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Effektiv und Einfach: High-Tech im Winterdienst beim Hochsauerlandkreis

Der Hochsauerlandkreis hat beschlossen den Straßenbetriebsdienst wirtschaftlicher und effizienter auszuführen. Um diese Ziele zu erreichen, hat der HSK der altmodischen Zettelwirtschaft den Rücken gekehrt und zunächst den Winterdienst auf ein modernes Telematiksystem umgestellt..

Der Sturm fegt über die schneebedeckten Hügel im Hochsauerlandkreis. Heulend treibt der Wind die Flocken vor sich her, die unaufhörlich vom grauen Himmel fallen. Die schöne Sauerländer Landschaft ist von einer weißen, glitzernden Schicht bedeckt.

Diese Bilder sind typisch für den Hochsauerlandkreis - den größten Landkreis in Nordrhein-Westfalen. Dessen Lage im Mittelgebirge beschert dem Gebiet die seltene Eigenschaft, dass der Winter mehr Niederschlag bringt als der Sommer – meist in Form von Schnee, da sich der Hochsauerlandkreis zum großen Teil in hochgelegenen Bereichen von Gebirgszügen, wie dem Rothaargebirge erstreckt. Aus diesem Grund ist die Region gerade im Winter von Sportlern und schneebegeisterten Touristen stark frequentiert.

Glätte, schlechte Sicht, Behinderungen durch den vielen Schnee. Harter Tobak für den Winterdienst des Hochsauerlandkreises. Der für den Straßenbetriebsdienst verantwortliche Mitarbeiter der Kreisverwaltung, Herr Witteler erklärt, was das markante Wetter für ihn und seine Mitarbeiter im Winterdienst bedeutet: „Der Winter ist eine arbeitsreiche Zeit. Mit vier eigenen und acht Fremdunternehmerfahrzeugen stehen wir jedes Jahr vor neuen Herausforderungen. Immerhin tragen wir die Verantwortung für rund 419 km Kreisstraßen.“

Hohe Anforderungen an den Winterdienst

Der Hochsauerlandkreis besteht aus zwei Gemeinden mit 10 Städten. Der Großteil des Gebietes, das etwa der Fläche Saarlands gleicht, besteht jedoch aus hügeligem Waldgebieten. Davon sind circa 7800 Hektar Naturschutzgebiete und sogenannte FFH-Gebiete (Fauna-Flora-Habitat-Gebiete). Diese dienen dem Schutz von Tieren, Pflanzen und deren Lebensräumen und unterliegen deswegen speziellen Richtlinien.  Für die öffentlichen Straßenbauämter gelten in diesen geschützten Arealen auch verschärfte Regeln für die Instandhaltung der Wege und Straßen.

„Eine einwandfreie und rechtssichere Dokumentation unserer Tätigkeiten im Winterdienst ist hier genauso wichtig, wie in den städtischen Gebieten. Leider war gerade die Verwertbarkeit vor Gericht mit den händischen Dokumentationen der Fahrer nicht gegeben.“ erklärt Herr Witteler. „Für uns bisher ein Problem. Bei diesen Dokumentationen der erbrachten Winterdienstleistungen und deren Abrechnung gab es immer wieder Komplikationen. Die Fahrer im Winterdienst haben nach einem anstrengenden Arbeitstag hinter dem Steuer noch nicht Feierabend. Nach den Einsätzen mussten bis Dato noch lange Berichte geschrieben werden. So entstand früher der Nachweis über die Winterdienstfahrt und die abgearbeiteten Strecken. Das dauert pro Fahrer mindestens eine viertel Stunde zusätzliche Schreibarbeit. Das bedeutet hoch gerechnet auch erhebliche Kosten.“ so merkt der verantwortliche Mitarbeiter der Kreisverwaltung an.

In Brilon, dem Sitz des Fachdienstes Kreisstraßen des Hochsauerlandkreises, machte man sich deshalb vor dem Winter 2009/2010 auf die Suche nach einer Lösung, mit welcher die Zielvorgaben des Hochsauerlandkreises erreicht werden können. Bei der Recherche stieß man schnell auf das Unternehmen MOBIWORX Telematik aus dem oberbayerischen Raubling. Jürgen Potocnik, Gründer und Geschäftsführer der Firma stellte die MOBIDAT Telematiksysteme beim Hochsauerlandkreis vor: „Speziell für die Anforderungen im Winterdienst haben wir die internetgestützten Systeme entwickelt, denn nur ein Streufahrzeug auf die Strecke zu schicken reicht heutzutage nicht mehr aus.“

Telematik für mehr Effektivität und Sicherheit

Die Telematiksysteme von MOBIWORX sind speziell entwickelt, um die Abläufe im Betriebsdienst zu automatisieren, damit sich die Mitarbeiter auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren können. MOBIDAT ist mehr als ein multifunktionaler Bordrechner für Schneepflüge und Streufahrzeuge. Vollautomatisch erfassen die MOBIDAT Telematiksysteme orts- und zeitgenau (georeferenziert) die leistungsbezogenen Daten. Ohne zusätzlichen Papieraufwand. Via gesichertem Internet. Ohne aufwändige Softwareinstallation und Wartung.

Zur Einführung für die Fahrer und das Büropersonal reicht ein Schulungstag. Geschult wird die Bedienung  im Fahrzeug, sowie des Auswerteportals mobidat.com. „Wir haben die Bedienungsoberflächen des Portals, so wie der mobilen Endgeräte so entwickelt, dass auch Laien ohne EDV-Kenntnisse sie nach kurzer Einweisung bedienen können.“ erläutert Herr Potocnik. Hierfür wurde bereits bei der Konzeption die ergonomische Gestaltung als wichtiger Faktor mit einbezogen. MOBIWORX bietet das internetbasierte Auswerteportal als sogenannte SaaS-Lösung (Software as a Service) an. Dank dieses durchdachten Gesamtkonzeptes entfällt die Installation von Software, sowie deren Wartung beim Anwender.  Die Einführungszeit dieser Systemlösung wird mit diesem Ansatz drastisch gesenkt.

„Da das Telematiksystem von MOBIWORX unseren Anforderungen so gut entgegen kam, war auch der Personalrat schnell bereit eine Test-Saison zu starten.“ freut sich Herr Witteler. „ Eines unserer eigenen Fahrzeuge und auch ein Fahrzeug unserer Fremd-Unternehmer wurden für den Winter 2009/2010 mit der Systemlösung MOBIDAT smart ausgestattet. Diese besteht aus Bordrechner und einem mobilen Bedienteil für den Fahrer (siehe Kasten). Der Probebetrieb konnte also starten. „Alles hat auf Anhieb gut geklappt, innerhalb weniger Minuten stehen den Mitarbeitern im Büro die aktuellen Daten zur Verfügung: Einsatznachweis, Räum- und Streubericht, Verbrauchsdaten, Abrechnungsdokumente,... einfach alles“ beschreibt Herr Witteler, „das ist eine enorme Erleichterung für alle Beteiligten.“ Herr Funke, einer der  Testfahrer, scherzte schon während der Testphase mit dem MOBIDAT smart: „Das mir das Ding ja keiner mehr ausbaut!“

Auch die für die Beschaffung der MOBIDAT-Systemlösung zuständigen Entscheidungsträger waren nach der einjährigen Testphase von den MOBIDAT Geräten beeindruckt. Speziell die rechts-sicheren Berichte, die Entlastung des Winterdienstpersonals von der Schreibarbeit und die damit verbundenen Kosten- und Zeit-ersparnis waren handfeste Argumente für die Ausstattung aller Fahrzeuge mit den MOBIDAT Geräten.

„Zwar ist die Anschaffung des Systems für die rund 13 Fahrzeuge eine große Investition, aber uns war schon während der Testphase klar, dass sich der Preis nach spätestens eineinhalb Jahren amortisiert haben wird – was sich mittlerweile auch bestätigt hat.“ freut sich Herr Witteler über den Erfolg des neuen Telematik-Systems. „Jeder Winter bringt andere Niederschlagsmengen und Temperaturen mit sich. Durch die Vergleichbarkeit der Einsatzdaten können jetzt Empfehlungen an unsere Fahrer gegeben werden, wie sie zum Beispiel an neuralgischen Streckenabschnitten den Steuautomaten einstellen sollen. Dadurch können wir mit MOBIDAT bestimmt circa 25% Streumittel pro Saison einsparen.“ berichtet Herr Witteler, „Das Nutzerportal mobidat.com versorgt uns mit einer Fülle wichtiger Einsatzdaten. So können wir die Einsatzfahrzeuge ökonomisch und präzise einsetzen.

Das System sammelt auch Wetterdaten und stellt sie online auf dem Portal grafisch dar. Stationäre Wettermeldungen, wie Glättesensoren, Radar- und Satelitenbilder sind weitere Quellen. Die von MOBIWORX umgesetzte Thermografie wird bereits im alpinen Bereichen eingesetzt. Riskante Streckenabschnitte und Temperaturen, die Reifglätte verursachen lassen sich so früher erkennen und der Winterdienst kann somit effizienter gesteuert werden.

„Das Potential von MOBIDAT-Telematikgeräten ist enorm und bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Wir arbeiten ständig an neuen Ideen und entwickeln unser Onlineportal und unsere Geräte weiter. So können wir unseren Kunden immer anforderungsgerechtere Lösungen bieten.“ betont Jürgen Potocnik. „Die Investition hat sich wirklich gelohnt!“ stellt Herr Witteler zufrieden fest. „ Ich könnte mir vorstellen, dass mit den MOBIDAT Geräten noch viele Prozesse im Straßenbetriebsdienst vereinfacht und optimiert werden können. Ein für uns sehr  beachtenswertes Thema, dass wir im eigenen Interesse weiter verfolgen werden.“

Der Hochsauerlandkreis in Zahlen

Der Hochsauerlandkreis (HSK) ist mit einer Fläche von 1960 km² der flächenmäßig größte Kreis in Nordrhein-Westfalen (etwa so groß wie das Saarland). Er liegt im Gebiet des deutschen Mittelgebirges und umfasst Höhenlagen von 843,20 m. ü. NN bis 146,00 m. ü. NN. Die höchste Erhebung ist der Langenberg, welcher auch die höchste Stelle in Nordrhein-Westfalen markiert. Der Landkreis hat rund 419 km Kreisstraßen, die sich durch 12 Gemeinden ziehen.

Verantwortlicher für den Straßenbetriebs- und Winterdienst ist Herr David Witteler in der Kreisstraßenmeisterei mit Sitz in Brilon. Mit insgesamt vier eigenen und acht Unternehmerfahrzeugen sorgt die Straßenmeistereien im gesamten Kreis für einen befahrbaren Zustand der Straßen auch im Winter und damit für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

MOBIDAT: Produktivität hoch. Kosten runter.

Das innovative Telematiksystem MOBIDAT bietet vielerlei Einsatzmöglichkeiten. Von der Einsatzplanung und -kontrolle, bis hin zur voll automatisierten Datenerfassung und -auswertung. MOBIDAT ist sehr einfach zu bedienen und kann auf Wunsch an die individuellen Kundenbedürfnisse angepasst werden. Die Telematik im Winterdienst erfolgt über ein web-basierendes System, das dem Anwender ohne zusätzliche Softwareinstallation eine vollautomatische Datenerfassung und -auswertung rund um die Uhr ermöglicht. Anhand dieser gesammelten Daten lässt sich jeder Zeitpunkt, jeder Straßenkilometer und selbst der Streugutverbrauch exakt ermitteln. MOBIDAT ist das optimale System für zuverlässige Datenerfassung mit Spitzentechnik. Alle Geschäftsabläufe sind auf einen Blick ersichtlich. Zu jeder Zeit. An jedem Ort. Einfach per Klick. Mehr Sicherheit, bessere Kontrolle des Zustandes der Hauptverkehrsstraßen, weniger Bürokratie und wenn nötig eine gerichtsverwertbare Dokumentation sind weitere gute Gründe, die für MOBIDAT Telematiksysteme sprechen. www.mobiworx.de

Autoren:

Magdalena Weber
Mobiworx Telematik GmbH

David Witteler
Kreisbauamt Brilon

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