Bauhof News

29. Februar 2016

John Deere erzielt 254 Millionen US-$ Gewinn im ersten Quartal

• Ergebnisrückgang beruht auf weltweiter Konjunkturschwäche bei Land- und Baumaschinen
• Aufgrund sorgfältiger Geschäftsführung und nachhaltigem Kostenmanagement bleiben alle Sparten mit positivem Ergebnis
• Die Vorausschau auf das Geschäftsjahr 2016 lässt einen Umsatzrückgang von 10 % und einen Gewinn von 1,3 Milliarden US-$ erwarten

Der auf Deere & Company entfallende Gewinn belief sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres (31. Januar) auf 254,4 Millionen US-$ (Vorjahr: 386,8 Millionen US-$) bzw. auf US-$ 0,80 (US-$ 1,12) je Aktie. Dabei gingen die weltweiten Umsätze und sonstigen Erlöse um 13 % auf 5,252 Milliarden US-$ (6,383 Milliarden US-$) zurück. Die Maschinenumsätze erreichten 4,769 Milliarden US-$ (5,605 Milliarden US-$).

„Die Ergebnisse des ersten Quartals spiegeln die Auswirkungen der anhaltenden Konjunkturschwäche der weltweiten Agrarwirtschaft und des Baumaschinengeschäftes wider“, so Samuel R. Allen, CEO und Verwaltungsratsvorsitzender von Deere & Company. „Gleichzeitig bleiben alle Sparten deutlich in der Gewinnzone und profitierten dabei von der sorgfältigen Umsetzung unserer Geschäftspläne und dem Erfolg der Maßnahmen, rascher reagierende Kostenstrukturen zu schaffen“.

Geschäftsverlauf

Die Umsätze der weltweiten Maschinensparten sanken im ersten Quartal um 15 %. Darin sind bessere Preise mit 2 Prozentpunkten und ungünstige Umrechnungskurse mit 4 Prozentpunkten berücksichtigt. In den Vereinigten Staaten und Kanada gingen die Umsätze der Maschinensparten um 18 % zurück. Außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanada sanken die Umsätze um 9 %, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit 11 Prozentpunkten zu Buche schlugen.

Die Maschinensparten erwirtschafteten im ersten Quartal einen Betriebsgewinn von 214 Millionen US-$ (414 Millionen US-$). Der Rückgang im Quartal beruhte in erster Linie auf geringeren Liefermengen, ungünstigen Umrechnungskursen und einem weniger vorteilhaft zusammengesetzten Produktprogramm. Diese Faktoren konnten durch bessere Preise, geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten sowie durch nie-drigere Produktionskosten teilweise ausgeglichen werden. Der Gewinn der Maschinen-sparten erreichte 127 Millionen US-$ (241 Millionen US-$). Dabei wirkte sich zusätzlich zu den oben genannten Faktoren ein günstigerer effektiver Steuersatz positiv auf die Resultate aus.

Im Finanzierungsgeschäft erreichte der auf Deere & Company entfallende Gewinn 129,4 Millionen US-$ (156,8 Millionen US-$). Das niedrigere  Ergebnis war dabei vor allem auf ungünstige Umrechnungskurse zurückzuführen, auf gestiegene Verluste bei Restwerten im Zusammenhang mit Baumaschinen-Leasingverträgen, auf weniger vorteilhafte Zins-spannen und auf höhere Rückstellungen zur Deckung von Kreditrisiken. Dagegen be-günstigten geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten die Ergebnisse.

Erwartungen

Die Maschinenumsätze des Unternehmens werden 2016 voraussichtlich um etwa 10 % niedriger ausfallen und im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich etwa 8 % zurückgehen. In diesem Ausblick enthalten sind ungünstigere Umrechnungs-kurse mit 3 Prozentpunkten sowohl im Geschäftsjahr als auch im zweiten Quartal. Insgesamt wird sich der auf Deere & Company entfallende Gewinn 2016 auf voraus-sichtlich etwa 1,3 Milliarden US-$ belaufen.  

„Obschon sich das Unternehmen einem herausfordernden Jahr 2016 gegenüber sieht, dürften unsere Ergebnisse deutlich besser ausfallen als bei vorangegangenen Markt-rückgängen“, so Allen. „Das verdeutlicht die Wirkung unserer Bemühungen um ein robusteres Geschäftsmodell und die Ausrichtung auf weitere Erlösquellen. Alles in allem bleibt die finanzielle Lage des Unternehmens stabil und wir befinden uns in einer günsti-gen Ausgangsposition, um weiterhin in innovative Produkte, fortschrittliche Technologien und neue Märkte zu investieren. Wir sind zuversichtlich, dass diese Maßnahmen unse-ren Kunden und Investoren in den kommenden Jahren erheblichen Mehrwert bieten werden.“

Ergebnisse der Maschinensparten

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege.  Vor allem aufgrund geringerer Liefermengen und ungünstiger Umrechnungskurse fielen die Um-sätze um 12 % niedriger aus, was teilweise durch bessere Preise ausgeglichen werden konnte. Infolgedessen sank der Betriebsgewinn auf 144 Millionen US-$ (268 Millionen US-$). Der Ergebnisrückgang beruhte dabei vor allem auf geringeren Liefermengen, un-günstigen Umrechnungskursen und einem weniger vorteilhaft zusammengesetzten Pro-duktprogramm. Dagegen begünstigten bessere Preise und geringere Vertriebs-, Verwal-tungs- und Gemeinkosten sowie niedrigere Produktionskosten die Ergebnisse.

Bau- und Forstmaschinen. Die Umsätze diese Sparte fielen im ersten Quartal auf-grund geringerer Liefermengen und ungünstiger Umrechnungskurse um 23 %, was durch bessere Preise teilweise ausgeglichen werden konnte. Der Betriebsgewinn belief sich im ersten Quartal auf 70 Millionen US-$ (146 Millionen US-$). Sein Rückgang be-ruhte vor allem auf geringeren Liefermengen, was teilweise durch geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten aufgefangen werden konnte.

Marktlage und Ausblick

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege. Im Laufe des Geschäftsjahres werden die Umsätze mit Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege voraussichtlich um 10 % zurückgehen, wobei ungünstige Um-rechnungskurse mit 4 Prozentpunkten berücksichtigt sind.

Die Umsätze der Branche in den Vereinigten Staaten und Kanada werden 2016 um etwa 15-20 % niedriger ausfallen. Dieser Rückgang, der auf niedrigen Erzeugerpreisen und stagnierenden landwirtschaftlichen Einkommen beruht, wird sich voraussichtlich beson-ders auf den Verkauf von leistungsstarken Modellen auswirken.   

In den EU28-Märkten dürften die Umsätze der Branche in 2016 etwa gleich hoch ausfallen bzw. um bis zu 5 % nachgeben, wobei der Rückgang  auf niedrigere Erzeuger-preise und landwirtschaftliche Einkommen sowie den anhaltenden Druck auf die Milcher-zeuger zurückzuführen ist. Infolge wirtschaftlicher Schwäche sowie Unsicherheiten im Zusammenhang mit staatlichen Finanzierungshilfen in Brasilien werden die Branchen-umsätze  mit  Traktoren und  Mähdreschern in  Südamerika  voraussichtlich um  etwa 10-15 % sinken. In Asien werden die Umsätze gleich bleiben bis leicht zurückgehen unter anderem wegen einer Konjunkturabschwächung in China.

Bedingt durch neue Produkte und eine allgemeine Konjunkturerholung werden die Branchenumsätze mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege in den Vereinigten Staaten und Kanada 2016 etwa gleich hoch ausfallen bzw. um bis zu 5 % ansteigen.

Bau- und Forstmaschinen. Die weltweiten Umsätze mit Bau- und Forstmaschinen werden 2016 um etwa 11 Prozent zurückgehen, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit etwa 2 Prozentpunkten berücksichtigt sind. Dieser Ausblick spiegelt den Einfluss der schwachen Konjunkturentwicklung auf dem nordamerikanischen Energiesektor wider sowie rückläufige Umsätze außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas. Das weltweite Forstmaschinengeschäft dürfte vor allem aufgrund geringerer Nachfrage in den Vereinigten Staaten und in Kanada um 5-10 % niedriger gegenüber dem starken Niveau des Vorjahres ausfallen. 

Finanzierungsgeschäft. Der auf Deere & Company entfallende Gewinn im Finan-zierungsgeschäft wird 2016 voraussichtlich etwa 525 Millionen US-$ erreichen. Diese Einschätzung berücksichtigt geringere Zinsspannen, höhere Rückstellungen zur Deckung von Kreditrisiken und die Auswirkungen ungünstiger Umrechnungskurse. Außerdem hatte sich 2015 der Verkauf des Ernteversicherungsgeschäftes vorteilhaft auf das Vorjahresergebnis ausgewirkt. 

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