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900 Vario-Baureihe – Eine neue Generation

Zum großen Feldtag in Wadenbrunn präsentiert Fendt eine neue Generation der 900 Vario-Baureihe. Angeführt wird die neue Baureihe durch das Topmodell 939 Vario mit 390 PS. Der neue 900 Vario vereint die bekannten Technologien der preisgekrönten bisherigen Baureihe mit neuen Innovationen wie der Fendt-Variotronic oder der komplett ins Fahrzeugkonzept integrierten Reifendruckregelanlage.

Das neue Topmodell mit 390 PS

Viele Fendt-Kunden fordern im Bereich der großen Standardschlepper noch mehr Leistung. Mit der Vorstellung der neuen 900 Vario-Baureihe im Leistungsbereich von 240 bis 390 PS gibt Fendt die Antwort und präsentiert mit dem 390 PS starken Topmodell 939 Vario den leistungsstärksten Standardschlepper am Markt. Superlative bietet Fendt auch mit der Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Dank der größten Bereifung mit einem Durchmesser bis 2,15 Meter sowie einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 18 Tonnen ist der 939 Vario zudem der zugkräftigste Standardtraktor, den die Branche derzeit bietet.

Kernelement dieser Leistungssteigerung ist der neue Sechs-Zylinder Deutz-Motor mit 2.000 bar Common-Rail-Hochdruckeinspritzsystem. Durch die Vergrößerung von Bohrung und Hub konnte ein Hubraum von 7,8 Litern und damit eine Leistung von 390 PS realisiert werden. Das hervorragende Dynamikverhalten des Deutz-Motors mit einem weiter optimierten Kühlsystem resultiert neben der präzisen Einspritzung zudem auch aus dem neuen Turbolader mit elektronisch geregeltem Wastegate. Auch beim neuen 900 Vario setzt Fendt auf die spritsparende SCR-Technologie, um die Abgasnorm der Stufe 3b (Tier IV interim) zu erfüllen. Grund dafür war die Gesamtwirtschaftlichkeit des Traktors, also die Kosten pro Hektar, auf die der Kraftstoffverbrauch den größten Einfluss hat. Denn trotz reduzierter Stickoxid- und Partikel-Emissionen konnten sowohl der Kraftstoffverbrauch als auch der CO2-Ausstoß deutlich reduziert werden. Da die Abgasnachbehandlung mit der Harnstofflösung AdBlue nach dem Verbrennungsvorgang stattfindet und die Abgasrückführung entfällt werden eine bessere Verbrennung sowie ein geringerer Kraftstoffverbrauch erzielt. Auch der Kühlleistungsbedarf konnte durch die SCR-Technologie reduziert und damit Verluste minimiert werden.

Ein Terminal, das alles kann

Das neue Elektronik-Konzept, die Fendt Variotronic setzt auch in der neuen Baureihe 900 Vario Maßstäbe. Das neue Terminal, erhältlich in zwei verschiedenen Ausführungen, überzeugt durch sein bedienerfreundliches Menü mit flacher Struktur und dem praktischen Berührungsbildschirm – bekannt von modernen Medien verknüpft mit der Robustheit für den Feldeinsatz eines Ackerschleppers. In nur einem Terminal sind die Bedienung des Traktors, die ISOBUS-Gerätesteuerung, die Spurführung VarioGuide, die Dokumentation VarioDoc sowie die Darstellung von Kamerabildern zusammengefasst und mit einer einheitlichen Bedienlogik zu steuern.

Reifendruckregelanlage – Komplett ins Fahrzeugkonzept integriert

Neben den aus der bisherigen Baureihe 900 Vario bekannten zukunftsweisenden Technologien bietet die neue Serie weitere innovative Optionen. Dabei ist unter anderem die auf der Agritechnica 2009 mit einer Silbermedaille ausgezeichnete Reifendruckregelanlage Fendt VarioGrip zu nennen. Damit bietet Fendt die erste am Markt verfügbare und vollständig ins Fahrzeugkonzept integrierte Reifendruckregelanlage. Die im Hause Fendt entwickelte Innovation ermöglicht eine Druckregelung auch während der Fahrt. Diese erfolgt über die innen liegende, ringförmige PTG-Drehdurchführung. Die Luftbeschaffung wird über einen modifizierten Fahrzeugkompressor sowie eine fahrzeugeigene Ventiltechnik realisiert. In circa zehn Minuten kann der Reifendruck um ein
bar erhöht werden. Die Reduzierung des Druckes um ein bar dauert nur zwei Minuten. Somit werden deutlich kürzere Wechselzeiten erzielt als bei Nachrüstsystemen, die den Standard-Fahrzeugkompressor nutzen.

Auch die Bedienung der Reifendruckregelanlage Fendt VarioGrip ist in das Gesamtkonzept des Fahrzeuges integriert. Über das Vario-Terminal können der Reifendruck des Traktors und eines Anhängers über ISOBUS mit einem Tastendruck geregelt werden. Ein Assistenzsystem weist den Fahrer, abhängig von verschiedenen Parametern, auf zu niedrigen oder zu hohen Reifendruck hin. Damit fährt das komplette Gespann immer mit optimalem Druck. Die Investition von knapp 10.000 Euro amortisiert sich, je nach Einsatz und Auslastung, bereits nach zwei bis vier Jahren.

Sicher bremsen mit dem Antiblockiersystem

Eine weitere Innovation, die Fendt mit der neuen 900 Vario Baureihe präsentiert, ist das erste serienverfügbare ABS-System für Standardschlepper, das über das pneumatische Bremssystem realisiert wird. Die Funktion ist bekannt aus dem PKW- und LKW-Bereich, wobei die Installation in einem Traktor eine besondere Herausforderung darstellt. Durch die unterschiedlichen Reifengrößen an der Vorder- und Hinterachse, der insgesamt deutlich größeren Bereifung von bis zu 2,15 Meter Durchmesser und der damit verbundenen Massenträgheiten unterscheidet sich das Fahrverhalten eines Traktors deutlich von denen eines LKW oder eines PKW. Vier Sensoren an den einzelradgebremsten Rädern erfassen die Raddrehzahl während der Bremsung und steuern über Ventile den Bremsdruck, um so ein Blockieren der einzelnen Räder zu verhindern. Dadurch wird ein stabiles Lenkverhalten auch beim Bremsen in Kurven sowie unterschiedlichen Fahrbahnbelägen gewährleistet und ein Ausbrechen des Fahrzeuges verhindert. Immer mehr Traktoren der 900 Vario-Baureihe werden, unter anderem begründet durch die Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h, im Transport eingesetzt. Vor allem bei diesen Einsätzen bedeutet das ABS-System einen deutlichen Sicherheitsgewinn.

Motor-Getriebe-Schutz – Garant für hohe Lebensdauer

In der neuen 900 Vario-Baureihe ist ein umfassendes Schutzprogramm installiert, das eine hohe Lebensdauer und die Einsatzsicherheit des Traktors garantiert. Dieses beinhaltet unter anderem einen Abwürgeschutz bei Zapfwellenarbeiten. Dabei wird die Zapfwelle bei rasantem Drehzahlabfall geöffnet und so ein Abwürgen des Traktors und das damit verbundene Laufen des Turboladers ohne Schmierung verhindert.

www.fendt-isu.com

Über Fendt

Fendt ist die führende High-Tech-Marke im AGCO-Konzern für Kunden mit den höchsten Ansprüchen. Traktoren und Erntemaschinen von Fendt arbeiten auf den Feldern der Welt mit unternehmerisch ausgerichteter Landwirtschaft und anderen interessanten Aufgabengebieten. In vielen Bereichen gilt Fendt als Welt-Innovationsführer der Landtechnik. So profitieren Fendt-Kunden schneller von den neuesten Technologien zu Erhöhung der Leistung, Effizienz und Wirtschaftlichkeit auf ihren Betrieben. An den Standorten Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim in Bayern beschäftigt AGCO Fendt rund 3.300 Mitarbeiter in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Marketing sowie Produktion, Service und Verwaltung.

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