Besonders große Auswirkung auf den Arbeitsalltag hatte die Witterung auf den Seligenstädter Bauhof. Bei den aus sieben Männern bestehenden <link _top internal-link internal link in current>Winterdienst-Trupps hieß es in die Hände spucken. Ab dem 1. Advent standen wochenlang fast tägliche Einsätze ab vier Uhr morgens auf dem Programm. Ziel des frühen Einsatzes war dem Berufsverkehr und den Schülern so gut es geht die Straßen und Wege zu räumen. Sonntagseinsätze von sieben Stunden waren nicht mehr Ausnahme, sondern Regel. Mehrfach wurden zwei Einsätze an einem Tag gefahren, morgens und abends. Insgesamt wechselten sich drei Winterdiensttrupps ab – wochenlang.
Die Weihnachtsfeiertage machten da keine Ausnahme und zeigten sich für die Bauhof-Männer wenig beschaulich. Bis zu 10 Stunden am Tag kämpften die Männer gegen den Schnee, ein Tun welches sich bis über Silvester zog. Feiertagsruhe – Fehlanzeige!
Insgesamt leistete die Bauhofmannschaft im Monat Dezember etwa 2.000 Arbeitsstunden im Winterdienst und es wurden rund 170 Tonnen Streusalz ausgebracht.
„Wir vom Bauhof waren gut vorbereitet und hatten keine Streumittelknappheit. Daher waren wir auch nicht darauf angewiesen zu überhöhten – teilweise vervierfachten – Preisen nachzukaufen“, so Bauhofleiter Harald Ott.
Dem vielen Schnee folgte direkt im neuen Jahr Hochwasser. Der Main trat bekanntlich über die Ufer und verlangte der Bauhofmannschaft erneut außerordentlichen Einsatz ab. Die Mainfähre musste vertäut und Parkscheinautomaten sowie losen Bänke demontiert und zwischengelagert werden. Für die Feuerwehr Seligenstadt wurden Sandsäcke gefüllt und bereitgestellt, letztlich wurden sie nicht benötigt. Die Feuerwehr kontrollierte in der knappen Woche des Hochwassers dreimal am Tag die Pegelstände.
Nachdem der Main wieder in sein Bett gewichen war blieb jede Menge Schwemmsand und Treibgut zurück und die Bauhof-Männer kamen erneut mit Aufräumarbeiten zum Einsatz. Der Schwemmsand wurde umgehend, solange er sich noch leicht bewegen ließ, mit Unimogs zurück ins Flussbett geschoben.
Insgesamt waren in den Tagen des Hochwassers 15 Leute mit Unimog, Radlader, LKW und Waschgerät unterwegs und leisteten circa 140 Arbeitsstunden.
„Wir von der <link _top internal-link internal link in current>Stadt Seligenstadt sind unserer fleißigen Bauhofmannschaft sehr dankbar. Wir wissen ihre Arbeit zu schätzen und besonders die langen und teilweise kraftraubenden Einsätze an den Feiertagen. Unsere Trupps können nicht überall sein und schon gar nicht überall zur gleichen Zeit. Ich hoffe, dass diese Zusammenfassung noch mal dazu beiträgt zu verdeutlichen, dass in Seligenstadt der Winterdienst groß geschrieben wird und über viele Stunden hinweg – wenn die meisten noch geschlafen haben oder mit ihrer Familie am Weihnachtsbaum saßen – erfolgt ist. Im Namen der Bürgerschaft von Seligenstadt sage ich herzlichen Dank“, so Erste Stadträtin Claudia Bicherl.
Quelle: Seligenstadt / Öffentlichkeitsarbeit