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E-Commerce-Lösungen im Baubereich: Die Vielfalt wird regelmäßig größer

Produkte rund um Bauen und Wohnen: Auch online verfügbar

Zumeist gibt es einen deutlichen Schnitt zwischen Privatpersonen und Baufirmen. Möchten Privatpersonen ihre Ideen in die Tat umsetzen, ist das Internet nur einen Handgriff entfernt und die benötigten Waren werden wenigstens online recherchiert, meist aber auch der Einfachheit halber online gekauft. Bei Baufirmen gibt es teilweise Unterschiede, denn viele beschaffen die notwendigen Güter weiterhin gerne persönlich oder auch auf dem telefonischen Weg. Trotzdem ist der Bereich für die professionellen Betriebe gut gerüstet:

  • Onlinehändler – viele Baustoffhändler, aber auch Fachhändler für Fenster, Türen, Fliesen und Inventar bieten ihre Produkte längst im eigenen Onlineshop an. Für den Einkäufer ändert sich wenig gegenüber der Katalogbestellung, denn statt Bestellnummern telefonisch durchzugeben, klickt er die gewünschten Produkte nur an.
  • Marktplatz – eigens für den B2B-Bereich gibt es einen großen Marktplatz, der ähnlich einem bekannten Versandhändler funktioniert. Der Unterschied ist, dass hier ausschließlich Unternehmen miteinander agieren und sich die angebotenen Waren strikt an den Bedürfnissen von Baufirmen orientieren.

Sobald es in die Richtung der Einrichtung, des Inventars oder auch der individuellen Gestaltung eines Hauses geht, sind die Möglichkeiten des Internets in all ihrer Fülle vorhanden. Ein gutes Beispiel stellt in diesem Zusammenhang der Shop unter www.wohnen.de dar. Gerade Privatpersonen nutzen diese Chance natürlich für sich. Einfacher geht es nicht, die Baumittel und Einrichtungen für das nächste DIY-Projekt zu erhalten.

Es besteht noch Nachholbedarf

Im Vergleich zu anderen Branchen steckt die Digitalisierung der Baubranche in vielen Bereichen noch in den Kinderschuhen. Sicherlich werden die hauseigenen Verfahren stets digitaler und Baupläne werden nicht mehr auf Papier, sondern am PC gestaltet. Auch finden Statikmessungen in der Planungsphase am Computer statt, Fertighäuser werden bauteilgenau digital gestaltet und dreidimensionale Führungen für künftige Hausbesitzer sind quasi natürlich.

Anders sieht es jedoch in der Materialbeschaffung aus. Alte Traditionen wandeln sich nicht so schnell und das beweist sich deutlich. Die Akquisetätigkeit findet weiterhin am Telefon statt, geht über Pauschalangebote oder auch spontane Besuche des Außendienstmitarbeiters in Firmen oder auf Baustellen hinaus bis sie eventuell mit einem hart erkämpften Auftrag endet. Die Probleme:

  • Zeitaufwand – diese Methoden sind zeitaufwendig und gehören der Vergangenheit an. Zum Einem erwarten viele Unternehmen ohnehin ein schriftliches – digitales – Angebot, zum Anderen reagieren viele Betriebe ablehnend, wenn sie unaufgefordert akquiriert werden.
  • Kostenintensiv – für die herkömmliche Akquise werden Mitarbeiter benötigt, die anderweitig während dieser Zeiten nicht einsetzbar sind. Harsch gesagt hat eine Baufirma Mitarbeiter, die beständig telefonieren und nur wenig Zählbares herauskommt. Noch schlimmer ist es, wenn Außendienstmitarbeiter eingesetzt werden.

Wer sich hingegen zu der Digitalisierung entschließt, der muss nicht mehr umgangssprachlich Klinkenputzen, sondern kann seine Produkte dort verkaufen, wo sich die Zielgruppe befindet. Dazu gehören mehrere Wege:

  • Marktplatz – er sollte gerade in der Anfangszeit stets benutzt werden. Ein eigens auf die Branche ausgerichteter und im B2B-Bereich angesiedelter Marktplatz hilft dabei, die richtigen Kunden mit wenig Aufwand zu treffen.
  • Homepage – leider wird eine gute Unternehmenswebseite auch heute noch stiefmütterlich behandelt. Dabei ist sie ein Aushängeschild und verleitet Interessenten dazu, Kontakt aufzunehmen oder direkt im Onlineshop zu kaufen. Auch für die Platzierung des Unternehmens auf dem Baumarktplatz ist die Homepage unverzichtbar, denn sie bietet weitergehende Informationen zu einzelnen Produkten.
  • Onlineshop – er ist von dem Aufbau recht leicht zu gestalten, aber mit viel Aufwand im späteren Verlauf verbunden. Dennoch sollten Baufirmen, gerade Baustoffhändler oder Spezialhändler, stets einen eigenen Onlineshop als Verkaufsplatz haben.

Sicherlich ist mit der Digitalisierung zuerst eine enorme Anstrengung verbunden, doch im weiteren Verlauf lohnt sich diese. Auch die potenzielle Zielgruppe digitalisiert sich immer stärker und stellt ihr eigenes Geschäftsgebaren um. Statt also noch auf alten Wegen nach Lieferanten zu suchen, wird der Kontakt mit wenigen Klicks online aufgenommen.

Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran und selbst Bereiche, in denen stets echte Handarbeit und persönlicher Kontakt gefragt waren, werden zunehmend digitaler. Zu diesem Branchen gehört die Baubranche. Natürlich, Objekte werden weiterhin per Hand errichtet, doch schon bei der Vorbereitung eines Architektenhauses, noch mehr beim Fertighaus, ist die Digitalisierung mit im Spiel. Dasselbe gilt für die Beschaffung von Baustoffen oder deren Verkauf. Aber wie ist die Baubranche gerüstet und welche E-Commerce-Lösungen gibt es?

Wird die Digitalisierung die Baubranche verändern?

Sicherlich wird es durch die Digitalisierung noch weitere Änderungen in der Baubranche geben. Im Planungsbereich sind diese schon sichtbar, immerhin werden viele Projekte zuerst digital realisiert und dann erst in die analoge Welt übertragen. Der 3D-Druck hat in dieser Projektplanung schon Einzug erhalten, denn während früher Modelle von Wohnsiedlungen oder Anlagen per Hand erstellt wurden, druckt der Drucker die kleinen Modelle heute im gewünschten Format aus. Und auch weitere Änderungen kann es geben:

  • Haus aus dem Drucker – die Weiterentwicklung des Fertighauses könnte aus dem 3D-Drucker stammen. Die Geräte sind heute längst in der Fahrzeugindustrie im Einsatz und stellen größere Bauteile her, sodass auch Hausbestandteile nur noch ein Schritt von der Testphase entfernt ist.
  • Bauplanung – je vernetzter alle Baubereiche und beteiligten Personen sind, desto enger können alle miteinander arbeiten. Die Vernetzung der Baustellen bietet mitunter den Vorteil, dass benötigte Baumaterialien eventuell gar automatisch nachgeordert werden, sobald der Vorrat zuneige geht. Mit intelligenter Technik ließen sich Verzögerungen bei Bauphasen verhindern.
  • Prüfungen – die Digitalisierung stellt auch Hilfen zur Verfügung, die künftig sicherlich ein wichtiger Bestandteil der Branche sein werden. Virtuell kann in Echtzeit die Dichtheit einer Gebäudehülle geprüft werden, entsprechende Programme kontrollieren die Statik und verhindern mitunter Unfälle.

Dennoch wird die Baubranche in vielen Bereichen wohl auch in Zukunft eine Branche bleiben, in der von Hand gearbeitet wird. Fundamente, Betonwände, Mauern – all dies wird auch künftig weiter mit echter Menschenkraft erledigt werden müssen. Die digitale Technik hilft nun nur und verrät mitunter, wie viel Beton benötigt wird.

Fazit – der Handel muss virtueller werden

Gerade der Handel mit Baustoffen und Materialien hinkt anderen Branchen im virtuellen Vergleich noch hinterher. Dabei könnten Baufirmen ihre Kunden online gezielt erreichen, ohne den Umweg über die zeitaufwendige Akquise nehmen zu müssen. In der Zukunft wird die Digitalisierung aber auch Änderungen auf den Baustellen direkt mit sich bringen, die allerdings wieder Vorteile beinhalten könnten.


 

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