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Deutz bleibt auf Motoren sitzen

Der Kölner Motorenhersteller bekommt die Krise offenbar immer deutlicher zu spüren. Laut einem Medienbericht droht 2009 ein drastischer Absatzrückgang. Deutz will nun kräftig sparen.

 

In einem internen Szenario rechnet der Deutz-Vorstand für das kommende Jahr nur noch mit einem Absatz von rund 200.000 Motoren, berichtete am Freitag die Financial Times Deutschland unter Berufung auf Insiderquellen. Das wären 60.000 oder 20 Prozent weniger als voraussichtlich in diesem Jahr.

Nachfrage nach Motoren deutlich gesunkenGrund sei vor allem die stark gesunkene Nachfrage des Großaktionärs Volvo nach Nutzfahrzeugmotoren, zitiert die FTD den Insider. Zudem sei bei Baumaschinen und in China die Folgen der Krise deutlich zu spüren. Offiziell bestätigen wollte Deutz die Spekulationen nicht. "Prognosen sind derzeit schwierig", erklärte eine Sprecherin. Die Planungen für 2009 seien nicht ausgeschlossen. Effizienzprogramm soll Kosten senken Konzernchef Helmut Leube, der vor rund einem dreiviertel Jahr Gordon Riske ablöste, plant offenbar ein Effizienzprogramm, um dem Absatzschwund entgegenzusteuern. Das Programm, das Anfang Dezember in Eckpunkten auf einer Betriebsversammlung vorgestellt wird, soll bis zu 99 Millionen Euro Einsparungen bringen. Wegen der Finanzkrise musste der frühere BMW-Manager in diesem Jahr bereits zwei Gewinnwarnungen herausgeben. 2008 will Deutz nur noch etwa 260.000 Motoren absetzen - nach 286.000 Einheiten im Vorjahr. Angepeilt wird ein Umsatzwachstum und eine Ebit-Marge von rund zwei Prozent. Es könne allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass die Ziele nicht voll erreicht werden, warnte Deutz im Zwischenbericht zum dritten Quartal.

 

Quelle: ard.de

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