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Bordcomputer regelt Streusalzgaben

Verkehrssicherheit: Betriebshöfe sind ausgerüstet für den Wintereinsatz auf den Straßen – Hightech in den Fahrzeugen

Falls der bisher schlappe Winter wie von Wetterexperten prognostiziert Ende der Woche wirklich noch einmal Schnee und Eis bringt, ist der Winterdienst der Städtischen Betriebshöfe gerüstet. Mehr als achtzig Mitarbeiter und ihre vier Einsatzleiter stehen für einen Großeinsatz in Bereitschaft. Dies erläuterte der Leiter der Betriebshöfe, Werner Hullmann, im Gespräch mit dem ECHO.

Bei einem Einsatz auf verschneiter Straße können bis zu 50 Fahrzeuge unterwegs sein, so Hullmann, darunter Lastkraftfahrzeuge, Traktoren, Schmalspurwagen oder auch kleinere Gehwegräum- und Streufahrzeuge für die Bestreuung der Flächen an öffentlichen Gebäuden und Bushaltestellen im gesamten Umland. 168 Kilometer Stadt-, Landes- und Bundesstraßen werden mit dem Winterdienst der Betriebshöfe abgedeckt.

Die LKW zeichnen die gefahrenen Touren mit einem GPS-unterstützen Bordcomputer auf, der in dieser Saison erstmals zum Einsatz kommt. Das Gerät misst und dokumentiert, an welchen Stellen gestreut worden ist. „Wir können auf diese Weise sicherstellen, dass der Winterdienst seine Arbeit getan hat, wenn dies, zum Beispiel nach einem Unfall, gerichtlich in Frage gestellt wird“, erläutert Hullmann.

Das Programm kann aber noch mehr. So wird etwa die Streumenge der Fahrtgeschwindigkeit angepasst, die Luft- und Straßentemperatur kann angezeigt werden. Das bedeutet, dass nur dort gestreut wird, wo tatsächlich unter Null Grad erreicht sind.

Insgesamt stehen im Salzsilo auf dem Gelände der Betriebshöfe 190 Tonnen Feuchtsalz zur Verfügung. Das ist Salz im Wert von 14 000 Euro. Fünf bis sechs Tage reicht die Salzmenge aus, wenn alle Straßen und Gehwege verschneit oder vereist sind und täglich abgesichert werden müssen. „Bei einem Winterdiensteinsatz müssen je nach Schneefall und Eisglätte 42 Tourenpläne zügig abgearbeitet werden“, berichtet Hullmann. „In diesem Winter kam es bisher nur zu einem kleinen Einsatz. Dass der Winterdienst in dieser Saison möglicherweise kaum noch zum Einsatz kommt, ist für uns ein Nachteil“, sagt er. „Denn die Bereitschaft des Personals kostet Geld und die Stadt trägt die Kosten nur für die Einsätze.“

Neben der Stadt Rüsselsheim und ihrem Umland werden von den Betriebshöfen mittlerweile auch 310 Privatkunden bedient. Seit dieser Saison gehört außerdem die Schneeräumung in Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg zum Tourenplan der Betriebshöfe. Für die Gemeinde Nauheim werden Kontrollfahrten übernommen.

Zu den Aufgaben der Einsatzleiter im Winterdienst gehört auch die Überwachung der täglichen Wetterberichte. Wenn es die Witterung erfordert, machen die Einsatzleiter auch nachts Kontrollfahrten, damit bei plötzlichem Glatteis schnell reagiert werden kann.

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