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Baumaschinenhersteller sehen Ende der Talfahrt

Baumaschinen: Wunder drften im Jahr 2010 nicht erwartet werden, aber "wir hoffen, dass eine starke Bauma (19. bis 25.4.10) in diesem Jahr die fr die Bau- und Baustoffmaschinenindustrie so wichtige Stimmungswende untersttzen wird", erklrte Christof Kemmann, Vorsitzender des VDMA-Fachverbands Bau- und Baustoffmaschinen, anlsslich des Bauma-Mediendialoges 2010 in Mnchen.

Die Wende sei bereits vollzogen, denn "die gute Nachricht ist", so Jens Nagel, Geschäftsführer des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) aus Deutschland, "dass die Talsohle erreicht ist und es jetzt wieder aufwärts geht." Vorsichtig optimistisch gibt sich auch der Vorstandsvorsitzende des Rohstoffriesen BHP Billiton, Marius Kloppers. Er schätzt, dass ab Anfang des Jahres 2010 Metalle wieder lebhaft nachgefragt werden.

Der Termin der Bauma 2010 liegt also genau in der beginnenden Aufschwungphase, sodass von dieser Leitmesse wichtige, weltweite Impulse ausgehen werden.

Als flächenmäßig größte Messe der Welt wird die Bauma, Internationale Fachmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte, weiter wachsen. "Erfreulicherweise können wir bereits jetzt sagen, dass die Bauma 2010 komplett ausgebucht ist, obwohl die Fläche noch einmal um 15 000 m2 vergrößert werden konnte", betont Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München, und ergänzt: "Alle weltweit wichtigen Key-Player werden wieder in München vertreten sein. Die Bauma 2010 wird insgesamt 555 000 m2 Ausstellungsfläche belegen." Sie "wird auf Ausstellerseite noch internationaler aufgestellt sein als vor drei Jahren. Da derzeit noch die Einzelaussteller für die Gemeinschaftsstände von den jeweiligen Organisatoren benannt werden, können wir noch keine abschließende Ausstellerzahl nennen."

Zur diesjährigen Veranstaltung wird die höchste Ausstellerzahl seit Durchführung der Messe erwartet. Durch die Flächenerweiterung im Freigelände mit temporären Hallen, durch bestehende und neue Gemeinschaftsstände und die teils veränderten Flächenwünsche der Stammaussteller können nach aktuellem Planungsstand mehr als 3000 Aussteller teilnehmen. Dennoch werden nach Einschätzung des Projektleiters Georg Moller nicht alle Flächenwünsche der Unternehmen berücksichtigt werden können. "Besonders erfreulich ist für uns das Interesse seitens chinesischer, türkischer und insbesondere auch indischer Aussteller, gerade weil Indien Partnerland der Bauma 2010 ist. Teilweise haben sich die Anfragen nach Ausstellungsfläche aus diesen Ländern im Vergleich zu 2007 verdoppelt."

Partnerland Indien will mit einer neuen Bergbaupolitik private Investoren ins Land holen. Dazu wird zurzeit das Bergrecht reformiert. Der Bergbauminister des Landes, B. K. Handique, hofft, den Anteil des Bergbaus am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von gegenwärtig 2 % auf 5 % steigern zu können 4 % hält er für das Mindeste. Noch liegt Indien in der Ausschöpfung seiner Ressourcen hinter vielen anderen rohstoffreichen Ländern zurück. Nach Angaben der Federation of Indian Mineral Industries ist bisher nur in 2,3 % des Landes auf mineralische Vorkommen exploriert worden.

Von der Bergrechtsreform erhofft sich die Regierung in New Delhi, dass innerhalb von fünf Jahren ausländische Direktinvestitionen von 250 Mio. $/a generiert werden. Der Bergbau wird eine lukrative Region erschließen. Die wieder steigenden Rohstoffpreise werden durch Indiens rasch fortschreitende Industrialisierung mit angetrieben. Aber Indien ist nicht nur reich an Rohstoffen, es bildet für diese auch den Absatzmarkt, was das Land für international tätige Bergbaugesellschaften attraktiv macht. Die im VDMA organisierten deutschen Hersteller von Bergbaumaschinen schlossen das Jahr 2009 mit einem Rekordumsatz ab. Und die Branche hofft, ihre Umsätze 2010 halten zu können.

Christof Kemmann geht davon aus, dass die Bauma auch 2010 ihrem Ruf als Innovationsmesse wieder mehr als gerecht wird. Über 200 Bewerbungen für den Bauma-Innovationspreis 2010 gäben bereits einen Vorgeschmack darauf.

"Mit der Verleihung des Preises wollen wir die Innovationskraft von Ausstellern sowie von Bauunternehmen würdigen und belohnen", betont Dieter Brammertz, Sprecher der Jury, und ergänzt: "Wir wünschen uns eine breitere Strahlkraft für diese hochkarätigen technischen Entwicklungen in die Medien, zu den Kunden und potenziellen Anwendern weltweit und in die breite Öffentlichkeit. Wir haben die eingereichten Innovationen nach folgenden Kriterien beurteilt: Zukunftsfähigkeit, Nutzen für die Praxis, Beitrag zum Umweltschutz und zur Humanisierung der Arbeitswelt, Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Energie- und Kosteneffizienz, Imagewert für die Bau-, Baustoff- und Bergbaumaschinenindustrie oder die Bauwirtschaft und Baustoffindustrie. Alle Innovationen - bis auf die, die in der Kategorie Bauverfahren/Bauwerk nominiert sind - werden auf der Messe zu sehen sein!"

Für diesen Innovationspreis sind gleich zwei Produkte der Firmengruppe Liebherr, die mit 13 500 m² den größten Stand belegen wird, nominiert: In der Kategorie "Komponente" der Energiespeicherzylinder und in der Kategorie "Design" ein Materialumschlaggerät.

Die Entwicklung zeigt, dass die Bauma auch in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld ein Meilenstein im Messekalender der Branche bleibt, die ihre Innovationskraft auf der weltweit führenden Messe demonstrieren will.

Quelle: www.vdi-nachrichten.de

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