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Arbeitsbühnenbranche: Genauere Zahlen dank besserem Unfallmeldeverhalten

Die Arbeitsbühnenbranche meldet häufiger Unfälle an die freiwillige IPAF-Datenbank. Die vorläufige Auswertung der Unfalldatenbank zeigt, dass sich 2013 weltweit 53 tödliche Unfälle mit Hubarbeitsbühnen ereigneten.

Die Hauptunfallursachen waren: Umkippen (16), Sturz aus dem Arbeitskorb (13), Einklemmen (10), Stromschlag (7), Kollision mit Hubarbeitsbühne (4) und herabfallender Gegenstand (2). In einem Fall war die Unfallursache unbekannt.

Nahezu die Hälfte der gemeldeten tödlichen Unfälle (26 bzw. 49 %) ereigneten sich mit mobilen Teleskop-Hubarbeitsbühnen (Booms - 3b). 14 Unfälle (26 %) ereigneten sich mit mobilen Senkrechtbühnen (Mobil Vertikal - 3a) und 11 (21 %) mit stationären und LKW-Arbeitsbühnen (Statisch Boom - 1b). In zwei Fällen (4 %) war der beteiligte Arbeitsbühnentyp unbekannt.

Dreißig (57 %) der Unfälle mit Todesfolge ereigneten sich in den USA, Heimat von 54 % der weltweiten Mietflotte.¹ Drei tödliche Unfälle trugen sich jeweils in Deutschland, Großbritannien und Spanien zu, zwei jeweils in Belgien, Frankreich, Kanada und den Niederlanden und jeweils einer in Armenien, Australien, Irland, Malaysia, Norwegen und im Nahen Osten.

Das IPAF-Unfallmeldeprojekt wurde 2012 ins Leben gerufen und schloss eine wichtige Lücke, da zuvor kein einheitliches System zur Erfassung und Analyse von schweren Arbeitsunfällen mit Hubarbeitsbühnen existierte und keine Daten bezüglich der Anzahl und Hauptursachen tödlicher Unfälle vorlagen. Im ersten Jahr des Projekts wurden weltweit 32 tödliche Unfälle mit Hubarbeitsbühnen gemeldet.

IPAFs Technischer Referent Chris Wraith betont, dass sich das Unfallprojekt noch in einer sehr frühen Phase befindet und warnt vor vorschnellen Vergleichen mit dem zweiten Jahr. „Es dauert noch mindestens bis 2016/17, bevor wir zwischen den einzelnen Jahren realistische und aussagefähige Vergleiche hinsichtlich der Unfallhäufigkeit vornehmen können“, sagt Wraith. „Die zitierten Vergleichszahlen dienen nur zur Information und lassen in keinster Weise darauf schließen, dass sich die Anzahl tödlicher Unfälle mit Hubarbeitsbühnen von 2012 bis 2013 erhöht hätte. Sie verdeutlichen vielmehr, dass der Bekanntheitsgrad und der Erfolg des Projekts wachsen. Hubarbeitsbühnen sind wahrscheinlich die sicherste Methode für zeitlich begrenzte Höhenarbeiten. In der Branche steigt der Bekanntheitsgrad des Projekts und es werden mehr Unfälle gemeldet, nicht mehr Unfälle verursacht.“

„Das innovative Projekt wird weltweit immer stärker wahrgenommen und damit steigt auch die Anzahl der Länder, Unternehmen und Personen, die ihren Beitrag leisten“, sagt IPAF-Geschäftsführer Tim Whiteman. „Mit der Zeit wird das Projekt zu einer umfangreichen Datensammlung heranwachsen, die uns brauchbarere Vergleiche und Schlussfolgerungen ermöglicht. Ich möchte alle, denen ein tödlicher Arbeitsunfall mit einer Arbeitsbühne in ihrem Land bekannt ist, dazu auffordern, diesen über die IPAF-Website zu melden. Es besteht dort auch die Möglichkeit, diese Meldung auf Wunsch anonym zu machen.“

Mit IPAFs Unfallmeldeprojekt entsteht eine umfassende Datenbank bekannter Unfälle. Anhand der gesammelten Daten kann IPAF Analysen durchführen und nach gemeinsamen Tendenzen suchen, um dann konkrete Vorschläge für Gegenmaßnahmen zu machen, die den sicheren Einsatz von Arbeitsbühnen weltweit noch gezielter fördern. Sämtliche Daten werden streng vertraulich behandelt und dienen allein Analysezwecken sowie der Verbesserung der Sicherheit.

Die vorliegenden Daten basieren auf direkt an IPAF gemachte Unfallmeldungen, auf Informationen von IPAF-Mitarbeitern weltweit und auf Informationen aus verschiedenen Nachrichtenmedien. Die Genauigkeit der Daten kann nicht garantiert werden, doch werden die Angaben in allen erforderlichen Fällen überprüft und die Daten entsprechend aktualisiert.

Britische Verleihunternehmen und IPAF-Mitglieder haben sich freiwillig verpflichtet, alle sie selbst betreffenden Unfälle mit Hubarbeitsbühnen über die IPAF-Datenbank zu melden. Alle Hersteller, Verleihfirmen, Bauunternehmer und Anwender sind aufgefordert, jeden bekannten tödlichen und schweren Unfall mit Hubarbeitsbühnen und Mastkletterbühnen weltweit unter diesem Link zu melden: www.ipaf.org/accident

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