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Die Anzahl tödlicher Unfälle mit Hubarbeitsbühnen gleichbleibend

Die Anzahl tödlicher Unfälle mit Hubarbeitsbühnen ist trotz wachsender Flottenzahlen und Einsatzzeiten gleichbleibend

Die Anzahl tödlicher Unfälle in Zusammenhang mit Hubarbeitsbühnen bleibt konstant, obwohl die Anzahl der Maschinen in den Mietflotten und die Menge der Miettage weltweit zugenommen haben. IPAFs Veröffentlichung der Daten zu Unfällen mit Hubarbeitsbühnen für das Jahr 2015 mit einer vorläufigen Berechnung des Anteils tödlicher Unfälle bestätigt damit, dass Hubarbeitsbühnen zu den sichersten Methoden für zeitlich begrenzte Höhenarbeiten zählen.

Für 2015 betrug die Jahresgesamtzahl der Betriebsstunden von Mietmaschinen 192,2 Millionen. Bei 68 gemeldeten tödlichen Unfällen ergibt sich daraus eine Inzidenzrate von 0,035. Bei den 68 berichteten tödlichen Unfällen 2015 waren die Hauptunfallursachen Umkippen der Arbeitsbühne, Stürze, Stromschläge und Einklemmen.

2014 betrug die Jahresgesamtzahl der Betriebsstunden von Mietmaschinen 182,4 Millionen, die Anzahl der gemeldeten tödlichen Unfälle lag bei 64. Das entspricht einer Inzidenzrate von 0,035.

2013 betrug die Jahresgesamtzahl der Betriebsstunden von Mietmaschinen 168,4 Millionen, die Anzahl der gemeldeten tödlichen Unfälle lag bei 68. Das entspricht einer Inzidenzrate von 0,040.

Die Unfalldaten aus den Jahren 2013 bis 2015 belegen folgende Hauptursachen für tödliche Unfälle mit Hubarbeitsbühnen: Stürze aus der Höhe (31 %), Umkippen (27 %), Stromschlag (15 %) und Einklemmen (15 %).

Bei der Berechnung der Rate tödlicher Unfälle zieht IPAF die folgenden Faktoren in Betracht:
•    Geschätzte Anzahl von Leihmaschinen auf Grundlage der IPAF-Konjunkturberichte für den Mietmarkt (www.ipaf.org/reports)
•    Geschätzte durchschnittliche Nutzungsrate je Land und weltweit im Jahresmittel (Nutzungsrate ist definiert als der Anteil der im Umlauf befindlichen Maschinen, der zu einem bestimmten Zeitpunkt vermietet ist)
•    Durchschnittliche Anzahl Arbeitstage pro Jahr (5 Tage pro Woche, 50 Wochen im Jahr)
•    Anzahl Todesfälle im Zusammenhang mit Hubarbeitsbühnen-Nutzung in einem bestimmten Jahr, auf Grundlage des IPAF-Unfallmeldeprojekts (www.ipaf.org/incident)

Bei der Präsentation der Forschungsergebnisse auf dem IPAF Summit in Madrid bemerkte IPAF Technikreferent und Sicherheitsexperte Chris Wraith, dass internationale Unfalldaten in unterschiedlichen Formaten dargeboten werden, was belastbare Vergleiche schwierig mache. Er sagte: "Hubarbeitsbühnen sind ein Teil der Lösung, um Stürze aus der Höhe zu verhindern. Aber wir sollten sehen, dass Hubarbeitsbühnen Gefahren mit sich bringen, die kontrollirt werden müssen. Konstruktionssicherheit ist nur eine Option und die Branche beginnt, weltweit zusammen zu arbeiten, um eine kontinuierliche Verbesserung zu erreichen."
 
Im Rahmen des 2012 begonnenen IPAF Unfallmeldeprojekts entsteht nach und nach eine umfassende Datenbank bekannter Unfälle. Mit den Unfalldaten kann IPAF die Inhalte von Schulungsprogrammen verbessern und technische Leitlinien entwickeln, mit denen spezifische hochriskante Berufe oder Tätigkeiten gezielt angesprochen werden. Die Forschungsergebnisse können außerdem als Grundlage für Normierungsentscheidungen dienen.

Alle Hersteller, Verleihfirmen, Bauunternehmer und Anwender sind aufgefordert, jeden bekannten Unfall mit Hubarbeitsbühnen weltweit (nicht beschränkt auf schwere und tödliche Unfälle) unter diesem Link zu melden: www.ipaf.org/accident. Die Informationen werden dazu verwendet, Höhenzugangstechnik noch sicherer zu machen als sie es heute bereits ist.

Legende:

  • MEWP Industry Fatal Injury Rate - FIR --> Rate der tödlichen Verletzungen in der Arbeitsbühnenbranche
  • Millions of MEWP rental days worldwide --> Miettage für Hubarbeitsbühnen in Mio weltweit
  • MEWP Fatal Injury Rate --> Rate der tödlichen Verletzungen mit Hubarbeitsbühnen
  • Number of fatal accidents shown in brackets --> Anzahl der tödlichen Unfälle in Klammern

www.ipaf.org/accident

FIRMENINFO

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Alter Schulhof 7
28717 Bremen

Telefon: +49 (0)421 6260 310
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