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Ein virtuelles Gespräch über die Folgen mangelhafter Wegepflege in der Forstwirtschaft

Frage: Warum ist fehlende oder mangelhafte Wegepflege umweltschädlich und wieso wird dadurch Kapital vernichtet.
   
Antwort: Mangelhafte Wegepflege führt infolge von Erosion und mechanischem Verschleiß zu stetigem Materialverlust, der gleich zu setzen ist mit Kapitalverlust. Die Produktion von Wegebaumaterial im Steinbruch, der Transport zur Baustelle und der Einbau in den Weg  verbraucht Energie und ist umweltbelastend. Es entsteht Feinstaub und Ressourcen werden verbraucht.

Frage: Warum ist die laufende Wegepflege mit einfach konstruierten, technisch weniger ausgereiften  Anbaugeräten ohne nachfolgende Verdichtung eher contra produktiv?

Antwort: Einfache sogenannte “ Wegepflegegeräte „ ohne nachlaufende Stützräder sind nicht in der Lage, Unebenheiten nachhaltig zu beseitigen. Außerdem wird das durch den Arbeitsvorgang gelockerte Wegebaumaterial bei späteren Regenfällen verstärkt abgeschwemmt und in den angrenzenden Graben oder Bestand transportiert. Dadurch findet ein schleichender, ständiger Substanzverlust statt. Von der in Deutschland in Forstkreisen häufig propagierten Empfehlung, mehrfach pro Jahr Pflegemaßnahmen mit einem Wegepflegegerät  ohne nachfolgende Verdichtung durchzuführen, ist deshalb wegen des mangelhaften Wirkungsgrades abzuraten.

Frage: Kann man die Höhe des Substanzverlustes und damit den Kapitalverlust erfassen?

Antwort: Angenommen man betreibt 20 jahrelang keine oder wie oben gesagt nur mangelhafte Wegepflege, dann ist eine Instandsetzung mit Materialzugabe erforderlich.
Um den Weg in einen neuwertigen Zustand zu versetzen, werden mindestens 600 t Wegebaumaterial pro 1 Kilometer Forstweg benötigt. Damit ist bewiesen, dass pro Jahr je Kilometer 30 t Wegebaumaterial verloren geht. In Geldwert ausgedrückt:
30 t  x  € 10,00 / t  = € 300,00 / km / Jahr. Bei einer angenommenen Gesamtwegelänge von 100 km / Betriebseinheit sprechen wir also von einem Substanzverlust pro Jahr in Höhe von 3.000 t oder  € 30.000,00. Dazu kommen natürlich noch die Einbaukosten für das neu gelieferte Material mit geschätzten Kosten von: 3.000 t  x  € 5,00 / t  =  € 15.000,00 , das heißt zusammen € 45.000,- Gesamtverlust / Jahr für eine Wegstrecke von nur 100 km.

Frage: Wie kann man dieses Problem wirtschaftlich in den Griff bekommen?

Antwort: Nehmen Sie doch einfach telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit Firma PÖMA - Herrn Wolfgang Pötzsch - in Groß Denkte auf. Hier werden Sie auf der Grundlage einer mehr als 40- jährigen Erfahrung im Wegebau und im Bau von technisch ausgereiften Wegebaugeräten fachlich bestens beraten. Tel.: +49 5331 68434, info(at)poema.de

Der Versuch einer Gesamtkostenschätzung des Substanzverlustes für die Forstwirtschaft in Deutschland

Bei einer Waldfläche von 11,1 Millionen ha in Deutschland und einer durchschnittlichen Erschließung von 45 m Forstweg / ha  =  499,5 Millionen m  =  ca. 500.000 km.

500.000 km x 30 t / km Substanzverlust  = 15.000.000 t   x  € 15,00  =
€ 225.000.000,00 pro Jahr

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