit 2004 und rüsten alle Neufahrzeuge damit aus“, erklärt Andreas Lysk, Geschäftsführer der NEG. Bei Heckladefahrzeugen, die für die Abfallentsorgung eingesetzt werden, schreibt die DIN EN 1501 zusätzlich zum Einweiser eine Kamera vor. Seitenlader müssen bisher nicht damit ausgestattet werden. „Durch die Kameras ist die Unfallgefahr aber grundsätzlich geringer, als wenn man sich nur auf einen Einweiser verlässt. Entscheidend ist hier, dass die Rückfahr- oder Lifterkamera das Sichtfeld des Fahrers deutlich erweitert“, so Lysk. So kann Zeit eingespart werden, da die Kommunikation mit dem Einweiser effizienter verläuft.

Seit 2011 setzt die NEG bei beiden Fahrzeugtypen das Rückfahrsystem CM-PRFSN1 von Carlights.de ein. Die integrierte Kamera vom Typ IR28CCDMH ist nach der Schutzart IP 68 zertifiziert, wasserdicht und durch ein korrosionsbeständiges Aluminium-Druckguss-Gehäuse geschützt. Dadurch ist sie sehr robust und kann auch an Seitenladefahrzeugen eingesetzt werden, wo die Beanspruchung besonders groß ist. Das Gerät wird hier am Lifter angebracht und macht dessen Bewegungen mit: „Es ist dauernd mechanischen Einflüssen sowie Staub und Schmutz ausgesetzt. Trotzdem funktioniert es auch unter diesen Bedingungen einwandfrei“, bestätigt Lysk.

Scharfe Kamerabilder durch Anpassung an das Umgebungslicht

Die Kamera  kann bei allen Lichtverhältnissen arbeiten, selbst bei kompletter Dunkelheit: Während normale Rückfahrkameras eine Sicht von fünf bis acht Meter ermöglichen, kommt die IR28CCDMH je nach Ausrichtung auf 15 bis 20 Meter Sicht. Für diesen besonders großen Erfassungsbereich hinter dem Fahrzeug sorgen 28 Infrarotdioden: „Um eine gleichmäßige Ausleuchtung dieses Bereichs zu ermöglichen, können die Dioden je nach Umgebungslicht teilweise oder ganz angesteuert werden. Bei Dämmerung leuchtet beispielsweise nur ein Teil der Dioden, damit das Bild nicht ‚überbelichtet’ wird“, erläutert Christian Jurtz, Geschäftsführer von Carlights.de. Bei herkömmlichen Systemen gebe es nur die Funktionen „An“ und „Aus“.

Zusätzlich verfügt die Anlage über eine interne Heizung, die sich ab 8°C automatisch einschaltet, und das Kameramodul auf Betriebstemperatur hält. „Insbesondere in den Wintermonaten bei Kälte und kürzeren Tageslichtzeiten macht sich das positiv bemerkbar“, bestätigt Lysk. Außerdem ist ein internes Mikrofon mit einer Reichweite von circa fünf Metern integriert, das extra gekapselt und entstört ist. So kann der Fahrzeugführer problemlos Warn- oder Hilferufe hören, was aufgrund der Schallisolierung der Fahrerkabinen ansonsten nur bei geöffnetem Fenster möglich ist.

Geringer Stromverbrauch durch LEDs

Zum Rückfahrsystem CM-PRFSN1 gehört der 7-Zoll-Monitor CM-MRFS7, an den über eine einfache Schraub- oder Steckverbindung bis zu vier Kameras angeschlossen werden können. Die Rückfahrkamera kann so zum Beispiel mit einer Front-, Seiten- oder Rückspiegelkamera kombiniert werden. Der Monitor verfügt über eine spezielle, entspiegelte Bildfläche und eine Sonnenblende, die bei Bedarf aufgesetzt werden kann. So gibt es auch bei direkter Sonneneinstrahlung in der Fahrerkabine keine Reflexionen und das Kamerabild auf dem Display bleibt deutlich erkennbar. Das TFT-Panel verfügt über eine LED-Hintergrundbeleuchtung, die besonders widerstandsfähig gegenüber Erschütterungen ist. „Außerdem ist die Farb- und Kontrastwiedergabe durch diese Leuchtmittel wesentlich besser als bei herkömmlichen TFT-Monitoren mit CCFL-Lights“, so Jurtz. Die LEDs zeichnen sich zusätzlich durch einen geringen Stromverbrauch und eine lange Lebensdauer aus.

„Bei unserer Entscheidung für Carlights.de hat auch das Preis-Leistungsverhältnis eine Rolle gespielt“, sagt Lysk. Vergleichbare Systeme mit dieser Ausstattung beliefen sich oft auf den doppelten bis dreifachen Preis. Da das System in einem Spannungsbereich von zwölf bis 32 Volt arbeitet, ist es zudem flexibel einsetzbar; nicht nur LKW sondern auch Transporter oder landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge können damit ausgestattet werden.

www.carlights.de

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