Kommunen

Dresden vertritt die Bundesrepublik im kommenden Jahr beim Europawettbewerb „Entente Florale“

Bundeswettbewerb Entente Florale 2011/2012 Sechs Mal Gold für Deutschlands Städte und Gemeinden

Dresden vertritt die Bundesrepublik im kommenden Jahr beim Europawettbewerb „Entente Florale“

(EF) Besonderen Grund zu feiern hat die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Zunächst konnte die auch als Elbflorenz bekannte Stadt auf dem Gelände des ZDF-Fernsehgartens in Mainz im Bundeswettbewerb Entente Florale die Goldmedaille holen. Zugleich wurde die grüne Kulturstadt an der Elbe ausgewählt, um die Bundesrepublik Deutschland im Europawettbewerb „Entente Florale“ 2013 zu vertreten.

Vor mehr als 600 erwartungsvollen Zuschauern fand die Vergabe der Preise des Bundeswettbewerbs Entente Florale „Gemeinsam aufblühen“ statt. Viele der Teilnehmerstädte waren mit großen Delegationen angereist, um die Würdigung entgegen-nehmen zu können. Dabei durften nicht nur die Teilnehmer des Wettbewerbs 2012 auf ein gutes Abschneiden hoffen, sondern auch die des Wettbewerbs 2011. Sechs Goldmedaillen konnten an die insgesamt 18 Teilnehmerkommunen (Ortenberg in Hessen nahm 2011 und 2012 teil) aus den beiden zusammengelegten Wettbewerbsjahren vergeben werden. Gewürdigt wurden die Kommunen durch diese Auszeichnung für ihre konsequente und nachhaltige Grünpolitik, ihr außergewöhnliches Potenzial an schönen und gepflegten Grünflächen, aber auch für die Aktivierung der Bürger für das eigene Lebensumfeld.

Vier Mal bewertete die Jury Entente Florale, die über zwei Wochen im Juli alle Teilnehmerkommunen bereiste, die präsentierten Leistungen mit Silber, sieben Städte und Gemeinden wurden mit Bronze ausgezeichnet und eine Gemeinde sowie ein Stadtteil erhielten eine „Lobende Anerkennung“ für ihr großes Engagement im Grünbereich.

Die Ehrungen wurden vorgenommen von drei hochrangigen Vertretern der Bundesministerien, die zugleich Sonderpreise im Wettbewerb vergeben: von Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Ursula Heinen-Esser, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, und Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesbauministerium sowie von Heinz Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau und Klaus Groß, Vorsitzender des Komitees Entente Florale Deutschland.

Als symbolisches Zeichen für die Nominierung der Stadt Dresden für den Europawettbewerb „Entente Florale“ 2013 nahmen Dirk Hilbert, Erster Bürgermeister, und Detlef Thiel, Amtsleiter für Stadtgrün, eine Europaflagge in Empfang. Die Jury begründete ihr Votum unter anderem damit, dass Dresden eine höchst durchgrünte Stadt sei, die mit einem Netz an grünen Räumen und Verbindungen für hohe stadtplanerische Qualität und für Lebensqualität insgesamt gesorgt hat. Die enge Verzahnung der stadträumlichen und landschaftlichen Qualitäten in der Innenstadt ist ein wesentliches Merkmal für Dresden. Nicht umsonst wird Dresden die „Stadt in der Landschaft“ genannt. Ein erwähnenswertes Beispiel dieser Symbiose ist der Weißeritz-Grünzug, der sich auf eine Länge von 1,2 km mit Fuß- und Radwegen sowie Spielbereichen und einer Skater-Anlage durch den Süden der Stadt erstreckt. Aber auch Kleinode, wie der Staudengarten am Königsufer, prägen das Stadtbild der Elbmetropole und sind ein wichtiger Bestandteil der hohen Lebensqualität.

Neben den eigentlichen Preisen von Entente Florale konnten drei Sonderpreise aus den Bundesministerien sowie vier Sonderpreise von Verbänden vergeben werden. Der Sonderpreis des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für besonders gelungene Parkgestaltung mit standorttypischen Pflanzen ging an Ortenberg in Hessen für den Natur-Erlebnis-Spielplatz Lißberg.
Mit dem Sonderpreis „Naturschutz in der Stadt“, gestiftet vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorschutz, wurde das Projekt „Schlüters Kuhle“ in Bad Bentheim ausgezeichnet, bei dem es um die Renaturierung eines ehemaligen Steinbruchs ging.
Der erstmals vergebene Sonderpreis des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ging nach Ettenheim für den sogenannten Prinzengarten: Ein ehemals privater Garten von Adligen, aus dem nun ein wahres Kleinod geschaffen wurde. Es ist nun ein öffentlicher Raum, der für gemeinsame Aktivitäten, Konzerte und Veranstaltungen genutzt wird.

Sonderpreise der Verbände gab es vier an der Zahl: Der Preis des Bundesverbandes Einzelhandelsgärtner (BVE) kam einer Einkaufspassage – der Altmarkt-Galerie – in Dresden zugute. Der Bundesverband Zierpflanzen (BVZ) zeichnete mit seinem Preis „Andere begeistern“ das Engagement einer Gruppe von Verwaltungsleuten und Bürgern aus, die mit höchstem Engagement und Überzeugungskraft das Ziel wahr werden lassen, Andernach zur essbaren Stadt zu machen. Traunstein mit seinem Waldfriedhof kann sich über den Peis des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) freuen. Für die Familie Homola aus Wangerland war die Freude riesig, als sie den Preis der Deutschen Gartenbau Gesellschaft 1822 e.V. (DGG) für den „Schönsten Privatgarten“ entgegen nehmen durften.

Auf einem bunten Markt der Begegnungen rund um den ZDF-Fernsehgarten präsentierten sich die Teilnehmerkommunen mit Aktionen und Leistungen, die sie während des Bundeswettbewerbs Entente Florale durchgeführt haben.
In dem von Dr. Hans-Hermann Bentrup, Vorsitzender des Kuratoriums Entente Florale Deutschland, geleiteten abwechslungsreichen Nachmittagsprogramm stellten die Teilnehmer sich mit kulturellen Beiträgen dar und nutzten diesen festlichen Rahmen, um ihre eigenen Erfolge zu feiern.

Der Bundeswettbewerb Entente Florale ist eine Initiative der vier Träger Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG), Deutscher Städtetag (DST), Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB) sowie Deutscher Tourismusverband e.V. (DTV).

Übersicht der Preisträger 2011/2012:

  • Gold für 6 Teilnehmer: Andernach, Dresden, Ettenheim, Rheinfelden, Traunstein, Wangerland.
  • Silber für 4 Teilnehmer: Bad Bentheim, Bad Essen, Teltow, Waren (Müritz).
  • Bronze für 6 (7) Teilnehmer: Bad Schwalbach, Böhl-Iggelheim, Malente, Ortenberg (2011 und 2012), Schlüchtern, Wurzen.
  • Lobende Anerkennung für 2 Teilnehmer: Alfter, Bezirk Steglitz-Zehlendorf (Berlin).
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