Kommunen

Bernaus Bauhof-Team auf Winter vorbereitet

„Das war bis jetzt nur zum Warmwerden“

Es war herrlich anzuschauen: Die ersten Schneeflocken schwebten gestern Nachmittag vom Himmel und bedeckten auch Bernau mit einem dünnen weißen Teppich. Während Kinder begeistert kleine Schneemänner bauten, fegten Autofahrer mit deutlich weniger Begeisterung Schnee von ihren Fahrzeugen. Doch relativ schnell taute dann die weiße Pracht weg. „Teilweise war der Schnee schon im Laufe der Nacht verschwunden und die meisten Straßen waren gegen Morgen schon abgetrocknet“, so Bauhofchef Marco Böttcher. Das Bauhof-Team war trotzdem seit 4 Uhr im Einsatz, streute Kies gegen die Glätte auf Geh- und Radwegen sowie an Bushaltestellen. „Das war heute nur zum Warmwerden“, schmunzelte Böttcher.

Zweimal am Tag bekommt er von der MeteoGroup detaillierte Wettermeldungen für Bernau, so dass genug Zeit bleibt, sich auf die Entwicklungen einzustellen.

Keine Frage: Die Winterdienstfahrzeuge auf dem Bernauer Bauhof sind längst für den Einsatz vorbereitet, Streugut ist ausreichend am Lager. Die Fahrzeugflotte wurde außerdem verjüngt. Für 110.000 Euro hat die Stadt einen neuen Multicar gekauft. Dazu kommt ein neues „Müllsammelfahrzeug“, das 38.250 Euro gekostet hat.

Alles in allem müssen in Bernau 180 Kilometer Straße sowie rund 40.000 Quadratmeter Geh- und Radwege, Haltestellen, Parks und Plätze winterdienstmäßig betreut werden. Der städti-sche Winterdienst erfolgt montags bis freitags von 4 bis 22 Uhr, am Wochenende von 6 bis 20 Uhr. Verstärkt wird der Bauhof durch die Firma MH Landschaftspflege Stackelitz GmbH, die sich der Reinigung der Geh- und Radwege annimmt sowie bei der Räumung von Schnee und Eis an Haltestellen und Fußgängerüberwegen unterstützt. Die Torsten Rahlf GmbH wurde mit der Räumung auf Fahrbahnen der Dringlichkeitsstufen 2 und 3 – das sind zum Beispiel Anliegerstraßen – betraut.

Bauhofchef Marco Böttcher appelliert an die Autofahrer in den Siedlungsgebieten, ihre PKWs bei Wintereinbruch nach Möglichkeit nicht am Straßenrand, sondern auf den Grundstücken zu parken, damit die Winterdienstfahrzeuge durchkommen. In den Vorjahren gab es da immer wieder Probleme. Die Winterwartung der Gehwege sowie der kombinierten Geh- und Rad-wege obliegt laut Straßenreinigungssatzung den Anliegern. Um die Landesstraßen im Bernau-er Stadtgebiet kümmert sich weiterhin der Landesbetrieb Straßenwesen.

Auch in diesem Jahr bietet die Stadt Bernau ihren Bürgern eine kostenfreie Winterdienst-Hotline an, an die sie sich mit Problemen, Hinweisen und Fragen zum Winterdienst wenden können. Die geschulten Mitarbeiter des Call-Centers leiten diese gebündelt und zeitnah an die Verwaltung weiter. „Durch die Einrichtung der Telefon-Hotline wird es den Mitarbeitern der Verwaltung möglich sein, Anliegen zügig zu bearbeiten, Vorortkontrollen zeitnah vorzunehmen und Rückfragen schneller zu beantworten. Allerdings bedeutet das nicht, dass jedes Problem sofort behoben werden kann“, so Marco Böttcher. Schließlich gebe es bei den Straßen je nach Verkehrsbedeutung Dringlichkeitsstufen. Das heißt unter anderem, dass erst Hauptverkehrsstraßen und dann Anliegerstraßen von Schnee und Eis beräumt werden.

Die Winterdienst-Hotline ist bis zum 31. März kommenden Jahres montags bis samstags von 8 bis 18 Uhr unter der Nummer 08 00/0 32 92 69 zu erreichen.

Presseinfo der Stadt Bernau

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