News

Bodensanierung übernimmt der Cat Deltalader 289C

Wo Potenzial schlummert

„Der Boden im Teilbereich TB3 des Kleingartenvereins 723 weist Schadstoffe auf, die eine kleingärtnerische Nutzung nicht mehr zulassen“, teilte die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg den Anliegern und Kleingärtnern mit. Nachgewiesen wurden erhöhte Anteile von Schwermetallen, Arsen und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAKs. Mit der Sanierung im Kleingartenverein 723 am Niedergeorgswerder Deich wurde die Eggers Umwelttechnik beauftragt, die den Bodenaustausch vornimmt. Ihr Job: Den belasteten Boden auf einer Fläche von rund 24 000 Quadratmetern bis zu einer Tiefe von drei Metern auszugraben, abzutransportieren, zu entsorgen und wieder mit neuem, unbelasteten Boden aufzufüllen, damit die Kleingärtner wieder Radieschen und Rettich pflanzen können. Bei  der Bodensanierung kommt einem neuen Cat Deltalader 289C eine Sonderrolle zu.

Für die Kompaktmaschine aus dem Zeppelin Lieferprogramm ist es der erste Einsatz, bei dem sie sich bewähren muss. „Immer wenn in der Vergangenheit ein Deltalader nötig war, hatten wir bislang ein Subunternehmen beauftragt. Nun haben wir uns gedacht: Die Arbeiten können wir doch selbst genauso gut ausführen“, erklärt Ralf Staratzky, Assistent der technischen Leitung der Eggers Umwelttechnik. Diese testete verschiedene Geräte auf den Kraftstoffverbrauch, Feinfühligkeit und Schnelligkeit, bis die Wahl auf die Cat Maschine fiel. „Einen Deltalader effektiv zu fahren, ist nicht einfach. Unser Fahrer Jonas Rehder hat das Gerät probiert und war sofort begeistert“, berichtet Ralf Staratzky.

Besonderes Augenmerk richtet die Eggers Umwelttechnik auf eine Eigenschaft des Deltaladers: seine Wendigkeit. „Auf der Baustelle müssen wir darauf achten, dass wir mit unseren Baumaschinen die kontaminierten und unbelasteten Flächen strikt voneinander trennen. Dem Deltalader kommt hier eine besondere Funktion zu. Er kann an Ort und Stelle drehen – eine Eigenschaft, die bei diesem Einsatz zählt. Schließlich geben wir streng darauf acht, sauber zu arbeiten und dass es nicht zur Vermischung der Materialien kommt. Der Deltalader erreicht noch Stellen, wo andere Maschinen an ihre Grenzen stoßen“, erklärt Ralf Staratzky. Wahrscheinlich, so vermutet die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, wurden zwischen 1920 und 1930 Teile des Kleingartens mit unterschiedlichen Böden angefüllt – zum Schutz gegen Nässe bei hohen Wasserständen in der benachbarten Deponie Georgswerder Wettern. Dabei wurden auch Bodenmaterialien aus Baumaßnahmen sowie mit Schlacken versetzte Materialien verwendet. Dies war im Rahmen einer Bodenuntersuchung festgestellt worden.

Bevor die Eggers Umwelttechnik mit den Arbeiten loslegen konnte, wurde das Gebiet nach Kampfmitteln sondiert. Denn im Boden von Hamburg lauert noch immer eine ernste Gefahr: Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, die bis heute nicht detoniert sind, aber jederzeit explodieren könnten. Glaubt man den Kampfmittelexperten, sollen in der Hansestadt knapp 3 000 Bomben im Boden liegen. Auch auf der Fläche des Kleingartenvereins wurden Mitarbeiter der Eggers Kampfmittelbergung, die wie die Eggers Umwelttechnik zur Eggers-Gruppe gehören, fündig. Erst dann konnte der Aushub beginnen und der neue Kompaktlader unbelastetes Erdmaterial verteilen. Der Betrieb verspricht sich von dem Deltalader großes Potenzial. „Allerdings muss sich noch rausstellen, was die Maschine unter dem Strich genau leistet und wie es um das Verhältnis zu den Kosten und den Massen steht, die bewegt werden. Alternativ wäre hier auf der Baustelle auch der Einsatz einer Raupe, wie einer Cat D6, denkbar, wie wir sie ebenfalls in unserem Maschinenpark haben. Ein Dozer kann zwar mehr Masse mit seinem Schild verteilen, aber dafür fallen die Unterhaltskosten höher aus. Für den Deltalader spricht wiederum, dass er schneller agieren kann und wendiger ist“, so Staratzky.

Weil der kompakte Lader mit seinem Deltalaufwerk samt seiner Gummiketten nur einen geringen Bodendruck ausübt, ist ein nahezu verdichtungsfreier Einbau die Folge.  Zudem verfügt die Maschine über in Stahl eingebettete Ketten- und Stahllaufwerksteile und somit bietet sie sich nicht nur für einen bodenschonenden Einsatz an, sondern auch für asphaltierte Flächen und im Erdbau. Das könnte sich bei dem nächsten Baustelleneinsatz für das Unternehmen bereits auszahlen. „Selbst in unebenem Gelände oder auf rutschigem Boden ist eine ausreichende Traktion gewährleistet. Damit gibt es deutlich mehr  Einsätze für einen Deltalader, als sich manches Unternehmen vielleicht vorstellen kann“, verspricht der Zeppelin Verkäufer Dirk Carstensen. Für den Deltaladerfahrer zählt wiederum, dass das Laufwerk voll gefedert ist, denn so wird ein schwingungsarmes Arbeiten gewährleistet. Damit nicht genug: Das Laufwerk ist auf beiden Seiten der Maschine mittels eines Torsionsachsenpaares aufgehängt und die Ketten können unabhängig voneinander nachgeben. Dies verringert die Stoßbelastung der Maschine und verhindert den Verlust von Ladung bei Fahrt auf unebenem Gelände.

Schaufel und Gabelzinken sind momentan die beiden Arbeitswerkzeuge, die von der Eggers Umwelttechnik genutzt werden. Um sich später nicht die Möglichkeit von weiteren Anbaugeräten zu verbauen, verfügt die Maschine über eine High-Flow-Hydraulik. Weil Baumaschinen, wenn sie in kontaminierten Bereichen arbeiten, mit einer Schutzbelüftung ausgestattet sein müssen, erhielt auch der Cat 289C von der Zeppelin Niederlassung Hamburg eine solche. Fast alle Geräte der Eggers Umwelttechniksind damit ausgerüstet. Als das Unternehmen mit dem Zeppelin Verkäufer Dirk Carstensen die einzelnen Features bei der Maschinenbestellung durchging, legte man nicht nur darauf Wert, sondern man bestand auch auf einer Zentralschmieranlage und der Laserausrüstung. Schließlich soll die Kompaktmaschine später auch eigenständig präzise ein Feinplanum anlegen können. Somit sind noch weitere Anwendungsmöglichkeiten der kompakten Baumaschine gegeben, welche die Eggers Umwelttechnik auf den nächsten Baustellen rund um Hamburg nutzen will, wenn die Sanierung im Kleingartenverein 723 am Niedergeorgswerder Deich abgeschlossen ist und 47 Parzellen, Parkplätze, Wege und Entwässerungsgräben neu angelegt sind.

www.zeppelin-cat.de

Nach oben
facebook youtube twitter Instagram rss