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Bauwirtschaft boomt wie seit 1990 nicht mehr

Die Schweizer Bauwirtschaft boomt: Der Umsatz stieg zwischen Januar und September 2007 auf den höchsten Wert seit 1990. Mit 12,6 Mrd. Franken liegt er 4 Prozent über dem Umsatz der Vorjahresperiode.

Das gute Ergebnis sei vor allem auf die starke erste Jahreshälfte zurückzuführen, teilte der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) mit. Im dritten Quartal blieb der Umsatz mit knapp 4,8 Mrd. Franken auf dem Niveau der Vorjahresperiode.

Allerdings zeige sich die Baukonjunktur von Juli bis September uneinheitlich. Während die Bautätigkeit im Hochbau um 2,1 Prozent zugelegt habe, sei jene im Tiefbau um 3,3 Prozent gesunken.

Die Wachstumstreiber befanden sich im dritten Quartal vor allem im privaten Sektor. Die Umsätze im Wohnungsbau hätten zwar seit langem leicht abgenommen (-1,8 Prozent). Mit 1,5 Mrd. Franken lägen die Werte aber immer noch über denjenigen der entsprechenden Periode in den Jahren 2004 und 2005.

Die Auftragseingänge blieben zwischen Juli und September stabil. Dies deute darauf hin, dass der Zenit im Wohnungsbau wohl definitiv erreicht worden sei, schreibt der SBV. Ein weiteres Indiz hierfür sei die rückläufige Anzahl Baubewilligungen. Da der Arbeitsvorrat Ende September immer noch leicht über dem Wert des Vorjahres liege, rechne der SBV mit einer weichen Landung gegen Ende 2008.

Besonders stark gewachsen sind die Umsätze des dritten Quartals im gewerblichen und industriellen Bau. Diese kletterten um 9,2 Prozent auf über 800 Mio. Franken und erreichten damit den höchsten Wert seit Anfang der 90-er Jahre.

Aufgrund der für das vierte Quartal 2007 gemeldeten Bauvorhaben sowie der Arbeitsvorräte hält die günstige Baukonjunktur wohl noch einige Monate an. Die bisher beobachtete Dynamik des Wohnungsbaus dürfte hingegen nachlassen.

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