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Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel bei den Integrationsunternehmen di.hako in Trappenkamp

 

Am Mittwoch, 22. Juli 2009, besuchte die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel auf Einladung und Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsunternehmen im Rahmen ihrer aktuellen Wirtschaftsreise (übrigens als einziges Unternehmen in Schleswig-Holstein) die im Gewerbepark Socialtec in Trappenkamp ansässigen Integrationsunternehmen di.hako.

Der Gewerbepark steht für Innovation, Technologie und Soziales. Hier sind die von den Hako-Werken und der Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie (NGD-Gruppe) gegründeten Integrationsunternehmen di.hako.dip, di.hako.tec und di.hako.log angesiedelt, sowie das Hako-Technologie-zentrum Rotationssintern Trappenkamp.

Bereits 2000 begann die Zusammenarbeit zwischen der NGD-Gruppe und den Hako Werken mit der Gründung des zukunftsweisenden Integrationsunternehmen di.hako.dip.

Die NGD-Gruppe bietet in den Bereichen Berufsvorbereitung, Ausbildung, Kuren, Erholung, Hilfen für Senioren, Hilfen für behinderte Menschen, für Suchtkranke und psychisch Kranke sowie für Kinder, Jugendliche und Heranwachsende in ganz Schleswig-Holstein seine Dienstleistungen an.

Die Hako-Gruppe produziert und vertreibt weltweit professionelle Reinigungstechnik. Das Werk Trappenkamp ist eine von vier Produktionsstätten der Hako-Werke in Deutschland.

Inzwischen wurden zwei weitere Integrationsunternehmen, di.hako.tec (2003) und di.hako.log (2007) nach dem Schwerbehindertenrecht (gem. § 132 ff., Sozialgesetzbuch IX), gemeinsam aufgebaut. 




Sie begrüßten die Kanzlerin (von links):
Anton Senner, Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsunternehmen
Franz Thönnes, MdB (SPD)
Dr. Jörn Biel, Landes-Wirtschaftsminister (CDU)
Gero Storjohann, MdB (CDU)
Peter Speckhahn-Hass, Geschäftsführer di.hako
Ernst-Jürgen Gehrke, Geschäftsführer Hako-Werke GmbH
Georg Kallsen, Hauptgeschäftsführer NGD Gruppe
(Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie)


Frau Dr. Merkel wurde bei ihrem Rundgang begleitet durch Geschäftsführer Ernst-Jürgen Gehrke (Hako-Werke, zuständig für Bereich Produktion, rechts im Bild) und Wirtschaftsminister des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Jörn Biel.


Der gehörlose Dreher Mehmet Elüstü (links) erklärte der Kanzlerin seinen Arbeitsbereich; Gebärdendolmetscher Jens Behrens übersetzte.Hako-Vertriebsgeschäftsführer Bernd Heilmann zeigte der Kanzlerin Bilder der im Kanzleramt und im Reichstag eingesetzten Hako-Reinigungsmaschinen.




In der Lehrwerkstatt informierte sich die Kanzlerin über die Ausbildungssituation.In Ihrem offiziellen Statement zum Abschluss der Veranstaltung bezeichnete Frau Dr. Angela Merkel die Integrationsunternehmen di.hako in Trappenkamp als „Leuchtturm unter den gut 500 Integrationsbetrieben in Deutschland“.


“Die NGD-Gruppe hat gerade in der Zusammenarbeit mit den Hako-Werken gute Erfahrungen gesammelt. Integrationsunternehmen bieten sowohl für Menschen mit Behinderungen als auch für Wirtschaftsunternehmen Vorteile“, so Hauptgeschäftsführer Georg Kallsen. „Das Integrationsunternehmen di.hako.tec hebt sich von den anderen Integrationsunternehmen dadurch ab, dass wir uns wirklich im Hightech-Bereich bewegen, d.h. wir haben hier computergesteuerte Maschinen im Einsatz, die hochkompliziert sind und keine einfachen Drehmaschinen“ , betonte Ernst-Jürgen Gehrke, Hako-Geschäftsführer.

Die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitenden klappt in Trappenkamp. Hier arbeiten nicht behinderte Kolleg/-innen gemeinsam mit Kolleg/-innen, die verschiedene Behinderungen haben, z. B gehörlos oder psychisch krank sind.

Georg Kallsen und Ernst-Jürgen Gehrke sind vom Erfolg der Integrationsunternehmen überzeugt wenn die Professionalität eines Wirtschaftsunternehmens und die eines sozialen Dienstleistungsunternehmens zusammengebracht werden. Insbesondere dann ist ein erfolgreicher Aufbau und Betrieb eines Integrationsunternehmens möglich. Es werden Arbeitsplätze für behinderte Menschen und soziale Randgruppen geschaffen, die Öffentliche Hand wird entlastet, da aus Leistungsempfängern Leistungsträger werden und nicht zuletzt bleibt die Produktion in Deutschland, zu wettbewerbsfähigen Preisen.

Nach Abschluss der Aufbauphase sollen in den drei Integrationsunternehmen circa 100 Mitarbeiter/-innen, davon circa 70 mit einer Behinderung arbeiten. Das Integrationsamt Schleswig-Holstein fördert das Projekt mit 2,0 Mio. €. Diese Mittel stammen aus der Ausgleichsausgabe, die von Arbeitgebern entrichtet wird, die keine schwerbehinderten Menschen beschäftigen.

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